10. März 2021
Osterfeuer: Die Bedeutung hinter dem Osterbrauch

Osterfeuer: Die Bedeutung hinter dem Osterbrauch

Zu Ostern darf vor allem in ländlichen Regionen das klassische Osterfeuer nicht fehlen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Brauch?

Ein großes Lagerfeuer zu Ostern: Dieser Brauch in vielen Orten seit Jahrhunderten eine Tradition. Doch was steckt hinter diesem Osterritual?

Symbolik von Feuer

Feuer ist das Symbol für Licht und Wärme und wird häufig als Sonnengruß gedeutet.

Im Christentum ist das Feuer seit Jahrhunderten als heiliges Symbol bekannt. Schon vor 2500 Jahren gab es die Priesterschaft der Vestalinnen, deren Hauptaufgabe darin bestand, das Herdfeuer im Tempel der Vesta in Rom zu beschützen.

Aber nicht nur im Christentum, auch schon bevor die katholische Kirche das Osterfeuer zelebrierte, wurden Frühjahrsfeste gefeiert, zu denen Feuer gezündet wurden.

Bei Passah handelt es sich beispielsweise um eines der wichtigsten Feste im Judentum. Hierbei gibt es das sogenannte Passahfeuer, bei dem gesäuerte Lebensmittel verbrannt werden. Das Fest findet ebenfalls im Frühjahr statt.

Auch andere Frühjahrsfeuer sind bekannt, etwa das sogenannte Burgbrennen in Luxemburg, Belgien und deutschen Grenzregionen oder das Hutzelfeuer in Hessen und Thüringen.

Der Sinn hinter diesen Feuer-Festen ist es, den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen.

Osterfeuer: Bedeutung und Ursprung

Seit dem 11. Jahrhundert kann das Osterfeuer in Deutschland unter kirchlichem Zusammenhang nachgewiesen werden. Klassischerweise wurde das Feuer in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag vor der Kirche entfacht und geweiht. Anschließend wurde die Osterkerze am Osterfeuer entzündet und feierlich in die Kirche getragen.

Dieses Feuer ist im Christentum das Symbol für Jesus als das Licht der Welt. Laut Bibel folgten die Israeliten einst Gott in Gestalt einer Feuersäule durch die Wüste. In der Osternacht folgten die Christen deshalb als Ritual dem Licht der Osterkerze in die Kirche.

Moderne Osterbräuche zum Osterfeuer

Heutzutage finden die Osterfeuer meist am Samstagabend oder Ostersonntag statt und werden von Vereinen wie der Freiwilligen Feuerwehr organisiert. Dabei wird Baum- und Strauchschnittgut entzündet – viele Orte sammeln dafür sogar alte Weihnachtsbäume. Auch wenn der Traditionsursprung in der Kirche liegt, ist der Brauch davon heute weitgehend gelöst – es handelt sich vielmehr um ein geselliges Zusammenkommen von Familie, Freunden und Nachbarn.

Moderne Bräuche sind das Fertigen von Stockbrot mit Kindern, das gemütliche Zusammensitzen am Feuer mit Speisen und Getränken oder gar ausgelassene Feiern mit Tänzen bis in die frühen Morgenstunden. 

Mädchen mi Osterhasen
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