Energie sparen: Darum sind Teelichtöfen so gefährlich

Darum sollten Sie auf KEINEN Fall Teelichtöfen verwenden

Da die Preise für Strom und Gas derzeit geradezu explodieren, kursieren im Internet viele Alternativvorschläge zum klassischen Heizen. Ein einfaches und günstiges Beispiel ist der Teelichtofen. Warum das laut Experten überhaupt keine gute Idee ist, lesen Sie hier.

So gefährlich ist das Heizen mit Teelichtofen

Der Teelichtofen ist derzeit in aller Munde – als Alternative zum Heizen. Gas und Strom ist mittlerweile so teuer geworden, dass sich Endverbraucher nach Alternativen umsehen. Alternativen, die natürlich günstig und leicht zugänglich sind. Der schnell und einfach selbst gebaute Teelichtofen kommt deshalb plattformübergreifend in den sozialen Medien extrem gut an.

Bei dem kleinen, selbstgemachten Teelichtofen handelt es sich um Teelichter auf einem Teller, die von einem Tontopf wie als Dach bedeckt werden. Die Idee dahinter: So wird die Wärme der Teelichter im Tongefäß aufgefangen und gleichmäßig abgegeben. Klingt erstmal gut, die Handhabung ist zudem denkbar einfach und günstig. Experten sehen diese Idee jedoch als ineffektiv und sogar gefährlich an.

4 Gründe, warum Sie keinen Teelichtofen zum Heizen verwenden sollten

Wie das Wissensmagazin WISO des ZDF berichtet, sprechen gleich mehrere Gründe gegen das Verwenden eines Teelichtofens.

1. Teurer als herkömmliches Heizen

Von wegen Geld sparen: Der Grund, aus dem viele Menschen aktuell verzweifelt zu Heizalternativen greifen, ist, das Portemonnaie zu schonen. Tatsächlich kostet 1 kWh Heizenergie im Teelichtofen jedoch zwischen 50 bis 100 Cent, während Sie für Gas aktuell etwa 22 Cent pro kWh zahlen.

Im Video: Heizkosten sparen mit diesem Trick

2. Ineffektive Heizleistung

Ein handelsübliches Teelicht erbringt lediglich eine Heizleistung von 30 bis 40 Watt. Die Wärmeleistung eines Teelichtes ist also, verglichen mit einer Heizung, sehr gering. Laut Verbraucherzentrale bräuchte man ein Teelicht pro Quadratmeter, um eine spürbare Erwärmung des Raumes zu bemerken. Dies ist jedoch nicht in der Praxis umsetzbar, da es hochgefährlich und unpraktisch wäre!

Selbst durch den Tontopf ändern sich physikalische Gesetze nicht – der Energieerhaltungssatz besagt, dass die Teelichter immer die gleiche Menge an Wärme abgeben, egal, ob sie verteilt im freien Zimmer stehen, oder unter einem Teelichtofen zusammengehalten werden.

3. Brand- und Erstickungsgefahr

In der Praxis sollte pro Teelichtofen nur ein Teelicht eingesetzt werden. Denn das Einsetzen von mehrere Teelichtern auf kleinem Raum kann zu großer Gefahr werden, wie die Feuerwehr Nürnberg aufklärt. Stehen Teelichter sehr nah beieinander, sammeln sich brennbare Dämpfe, die sich jederzeit schlagartig entzünden können. Diese Brände können aufgrund des enthaltenen Paraffins nicht mal mit Wasser gelöscht werden, sondern nur erstickt werden. Stellen Sie deshalb niemals mehrere Kerzen sehr dicht nebeneinander!

Zudem verbrauchen Kerzen Sauerstoff und produzieren CO₂ im Raum. Eine ausreichende Belüftung, um im schlimmsten Fall eine lebensbedrohliche Kohlenmonoxidvergiftung zu verhindern, ist also ein Muss. Dies wiederum kühlt den Raum, womit der Sinn des Ofens nicht erfüllt ist.

4. Umweltschädlich

Teelichter kommen in der Regel in einer Aluminium-Hülle, die alles andere als umweltfreundlich ist. Für die Herstellung wird ein Erz benötigt, welches in Brasilien, Australien, Indien oder Jamaika im Tagebau gefördert wird. Dafür werden Regenwälder gerodet, für die weitere Herstellung giftige Chemikalien und hohe Energiereserven eingesetzt.

Zudem befindet sich in Teelichtern Paraffin, welches beim Erdölabbau entsteht. Dieser Prozess ist höchst umstritten, da er einen maßgeblichen Anteil zu unserer Klimakrise beiträgt.

Sinnvoll Geld sparen beim Heizen

Um Geld beim Heizen zu sparen, entlüften Sie alle Heizkörper, bis sie nicht mehr gluckern. Achten Sie darauf, dass sie nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden und drehen Sie die Heizung, wenn gewünscht, um ein paar Grad herunter. Eine Temperatur von 18 Grad sollte in Wohnräumen jedoch mindestens herrschen, damit kein Schimmel entsteht. Im Schlafzimmer und in der Küche reichen 16 Grad. Achten Sie zudem auf regelmäßiges Stoßlüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wie Sie Heizkörper an Außenwänden zusätzlich dämmen, lesen Sie hier >>

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