Corona-Impfung: In welcher Reihenfolge wird geimpft?
Endlich – der Impfstoff gegen das Coronavirus ist im Einsatz! Die Hoffnung auf das lang ersehnte, normalisierte Leben ist zum Greifen nahe. Doch nicht alle können auf einmal geimpft werden – dafür sind zu viele Menschen und zu wenig Impfstoff vorhanden. Dementsprechend setzt die Bundesregierung den Impfstoff durchdacht ein, indem die Bevölkerung vorerst in drei Gruppen eingeteilt wird. Nacheinander werden nach Priorität die ersten Bürger geimpft. Doch zu welcher Gruppe können Sie sich zählen und wann sind Sie dran?
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Corona-Impfstoff: Diese Personen kommen zuerst dran
Gruppe 1:
In Gruppe 1 befinden sich alle Personen, die die höchste Priorität zugeordnet bekommen haben. Sie werden zuerst geimpft. Dazu gehören:
Personen ab 80 Jahren
Personal stationärer Einrichtungen und ambulanter Pflegedienste, die für die Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen zuständig sind
Personal von Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdiensten, Palliativversorgung, Impfzentren
Gruppe 2:
In Gruppe 2 befinden sich diejenigen, die eine hohe Priorität zugeordnet bekommen haben. Die Impfung dieser Personengruppe startet nach Vollendung der ersten Gruppe. Dazu gehören:
Personen ab 70 Jahren
Risikopatienten, die ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion haben. Das sind:
Personen mit Trisomie 21
Personen mit Demenz oder einer geistigen Behinderung
Personen nach Organtransplantation
Enge Kontaktpersonen von:
Pflegebedürftigen Personen
Schwangeren Personen
Menschen, die in stationären Einrichtungen oder in ambulanter Pflege zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind
Ärzte und Personal von medizinischen Einrichtungen mit regelmäßigem, unmittelbaren Patientenkontakt (z.B. Personal bei Blutspendediensten, Corona-Testzentren etc.)
Polizei- und Ordnungskräfte, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
Menschen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind
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Gruppe 3:
Zu Gruppe 3 zählen alle Personen, denen eine erhöhte Priorität in der Reihenfolge der Corona-Impfung zugeordnet wird. Dazu gehören:
Menschen ab 60 Jahren
Risikopatienten in Bezug auf das Coronavirus. Das sind Personen mit:
Adipositas
Chronischen Nierenerkrankungen
Chronischen Lebererkrankungen
Immundefizienz oder HIV-Infektion
Diabetes mellitus
Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Vorhofflimmern, koronare Herzkrankheit, arterieller Hypertension
Zerebrovaskuläre Erkrankung oder Apoplex
Krebserkrankungen
COPD oder Asthma bronchiale
Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen
Personen aus medizinischen Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus, also insbesondere Personal und Labore die keine Patienten mit Infektionskrankheiten betreuen
Personen mit besonders relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen (z.B. bei der Polizei, Feuerwehr, Justiz etc.)
Personen in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, also in Apotheken, Pharmawirtschaft, öffentlicher Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
Lehrer und Erzieher
Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen (z.B: Saisonarbeiter)
Der Rest der Bevölkerung wird dann im Anschluss an die priorisierten Gruppen nach und nach geimpft, sobald genug Impfstoff vorhanden ist. Genaue Daten lassen sich hier nicht vorhersagen – Gesundheitsminister Spahn rechnet jedoch damit, im Sommer auch der breiten Bevölkerung eine Corona-Impfung zu ermöglichen. Eine Impfpflicht solle es nicht geben. Mehr Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zu diesem Thema erhalten Sie auf der offiziellen Seite des Bundesgesundheitsministeriums.








