6. November 2020
Angst vorm Frauenarzt: Die besten Tipps

Angst vorm Frauenarzt: Die besten Tipps für eine entspannte Untersuchung

Frauenarztbesuche sind wirklich alles andere als spaßige Freizeitaktivitäten. Doch das Wahrnehmen der Vorsorgeuntersuchungen ist äußerst wichtig! Wir verraten, mit welchen Tipps Sie Ihr Unwohlsein beim Frauenarzt ablegen können.

Frauenarztuntersuchung
© iStock
Wer diese Tipps beherzigt, muss keine Angst vor einer gynäkologischen Untersuchung haben

Arztbesuche stehen in der Liste unserer Lieblingsaktivitäten nie weit oben. Neben dem Zahnarztbesuch ist für viele der Vorsorgetermin beim Gynäkologen jedoch besonders unangenehm. Vor einer fremden Person seinen Intimbereich zu entblößen und eventuelle Gesundheitsprobleme zu demonstrieren, ist oft mit Scham behaftet. Auch die Angst vor Schmerzen während dieser sensiblen Untersuchung plagt viele Frauen. Zum Glück ist diese Sorge in der Regel unbegründet! Warum Sie Ihre Termine unbedingt wahrnehmen sollten und mit welchen Tipps Sie Ihr Unwohlsein ablegen können, verraten wir Ihnen hier.

Darum sind regelmäßige Frauenarztbesuche so wichtig

Der erste Frauenarztbesuch wird pauschal mit dem Einsetzen der ersten Periode empfohlen. Spätestens bei Beschwerden, dem Wunsch nach einem Verhütungsmittel oder mit dem 16. Lebensjahr sollte jede Frau eine gynäkologischen Praxis aufgesucht haben.
Allgemein wird empfohlen, jährlich eine Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen. Je nach Gesundheitszustand, Alter und familiärer Vorgeschichte auch häufiger.
Diese Termine einzuhalten ist super wichtig! So können etwa frühzeitige Anzeichen auf Brust- oder Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig festgestellt werden. Auch (sexuell übertragbare) Krankheiten, die symptomfrei verlaufen, können entdeckt werden, bevor sie nachhaltige Schäden anrichten können.

Lesen Sie hier, welche Zusatzleistungen beim Frauenarzt sinnvoll sind >>

Angst vor dem Frauenarzt: Diese Tipps helfen

Der richtige Arzt

Wichtig ist, dass Sie einen Arzt finden, mit dem Sie harmonieren. Erkundigen Sie sich dazu gerne bei Freundinnen: Gibt es hier eine Praxis, die Ihnen aufgrund von persönlichen, positiven Erfahrungen empfohlen werden kann?
Des Weiteren können Sie sich überlegen, mit welchem Geschlecht Sie sich wohler fühlen. Manche Frauen bevorzugen eine weibliche Gynäkologin, weil sie vor demselben Geschlecht weniger Hemmungen empfinden. Andere wiederum sind der Meinung,, männliche Ärzte gingen besonders behutsam vor, da sie die Empfindsamkeit der weiblichen Geschlechtsorgane aus eigener Erfahrung weniger gut einschätzen können. Hören Sie hier auf Ihre innere Stimme und probieren Sie aus, mit wem sie sich wohler fühlen.
Wer starke Bedenken hat, kann diese vorher telefonisch bei der Terminvergabe äußern. So können die Sprechstundenhilfen darauf achten, dass der Gynäkologe für Ihren Termin ausreichend Zeit einplant.
Passt es einmal nicht, geben Sie die Hoffnung nicht auf! Machen Sie sich einen Termin bei einer anderen Praxis – Sie finden sicher einen Arzt oder eine Ärztin, bei der sie sich wohlfühlen.

Auch interessant: Wechseljahre – geht's bei Ihnen los? >>

Bequeme Kleidung tragen

Mit nacktem Unterkörper durch das Behandlungszimmer zu laufen und auf dem Untersuchungsstuhl zu sitzen, kann schon unangenehm sein. Wählen Sie dafür vor dem Termin passende Kleidung aus: Mit einem XXL-Shirt, einem Kleid oder einem Rock gewähren Sie dem Arzt den nötigen Zugriff, fühlen sich aber dennoch ein wenig bedeckter.

Untersuchungen während der Periode

Tatsächlich sollten Sie bei der Terminvergabe darauf achten, ob Sie zu diesem Zeitpunkt Ihre Periode erwarten. Häufig fühlen sich Frauen während dieser Tage unwohler. Auch kann es sein, dass aufgrund von starker Blutung einige Untersuchungen wie etwa Abstriche nicht möglich sind.
Wählen Sie einen Termin, an dem Sie Ihre Periode nicht haben – dann brauchen Sie sich keine Gedanken um einen störenden Blutfluss machen.

Frisch machen

Sowohl für das eigene Befinden, als auch aus Respekt vor dem behandelnden Arzt sollten Sie sich vor dem Termin waschen. Völlig überflüssig ist es jedoch, sich die Beine oder den Intimbereich zu rasieren. Ob Sie das prinzipiell nicht machen oder nur keine Zeit hatten: Dem Frauenarzt ist das völlig egal! Er interessiert sich für Ihren gesundheitlichen Zustand – nicht für Ihre Körperbehaarung.

Ehrliche Kommunikation

Fühlen Sie sich unwohl, teilen Sie Ihrem Arzt das gerne gleich zu Beginn mit. So weiß er, wie es Ihnen geht und kann freundlich darauf eingehen. Auch ein ablenkendes Gespräch kann helfen, die Situation zu lockern. Bitten Sie Ihren Arzt darum, genau zu erklären, was er gerade tut. Das sorgt nicht nur dafür, dass Sie sich auf etwas anderes konzentrieren, sondern nimmt ebenfalls die Angst vor unbekannten Geräten oder Vorgehensweisen.

Belohnung

Fühlt sich ein Frauenarztbesuch für Sie wie eine Prüfung an und fällt Ihnen ein Stein vom Herzen, wenn Sie die Untersuchung hinter sich gebracht haben? Dann dürfen Sie ruhig stolz darauf sein, den Termin wahrgenommen zu haben und sich dafür belohnen. Gönnen Sie sich ein Stück Kuchen in Ihrem Lieblingscafé oder die Schuhe, die Sie schon seit Wochen haben wollen.

Wie Paare es schaffen, zusammenzubleiben
Irgendwann erkennen wir: Perfekt ist der Partner nicht. Und jetzt? Trennung? Wenn die eine Liebe uns dennoch durchs Leben tragen soll, braucht sie Pflege und...
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...