Ohne Schuldgefühle schlemmen? Das steckt hinter dem Konzept Intuitives Essen

Dürfen wir bei dieser Ernährungsweise wirklich alles essen, worauf wir gerade Lust haben? Wir klären auf, was genau hinter dem Konzept Intuitives Essen steckt und wie es funktioniert.

Das steckt hinter dem Konzept Intuitives Essen Das steckt hinter dem Konzept Intuitives Essen © iStock

Was ist Intuitives Essen und woher kommt der Trend?

„Intuitive Eating“ stammt aus den USA und wurde Mitte der Neunziger Jahre von Elyse Resch und Evelyn Tribole erdacht. Wichtig ist dabei laut der Expertinnen, dass wir auf unseren Körper hören und ohne Schuldgefühle essen. Ganz ähnlich intuitiv tun das nämlich auch Kinder, denn diese würden bekanntlich immer am liebsten das essen, worauf sie gerade Lust haben. Doch als Erwachsene verlernen wir dieses Verhalten und müssen es uns erst wieder antrainieren.

Wie funktioniert die Ernährungsweise und was darf ich zu mir nehmen?

Intuitives Essen ist das Gegenteil einer Diät. Trotzdem soll es Experten zufolge dabei helfen, das Gewicht zu halten oder sogar langfristig dazu führen, unser Wohlfühlgewicht zu erreichen. Beim Intuitiven Essen ist es entscheidend, auf unseren Bauch zu hören. Im Gegensatz zu einer Diät, bei der wir meist einen Essensplan haben, an den wir uns strikt halten müssen, steht es uns bei einer intuitiven Ernährung frei, was wir essen wollen. Es gibt so gesehen keine Verbote. Allerdings gilt bei dem Konzept das Prinzip, lediglich dann zu essen, wenn man auch wirklich Hunger hat. Und nur bis ein Sättigungsgefühl eintritt, dann ist Schluss. Ausschlaggebend ist, auf die Signale des Körpers zu hören, wir merken schon, wann wir satt sind. 

Kalorienzählen ist übrigens tabu. In Bezug auf Lebensmittel geht es darum, sich von den Kategorien gut und oder schlecht zu lösen. Es gilt, Dinge zu essen, die wir gern mögen und welche uns gut bekommen. Nach dem Essen sollte man genau darauf achten, wie man etwas vertragen hat. Das Bauchgefühl spielt hier wieder eine Rolle. Selbstverständlich heißt das nicht, dass wir täglich Fast Food und Co. in uns hineinstopfen sollten, denn eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist das selbstredend nicht. Trotzdem ist es doch schön, das essen zu können, worauf wir gerade Lust haben. Und durch das Hinterfragen nach den Mahlzeiten, was uns gut bekommt, soll sich dann am Ende auch noch eine bewusstere Einstellung zum Essen entwickeln.

Datum: 16.02.2020

Schlagworte: