Vorbereitungen in der Schwangerschaft Warum ein Geburtsvorbereitungskurs?

Die Vorbereitung auf die Geburt findet unter anderem in einem Geburtsvorbereitungskurs statt. Wir erklären Ihnen, was in so einem Kurs passiert. 

Paar bei Geburtsvorbereitungskurs Warum ein Geburtsvorbereitungskurs? © SanyaSM/iStock

Werdende Eltern fragen sich manchmal, warum sie einen Geburtsvorbereitungskurs machen sollten. Die Geburt ist doch ein ganz natürlicher Vorgang, das geht doch von alleine. Da kann die werdende Mama doch gar nichts falsch machen. Nein, falsch machen bestimmt nicht. Allerdings kann ein guter Geburtsvorbereitungskurs helfen, die Geburt angenehmer zu machen. Eine Geburt ist immer mit Schmerzen verbunden. Im Geburtsvorbereitungskurs wird gezeigt, welche Methoden es gibt, um die Schmerzen für die Frau erträglicher zu machen. Schließlich soll die Geburt des Babys ja für beide Elternteile ein schönes Erlebnis werden. So ein Geburtsvorbereitungskurs bietet aber auch weitere Vorteile. Die werdenden Eltern lernen andere Paare in der gleichen Situation kennen. Gerade wenn das erste Kind erwartet wird, ist ein Meinungsaustausch mit anderen sehr hilfreich und wichtig.

Wer leitet diese Kurse und was lerne ich da?

Die Leitung erfolgt in den meisten Fällen durch erfahrene Hebammen. Diese wissen ganz genau wie eine Geburt verläuft und welche Methoden der Entspannung für die werdende Mama wirklich hilfreich sind. In erster Linie geht es darum, die werdenden Eltern über die bevorstehende Geburt aufzuklären. Wer gut informiert ist, kann mit der doch ungewohnten Situation viel entspannter umgehen. Auch die Zeit nach der Geburt spielt in den Geburtsvorbereitungskursen eine wichtige Rolle. Durch die Geburt erfährt der weibliche Körper eine große Veränderung. Die meisten Frauen möchten so schnell wie möglich wieder den Zustand ihres Körpers vor der Geburt zurück. Auch hier werden die richtigen Wege aufgezeigt. Ein ganz wichtiger Punkt ist meistens auch, wie ist denn der Ablauf im Krankenhaus oder Geburtshaus. So ein Kurs kann da viele Ängste nehmen. Auch Atemtechniken, die während der Wehen eingesetzt werden können, werden hier gelehrt. Bewegungsübungen, die schon den Beckenboden für die Geburt vorbereiten, werden gezeigt und können von der werdenden Mutter jetzt schon angewandt werden. Sicher wird auch über die Methoden der Schmerzlinderung informiert. Sei es nun Akupunktur oder eine PDA, für die Schwangere ist es wichtig informiert zu sein, welche Methoden hier zur Verfügung stehen. Natürlich werden auch die unterschiedlichen Gebärpositionen erklärt und gezeigt. Sei es nun die Wassergeburt, die Geburt im Kreißbett oder auch eine der vielen anderen Geburtspositionen, die möglich sind. Die Hebamme wird die Vor-und Nachteile genau aufzeigen können. So kann sich die werdende Mutter schon den einen oder anderen Gedanken machen, welche Geburtsposition sich denn für sie am besten eignet. Auch der Vater des ungeborenen Babys ist in den meisten Kursen herzlich willkommen. Er kann während der Geburt seine Partnerin prima unterstützen, wenn er die richtigen Methoden kennt. Der weitere Vorteil bei der Teilnahme des Partners ist, dass der Partner weiß, was bei der Geburt auf ihn als passiver Zuschauer zukommt. Es gibt immer wieder Männer, die sich der Situation im Kreißsaal nicht gewachsen fühlen. Einfach weil sie nicht genug vorbereitet wurden. Daher ist es Paaren zu empfehlen nach Möglichkeit, den Geburtsvorbereitungskurs, gemeinsam zu absolvieren. Aber auch die Mamas, die den Kurst alleine bestreiten wollen, können sich gut aufgehoben fühlen. Mittlerweile werden auch immer mehr Kurse für Alleinerziehende oder Frauen ohne Partner angeboten. Dies ist gerade für Alleinerziehende schöner, als unter lauter glücklichen Pärchen zu sitzen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Geburtsvorbereitungskurs?

Die meisten Schwangeren fangen um die 25. Schwangerschaftswoche mit dem Kurs an. Der Schwangerschaftsbauch ist schon deutlich sichtbar, erste Kindsbewegungen waren auch schon da, aber die Frau ist immer noch beweglich genug für ein wenig Gymnastik. Diese Kurse dauern in der Regel 14 Stunden. Bei wöchentlich 2 Stunden, so sind die meisten Kurse angelegt, bedeutet dies 7 Wochen Geburtsvorbereitung. Wenn diese vorbei sind, ist es bis zur Geburt nicht mehr weit. Anmelden sollte man sich allerdings rechtzeitig. Am besten schon ab der 15 Schwangerschaftswoche, denn gute Kurse sind auch schnell ausgebucht.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen, in der Regel, die Kosten für 14 Vorbereitungsstunden für die werdende Mutter. Die Kosten für den Partner müssen meist selber getragen werden. Das können je nach Kurs € 50,00 bis € 120,00 sein. Am besten spricht man vor Kursbeginn kurz mit seiner Krankenkasse, in vielen Fällen leistet diese auch für den Partner einen gewissen Anteil.

Fazit

Ein Geburtsvorbereitungskurs ist jeder Schwangeren zu empfehlen. Er wird der Frau die nötige Sicherheit bringen, die sie braucht, um die Geburt zu einem schönen Erlebnis werden zu lassen. Gerade Erstgebärende profitieren von diesen Kursen. Aber auch Mütter, die das zweite Kind erwarten, können aus einem guten Geburtsvorbereitungskurs großen Nutzen ziehen. Vielleicht war die erste Geburt keine so schöne Erfahrung. Da kann der Kurs der Frau für die zweite Geburt eine optimale Hilfe und Sicherheit sein. Hilfreich sind aber auch die Kontakte zu anderen Eltern, die man während eines solchen Kurses knüpft. Es ist nicht zu unterschätzen wie verbindend so eine Geburtsvorbereitung sein kann. In den meisten Fällen finden die Kurse ja in Krankenhäusern oder Geburtshäuser in Wohnortnähe der Schwangeren statt. Da werden mitunter die schönsten Freundschaften geschlossen, die auch nach der Geburt der Babys noch lange halten. Es ist doch schön, gleich mit Geburt des Babys Eltern kennen zu lernen, die ein Kind im gleichen Alter, wie das eigene haben.

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