6 Anzeichen dafür, dass Sie zu selbstkritisch sind

6 Anzeichen dafür, dass Sie zu selbstkritisch sind

Egal wie nett, positiv und großzügig wir sind – bei uns selbst hört der Optimismus meist auf. Unser Äußeres begutachten wir besonders streng, unsere Leistung ist immer verbesserungswürdig und auch die ein oder andere Macke müsste man dringend beheben. Doch ist das eigentlich fair – und überhaupt realistisch? Wir verraten Ihnen 6 Anzeichen, dass Sie viel zu selbstkritisch mit sich umgehen.

An diesen Anzeichen erkennen Sie, dass Sie zu selbstkritisch sind

Erwarten wir staubfreie Schränke, wenn wir bei Freunden zu Besuch sind? Rümpfen wir die Nase über die ungebügelte Hose der Freundin? Oder verurteilen wir sie als faule Person, weil sie bei der Arbeit schlechtes Feedback bekommen hat? Natürlich keinesfalls, mögen Sie jetzt entrüstet denken.

Doch halten Sie einen Moment inne und fragen Sie sich: Lassen Sie für sich selbst denn die gleichen Maßstäbe gelten?
Häufig gehen wir mit uns viel strenger um, als mit anderen. Und das absolut unverdient! Der Perfektionist in uns stellt oft unrealistische und überzogene Ansprüche an uns selbst, die kaum zu erfüllen sind. Demzufolge fühlen wir uns häufig nicht gut genug, nicht erfolgreich, nicht schön – und das völlig zu Unrecht.

Wir verraten Ihnen 6 Anzeichen dafür, dass Sie viel zu selbstkritisch mit sich umgehen. Und: Finden Sie sich hier wieder, versuchen Sie doch mal, sich zukünftig häufiger wie Ihre beste Freundin zu behandeln.

1. Sie sind immer schuld

Wenn etwas Schlechtes passiert, fühlen Sie sich verantwortlich? Nach einem Streit suchen Sie immer die Schuld bei sich? Wer sofort kritisch auf sich selbst blickt, anstatt die Situation neutral zu analysieren und auch andere Faktoren in Betracht zu ziehen, ist definitiv zu streng mit sich selbst. Natürlich ist ein gewisses Maß an Selbstreflexion nicht nur gesund, sondern auch nötig. Genauso wichtig ist es aber auch, Dinge von sich zu weisen, die außerhalb Ihrer Kontrolle oder in der Verantwortung von anderen liegen. Gönnen Sie sich mal eine Pause!

2. Sie gehen kein Risiko ein

Risiken sind für Sie keine Option. Zu hoch ist die Gefahr, dass Sie versagen würden – schließlich sind Sie nicht gut genug oder nicht erfahren genug. Eine Investition, einen neuen Job oder einen Auslandsaufenthalt würden Sie sich gar nicht zutrauen. Das klingt nach Ihnen?

Stopp! Würden Sie die Träume Ihrer besten Freundin derart runterreden, wenn Sie mit Ihnen darüber sprechen würde? Sicherlich nicht. Natürlich ist ein gewisses Maß an Vernunft wichtig, auch Risikofaktoren müssen bekannt und einberechnet werden. Das ist jedoch längst kein Grund, sich etwas nicht zuzutrauen – und niemals den nächsten Schritt zu wagen.

3. Unzufriedenheit

Sobald Sie etwas erreicht haben, sorgen Sie sich bereits über die folgende Stufe. Zufriedenheit mit sich selbst und Ihrer Situation gibt es kaum. Ständig finden Sie Fehler und Verbesserungspotential in Ihrer Arbeit. Sie konzentrieren sich nicht auf gute Ergebnisse, die Sie bereits erzielt haben – sondern auf das, was Sie noch nicht erreichen konnten und die Fehler, die Sie begangen haben.

Auch hier sollten Sie dringend mal auf die Bremse treten! Jeder Mensch macht Fehler und jeder entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Seien Sie nicht zu streng mit eventuellen Fehltritten in der Vergangenheit, konzentrieren Sie sich lieber auf die Gegenwart und seien Sie stolz auf alles, was Sie bisher erreicht haben.

4. Sie halten Ihre Meinung zurück

Selbst, wenn Sie sich bei einem Thema auskennen oder die Lösung zu etwas genau wissen, halten Sie Ihre Meinung zurück? Während Sie Ihre Antwort im Kopf durchspielen, werden Sie immer unsicherer und zweifeln an Dingen, die Sie eigentlich kennen. Letztendlich sagen Sie dann vor anderen lieber gar nichts, als etwas Falsches, Dummes oder selbst Langweiliges oder Unlustiges zu sagen. Lassen Sie sich nicht so verunsichern – Ihre Story, Ihre Antwort oder Ihr Beitrag sind garantiert nicht so unpassend, wie Sie denken, im Gegenteil!

5. Sie nehmen Kritik sehr persönlich

Natürlich wird niemand gern kritisiert - einigen gehen negative Worte jedoch mehr an die Substanz, als anderen. Wer bereits hart mit sich selbst ins Gericht geht, nimmt kritisches Feedback von anderen besonders zu Herzen. Sie sehen dies als Bestätigung Ihrer vermeintlichen Schwächen und Fehler und nehmen jedes Wort sehr persönlich. Versuchen Sie, es mal objektiver zu sehen: Die Person möchte Sie einfach nur auf etwas hinweisen, das Sie besser machen können - ganz ohne Ihnen negative Absichten zu unterstellen oder Ihre Persönlichkeit zu kritisieren. Kein Grund zur Panik!

6. Fokus auf Fehler

Eine minimale Kleinigkeit reicht, um Sie aus dem Konzept zu bringen? Auch, wenn Sie bei der Arbeit ein Projekt mit Erfolg abgeschlossen haben – diese eine Sache, die nicht ganz perfekt war, spukt Ihnen quälend im Kopf herum. Sie können einfach nicht mit Stolz und gutem Gefühl auf Ihre Leistung blicken, weil Sie wissen, dass es eine Imperfektion gab, die Sie hätten besser machen können. Wer sich immer nur auf die Fehler konzentriert, rutscht schnell in eine Negativ-Spirale ab. Versuchen Sie doch stattdessen mal, sich jeden Abend aktiv eine Sache aus dem Tag zu picken, die Sie toll gemacht haben und auf die Sie stolz sein können.

Im Video: Tipps für mehr Selbstliebe und Selbstvertrauen

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – Veränderungen sind daher immer erstmal unbequem. Wer diese deshalb aber konsequent meidet, kommt im Leben nicht voran. Ob...
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