30. Oktober 2020
Unfallfrei Fahrradfahren im Herbst und Winter

4 Tipps für unfallfreies Fahrradfahren im Herbst und Winter

Im Herbst und Winter steigt beim Fahrradfahren das Unfallrisiko durch Dunkelheit, schlechte Sicht oder rutschige Straßen. Dazu nutzen wegen Corona gerade in den Städten besonders viele Menschen das Rad für die Fahrten zur Arbeit oder für private Erledigungen. Ein Experte von der ERGO gibt Sicherheits-Tipps, wie Sie am besten durch die dunkle und nasse Jahreszeit kommen.

Die richtige Beleuchtung

Um die Sicherheit der Fahrradfahrer zu gewährleisten, gibt es für eine ausreichende Fahrradbeleuchtung gesetzliche Vorschriften, die in der Straßenverkehrsordnung geregelt sind. Schließlich gilt es, Unfälle zu vermeiden. „Pflicht sind ein weißes Vorderlicht und ein rotes Rücklicht“, weiß Dimitar Gouberkov, Unfallexperte von ERGO. „Reflektoren sind ebenfalls vorgeschrieben: einer nach vorne in Weiß, einer nach hinten in Rot sowie Reflektoren an den Pedalen und pro Reifen je zwei in den Speichen.“ Weiße Reflexstreifen an Reifen oder Felgen sind eine Alternative zu Speichen-Reflektoren. Wer diese Standards nicht einhält, muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen.

Tipp: Zusätzliche LED-Lampen am Helm verbessern die Sichtbarkeit, sie sind aber nicht verpflichtend.

Helle Kleidung und Sicherheitswesten

Dunkle Kleidung ist in der kalten Jahreszeit zwar beliebt, doch für andere Verkehrsteilnehmer ist man als Fahrradfahrer kaum zu erkennen – das erhöht das Unfallrisiko massiv! Tragen Sie daher beim Radfahren möglichst helle Kleidung oder eine reflektierende Sicherheitsweste. Auch Reflektorenbänder sind geeignet. Diese Sicherheitsmaßnahmen werden übrigens allen Personen empfohlen, die sich im Dunkeln draußen bewegen (Jogger, Spaziergänger).

Sichere Reifen

Durch Nässe, aber besonders durch herabfallendes Laub sowie Schnee/Schneematsch kann das Fahrradfahren im Herbst und Winter zur echten Rutschpartie werden. Fahren Sie daher mit gemäßigtem Tempo und vermeiden Sie schnelle Brems- und Lenkmanöver. Halten Sie außerdem ausreichend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, damit Sie genügend Bremsweg haben. Besonders empfehlenswert: Wie für Autos gibt es auch für Räder Winterreifen, die mit einem tieferen Profil für mehr Grip, also Bodenhaftung, sorgen. „Alternativ können Radfahrer auch einfach etwas Luft aus den Reifen lassen: Das vergrößert die aufliegende Fläche und das Rad bekommt mehr Halt auf der Fahrbahn“, so Unfallexperte Gouberkov.

Tipps für E-Bike-Fahrer 

Weil Akkus auf Kälte und Nässe in ihrer Leistungsfähigkeit einbüßen, sollten sie im Herbst und Winter so gut wie möglich geschützt werden. Am besten, so Gouberkov, parken Sie das E-Bike bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in einer trockenen und warmen Umgebung oder nehmen das Akku mit ins Büro oder die Wohnung. Hier finden Sie mehr Tipps für das E-Bike im Herbst und Winter>>

Video: Fahrrad-Gadgets für den Herbst

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