6. September 2021
Flieder überwintern: 3 Tricks für Beet und Topf

Flieder überwintern: 3 Tricks für Beet und Topf

Sie haben Flieder im Garten oder auf dem Balkon und möchten beim Überwintern nichts falsch machen? Wir kennen 3 Tricks, wie Ihre Pflanze die kühlen Herbst- und Wintermonate im Beet oder Topf ganz unbeschadet übersteht.

Es gibt Pflanzen, von denen bekommt man im Garten oder auf dem Balkon einfach nicht genug. Da wären zum Beispiel Rosen, Lavendel, Geranien oder Flieder. Jedes Jahr im Mai können wir uns an den prächtigen, violetten und weißen Blüten der Pflanze freuen. Und der Duft erst! Außerhalb der Blütezeit dienen die großen Blätter und die dichte Belaubung als Sichtschutz. Damit Flieder auch im nächsten Frühjahr prächtig blüht, muss er ein wenig auf den Herbst und Winter vorbereitet werden. Doch was gibt es dabei eigentlich zu beachten? Überwintert Flieder im Topf anders als im Beet?

Flieder überwintern: 3 Tricks für Beet und Topf

Ist Flieder winterhart?

In Sachen Überwintern herrscht bei vielen Gartenfreunden oft Unklarheit. Häufig wird der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) mit Sommer- oder Schmetterlingsflieder verwechselt. Die beiden Arten sehen sich vor allem im Hinblick auf ihre Form, Farbe und Blüten zum Verwechseln ähnlich, sind jedoch nicht miteinander verwandt. Daher müssen Sommer- und Schmetterlingsflieder und Gewöhnlicher Flieder ganz unterschiedlich auf den Herbst und Winter vorbereitet werden. Während Gewöhnlicher Flieder absolut winterhart ist, benötigt Sommerflieder in den kühleren Monaten einen Winterschutz. Besonders dann, wenn es sich noch um eine Jungpflanze oder gar Kübelpflanze handelt.

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Flieder im Beet überwintern

Gewöhnlicher Flieder im Beet benötigt keinen besonderen Schutz, da er ausreichend winterhart ist. Kommt es im Frühjahr jedoch zu Spätfrösten, können Sie bereits ausgetriebene Knospen mit einer Lage Gartenvlies abdecken. So gehen Sie ganz sicher, dass der Blütenstand nicht beschädigt wird. Haben Sie Sommer- oder Schmetterlingsflieder im Beet eingepflanzt, sollten Sie die Pflanzen mit einer Schicht Laub, Stroh oder Tannennadeln vor frostigen Temperaturen schützen.

Flieder im Topf überwintern

Halten Sie Flieder im Topf, müssen Sie die Pflanze beim Überwintern schon ein wenig mehr unterstützen. Gerade die Wurzeln sind durch das Substrat und den Topf oft nicht ausreichend geschützt. Damit die Wurzeln nicht zurückfrieren, empfiehlt es sich, das Pflanzengefäß mit wärmendem Gartenvlies oder Kokosmatten zu umwickeln. Flieder muss übrigens auch von unten geschützt werden. Stellen Sie den Flieder samt Topf daher auf ein dickes Holzbrett oder eine Styroporplatte. Tipp: Flieder im Topf sollte auch in den kalten Monaten des Jahres nicht austrocknen. Gießen Sie die Pflanze an frostfreien Tagen.

Wann muss Flieder zurückgeschnitten werden?

Um Flieder zu pflegen und zur Bildung neuer Blüten anzuregen, sollten Sie frühestens Ende Mai (wenn die Blütezeit vorbei ist) einen sogenannten Erhaltungsschnitt durchführen. Handelt es sich bei Ihrem Exemplar um einen sehr alten Flieder, kann ein radikaler Rückschnitt im März ebenfalls wahre Wunder wirken. Schneiden Sie für den Rückschnitt die Hauptäste etwa 40 bis 60 Zentimeter zurück. Besonders beliebt für Vorgänge wie diese ist die Gartenschere von Grüntek. Anschließend kann der Flieder wieder in voller Pracht wachsen und in der nächsten Blühsaison mit frischen Trieben und prächtigen Blütenknospen glänzen.

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