Flieder blüht nicht: Das können Sie tun

Flieder blüht nicht: Das können Sie tun

Flieder ist eine beliebte Gartenpflanze, deren hübsche duftende Blüten zahlreiche Insekten anlocken. Doch was tun, wenn er einfach nicht blühen will? Wir zeigen Gründe und Maßnahmen auf.

Ein üppig blühender Fliederbusch im Garten ist nicht nur ein toller Hingucker, er duftet noch dazu wunderbar und bietet Insekten jede Menge Nahrung. Doch was ist, wenn die schöne Pflanze, die normalerweise für ihre üppigen lila, weißen oder pinkfarbenen Blüten bekannt ist, einfach nicht blühen will? Das steckt dahinter. 

Warum blüht der Flieder nicht und was kann ich tun?

Wenn der Flieder einfach nicht blühen will, kann das verschiedene Gründe haben. Wir zeigen Ihnen die 6 häufigsten:

1. Falscher Standort

Die Wahl des richtigen Standortes ist essenziell dafür, ob eine Pflanze optimal wachsen kann oder nicht. Flieder braucht übrigens ganz viel Sonne, um gut gedeihen zu können, weshalb er nicht an einem schattigen Platzt kultiviert werden sollte. Je mehr Licht die Pflanze abbekommt, desto besser blüht sie!

2. Schlechte Bodenverhältnisse

Auch der Boden beeinflusst das Wachstum des Flieders maßgeblich. Er sollte gut durchlässig und locker sein. Flieder gedeiht auch gut auf kalkhaltigem Untergrund. Zudem muss der Boden immer feucht gehalten werden. Vermeiden Sie jedoch Staunässe!

3. Der Flieder wurde nicht richtig zurückgeschnitten

Ein korrekter Rückschnitt ist super wichtig für das Wachstum des Flieders. Wird dieser falsch oder zu häufig durchgeführt, kann die Blüte ausbleiben. Ab Juni können Sie einen Erhaltungsschnitt vornehmen. Dieser ist dazu da, den Flieder in Form zu bringen und regt gleichzeitig dessen Wachstum an. Schneiden Sie den Flieder immer erst zurück, wenn die Blütezeit bereits vorbei ist. Wer einen neuen, jungen Flieder Pflanze besitzzt, bringt diesen am besten mithilfe eines Erziehungsschnitts in Form. Hier erfahren Sie, wie der Rückschnitt richtig klappt: Die besten Tipps zum Schneiden von Flieder.

4. Krankheiten

Schädlings- oder Pilzbefall schwächen die Pflanze und können sie im schlimmsten Falle sogar umbringen. Da Flieder sehr anfällig für Pilzbefall ist, ist dies ein häufiger Auslöser für das Ausbleiben der Blüten. Ist ein Fliederstrauch von Pilz befallen, muss dieser zurückgeschnitten werden. Hierzu tief bis in das gesunde Holz schneiden, damit die Pflanze sich erholen kann. Nach ca. zwei Jahren sollte die Fliederblüte dann wieder einsetzen, vorausgesetzt, der Strauch hat sich erholt. 

Hinweis: Auch die sogenannte Fliederseuche kann das Wachstum behindern. Sie erkennen diese an den kleinen braunen Flecken auf den Blättern, welken Trieben, die sogar ganz abgefault sein können sowie an der Bildung von braunen Streifen auf jungen Trieben.

5. Falsche Düngung

Nicht nur eine Unterversorgung mit Nährstoffen kann dem Flieder schaden, auch eine Überdüngung ist nicht gut für ihn. Daher kommt es auf das richtige Maß an und darauf, welche Fliedersorte Sie in Ihrem Garten beheimaten. Richten Sie sich darum am besten immer nach den Bedürfnissen der jeweiligen Sorte. 

>> So klappt das Düngen

6. Flieder ist zu jung

Ein simpler, aber sehr häufiger Grund ist schlichtweg, dass Ihr Flieder noch zu jung ist und darum noch nicht in voller Blüte steht. Hier heißt es: Geduld haben! Manchmal braucht es ein paar Jahre.

Wann blüht Flieder?

Die meisten Fliedersorten stehen im Mai und Juni in voller Blüte. Doch es gibt auch einige, die erst ein wenig später im Juli oder auch schon etwas früher, ab April, so richtig aufblühen.

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