3 Tipps für mehr Selbstliebe in der Partnerschaft – Interview-Special mit Laura Malina Seiler

3 Tipps für mehr Selbstliebe in der Partnerschaft – Interview-Special mit Laura Malina Seiler

Selbstliebe in der Partnerschaft – ein ziemlich heikles Thema, dem ich mich mit keiner anderen als Coach, Visionärin und meiner liebsten Podcasterin Laura Malina Seiler gewidmet habe.

Selbstliebe, das ist ja mehr sowas Egoistisches. Schließlich geht es bei der Selbstliebe doch ausschließlich darum, sich selbst zu lieben, sich selbst zu schätzen. Und auch um Selbstzuwendung. Doch was tun, wenn aus dem "Selbst" ein "Wir" wird – und ein Partner ins Spiel kommt?

Ich stehe nicht nur mir im Weg, sondern auch meiner Beziehung

Fehlende Selbstliebe kann eine Beziehung nämlich ganz schön auf die Probe stellen– und ja, ich weiß, wovon ich rede. Lautet mein Mantra derzeit doch "Ich bin nicht gut genug". Und das lass ich meinen Partner spüren, Tag für Tag. Seine Komplimente prallen an mir ab, seine Liebe kann ich kaum annehmen – wie auch, wenn ich mich selbst schon nicht lieben kann? Mittlerweile frage ich mich sogar, ob ich mir mit meinem Mangel an Selbstliebe nicht nur selbst im Weg stehe, sondern auch meiner Beziehung. Und ob die Sache mit der Selbstliebe vielleicht doch nicht so egoistisch ist, wie ich bisher angenommen habe.

Laura Malina Seiler im Interview über Selbstliebe in der Partnerschaft

Eine, die mir diese Frage mit Sicherheit beantworten kann ist Laura Malina Seiler. Sie ist Coach, Visionärin, Podcasterin, Autorin – und, wenn man das so sagen darf, auch irgendwie so etwas wie meine ganz persönliche Mentorin. In einem Interview hat Laura mir verraten, warum Selbstliebe in einer Partnerschaft so wichtig ist – und auch, wie ich lernen kann, die Liebe meines Partners endlich wieder annehmen zu können.

Warum ist Selbstliebe in der Partnerschaft so wichtig?

Für eine gesunde Beziehung, also eine Beziehung, die aus Fülle besteht und in der man sich auf Augenhöhe begegnet, ist Selbstliebe die wichtigste Ebene. Ohne Selbstliebe ist eine Beziehung immer im Mangel. Das Problem ist nämlich: Es ist egal, wie viel Liebe dir dein Partner gibt – es wird einfach nie genug Liebe sein. Weil du die Liebe IN DIR nicht hast. Du hast eine Erwartung an deinen Partner, die einfach nie erfüllt werden kann. Und das führt zwangsläufig zu Konflikten und Frustration – auf beiden Seiten.

© Farina Deutschmann
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Sollte ich die Sache mit der Selbstliebe wirklich nur mit mit SELBST ausmachen – oder kann mein Partner mir dabei helfen?

Natürlich kann dir dein Partner dabei helfen, dich selbst zu lieben. Dein Partner sollte dir immer den Raum geben, dich selbst zu heilen, dich selbst erkennen zu dürfen, wachsen zu dürfen. Dein Partner sollte sich aber niemals für dich verantwortlich fühlen. Wir alle sind für uns selbst verantwortlich.

Selbstliebe ist das am wenigsten egoistische, was es gibt. Es gibt kaum etwas, das altruistischer ist als sich selbst zu lieben. Weil du dann ein Gefäß der Liebe bist – auch für alle anderen. Alles beginnt mit Selbstliebe.

Kann ich mich selbst nicht lieben, fällt es mir oft auch schwer, die Liebe meines Partners anzunehmen. Wie kann ich lernen, seinen Worten wieder Glauben zu schenken?

Indem du mit deiner inneren Stimme arbeitest. Deine innere Stimme ist es schließlich, die das, was er sagt, bewertet, die denkt, „Das stimmt doch gar nicht, was er sagt – ich sehe doch heute total hässlich aus!“. Du bist ja schon in deinem Film, in deiner Realität. Du hast dich schon längst entschieden, was du heute über dich glauben möchtest. Wenn dann jemand von außen kommt und genau das Gegenteil behauptet, prallt das natürlich an dir ab. Arbeite also an deiner eigenen inneren Bewertung über dich selbst, verbinde dich mit deinem Körper und schenke ihm Dankbarkeit. Finde vor allem heraus, woher diese negativen Glaubenssätze kommen. Was hat dazu geführt, dass du überhaupt so über dich denkst?

Und ganz wichtig: Es ist verletzend, wenn sich dein Partner dir gegenüber öffnet und eine Herzverbindung zu dir aufbaut – die du dann quasi über die Kopfverbindung kaputt machst. Versuche immer mit dem Herzen zu fühlen, was er sagt. Sag „Danke, es kommt in meinem Herzen an, auch wenn mein Kopf gerade eine Milliarde Gründe dagegen hat“.

Was ist nicht die Aufgabe einer Beziehung, nicht die Aufgabe meines Partners?

Die Aufgabe beider Partner ist es, selbstverantwortlich für die eigenen Gefühle und Entscheidungen zu sein. Natürlich ist es auch wichtig, für einander da zu sein. Aber das sollte nie über die eigenen Energieressourcen hinausgehen.

Was sind deine drei Tipps für mehr Selbstliebe in der Partnerschaft?

  • Komm in deine Selbstwirksamkeit. Erlaube dir, dich als vollständig in der Beziehung wahrzunehmen, mach dich nicht abhängig. Wer bist du, wer willst du sein, was zeichnet dich aus? Diese Fragen solltest du dir immer wieder stellen.
  • Beschäftige dich mit dir selbst, entwickle dich weiter. Mach deine spirituellen Hausaufgaben, räume in alten Beziehungen sowie in der Vergangenheit auf, mach Vergebungsarbeit und erlaube dir zu heilen. Lauf nicht vor die selber weg!
  • Erkenne dich selbst an. Anstatt immer nur zu sehen, was fehlt, sprich liebevoll mit dir  – beginne, einen wertschätzenden Dialog und diese liebevolle Stimme in dir zu stärken.

Selbstliebe? Alles andere als egoistisch

Laura Malina Seiler hat mir bestätigt, was ich bereits vermutet habe – nämlich, dass Selbstliebe alles andere als egoistisch ist. Dass es so viele Gründe gibt, endlich mit mir selbst ins Reine zu kommen. Nicht nur mir zu liebe, sondern vor allem der Liebe wegen. Und dass mir mein Partner zwar dabei helfen kann, mich selbst zu lieben, die Verantwortung dafür jedoch ganz allein bei mir liegt. Ich werde mir Lauras Tipps auf jeden Fall zu Herzen nehmen, an meiner inneren Stimme arbeiten und diese stärken. Denn alles beginnt mit Selbstliebe – und ich glaube, an diesen Gedanken kann ich mich gewöhnen.

Entschuldigung, wo geht's denn hier zur inneren Mitte? Um endlich bei mir anzukommen, nehme ich wirklich so manch einen Umweg in Kauf. Umso besser also, dass...
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