Sauerkraut selber machen: So gelingt es

Sauerkraut selber machen: So klappt es

Sauerkraut ist eines der bekanntesten deutschen Gerichte. Doch wie macht man es eigentlich selbst? Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Sauerkraut kaufen die meisten von uns einfach im Supermarkt, ohne darüber nachzudenken, dass man es auch ganz einfach selbst herstellen kann. Ob als Beilage, in Suppen, in der Pfanne oder als leckerer und gesunder Snack, Sauerkraut passt zu vielen Speisen. Mit knapp 20 Kalorien pro 100 g ist das Kraut auch noch ein echter Schlankmacher. Darüber hinaus enthält Sauerkraut Vitamin C, Beta Carotin, Folsäure und jede Menge andere gesunde Inhaltsstoffe. Zudem befinden sich darin jede Menge Milchsäurebakterien, die gut für die Darmflora sind.

Grundrezept für Sauerkraut

Wussten Sie, dass Sie für die Herstellung von Sauerkraut lediglich zwei Zutaten benötigen? Das sind Weißkohl und Salz. Optional kommen dann noch Kräuter und Gewürze wie Lorbeer oder Kümmel hinzu. Wir stellen Ihnen zwei Methoden vor, wie man Sauerkraut einfach selber machen kann. Wie die Zubereitung im Gärtopf funktioniert, lesen Sie hier.

Sauerkraut im Gärtopf zubereiten

Sauerkraut lässt sich hervorragend in einem Gärtopf aus Stein herstellen. Wie das geht, lesen Sie in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Hierfür benötigen Sie:

  • 1 kg Weißkohl 
  • Meersalz
  • Bei Bedarf Gewürze wie Lorbeer und Kümmel 
  1. Entfernen Sie zunächst die äußeren Blätter des Kohls sowie den Strunk und schneiden ihn in schmale Streifen. Mithilfe eines Krauthobels lässt sich der Kohl besonders gut in feine Streifen schneiden. Bewahren Sie ein paar ganze Kohlblätter auf, Sie werden diese am Schluss brauchen.
  2. Spülen Sie den Gärtopf vorher gründlich mit heißem Wasser aus, er sollte immer sauber sein und lassen Sie ihn gut trocknen.
  3. Nun kommt der Weißkohl in den Gärtopf. Fügen Sie ca. 10 Gramm Salz hinzu sowie den Kümmel.
  4. Alles per Hand oder mit einem Stampfer gut durchkneten, bis Gemüsesaft austritt. Die Flüssigkeit sollte das Kraut um ein paar Zentimeter überdecken.
  5. Nun ein paar große Kohlblätter als abschließende Schicht auf alles legen, das Kraut mit einem speziellen Stein beschweren und den Deckel auf den Topf setzen.
  6. Damit sich keine Keime ansiedeln, kochen Sie ca. 40 g Salz in 200 ml Wasser auf, abkühlen lassen und die Mischung in die Wasserrinne des Gärtopfes füllen. 
  7. Lagern Sie den Gärtopf einen dunklen und kühlen Ort zwischen drei bis sechs Wochen. Diese Zeit benötigt der Kohl zum Gären.

Kennen Sie schon dieses Rezept für Schmorkohl?

Sauerkraut selber machen: So klappt die Zubereitung im Glas

Für die Herstellung im Glas benötigen Sie:

  • 1 kg Weißkohl 
  • 10 g Meersalz
  • Einmachgläser

So klappt es Schritt-für-Schritt:

  1. Die Einmachgläser sollten steril sein. Also mit heißem Wasser auswaschen, damit sich keine Bakterien bilden. Den Kohl wie oben beschrieben in schmale Streifen schneiden.
  2. Füllen Sie die Kohl-Streifen in eine große Schüssel und fügen Salz und optional Gewürze hinzu.
  3. Alles für 5 bis 6 Minuten gut durchkneten, bis Gemüsesaft austritt. 
  4. Kraut ca. 2/3 hoch in die Gläser füllen, gut andrücken und mit dem ausgetretenen Gemüsesaft bedecken. Der Kohl sollte komplett von der Lake bedeckt sein, dazu das Kraut mit einem Kohlblatt beschweren. Zudem dürfen im Glas keine Luftblasen existieren.
  5. Verschließen Sie die Gläser fest und stellen Sie diese für 5 bis 7 Tage bei Raumtemperatur in die Küche, damit die Fermentation einsetzen kann
  6. Nach dieser Zeit sollten Sie das Kraut im Kühlschrank lagern, damit es nicht zu sauer wird
  7. Nach ca. 2 bis 3 Wochen Fermentationszeit ist das selbst gemachte Sauerkraut fertig! Probieren Sie einfach, ob es Ihnen schmeckt. Sie können es nun zu allerhand Gerichten verarbeiten.

Sauerkraut würzen: So schmeckt es am besten

Sauerkraut schmeckt nicht nur pur, bestimmte Gewürze und Kräuter verleihen dem Gericht erst seinen letzten Schliff. Sehr gut dazu passen Pfeffer, Kümmel oder Lorbeer. Wer es scharf mag, verfeinert das Kraut mit Chili oder Ingwer. Fruchtig-süß wird's mit Apfelmus oder Apfel. 

Woran merke ich, dass Sauerkraut schlecht geworden ist?

Riecht das Kraut säuerlich? Dann könnte es sein, dass es nicht mehr gut ist. Außerdem sollten Sie das Kraut unbedingt entsorgen, wenn sich Schimmel gebildet hat.

Darf man Sauerkraut wieder aufwärmen?

Sauerkraut kann noch einmal erhitzt werden. Hierzu nehmen Sie am besten einen Topf. Erwärmen Sie die Speise bei niedriger Hitze. Auch das Aufwärmen in der Mikrowelle ist möglich.

Im Video: So machen Sie Sauerkraut-Strudel

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