6. Juni 2014
Tipps gegen Krampfadern

Hilfe bei Krampfadern

Für viele, die Krampfadern am Bein entdecken, ist Schluss mit kurzen Röcken oder knielangen Kleidern. Wir verraten Ihnen, was wirklich hilft.

Krampfadern
© Jacob Wackerhausen
Hilfe bei Krampfadern

Hilfe bei Krampfadern

Am liebsten würde man die unschönen blauen Adern verstecken. Doch das Problem ist nicht nur ein ästhetisches: Mit der Zeit können sich die Adern entzünden und zu einer echten Belastung werden.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern - was wirklich hilft
© Uwe Grötzner - Fotolia
Krampfadern - was wirklich hilft: Eine Übersicht der gängigen Therapieangebote finden Sie hier>>
Die lästigen Anhängsel sind dauerhaft erweiterte und unregelmäßig geschlängelte Venen, die vor allem im Bein- und Beckenbereich auftauchen. Etwa die Hälfte aller Mitteleuropäer leiden darunter. Am schlimmsten trifft es Frauen zwischen 25 und 74 Jahren. Alles beginnt meistens mit kleinen Besenreißern, der Minimalvariante der Krampfadern.

Wieso gerade ich?

Sie sind täglich auf den Beinen, sitzen viel am Schreibtisch und haben möglicherweise in der jüngeren Vergangenheit an Gewicht zugelegt? Dann gehören Sie zu den Risikokandidaten für chronische Venenleiden, die mittlerweile zur Volkskrankheit geworden sind. Jeder sechste Mann und jede fünfte Frau leidet unter Schmerzen und ästhetischen Problemen.

Wenn die Pumpe nicht mehr funktioniert

Die Venen transportieren ein Leben lang Blut zum Herzen. Hinter jeder Portion Blut schließen sich die Venenklappen, damit es nicht zurückfließt. Die Beine unterstützen dabei die Arbeit der Venen. Diese Muskelpumpe kann aber schnell schlapp machen, sobald wir zu viel stehen, zu viel sitzen oder uns grundsätzlich zu wenig bewegen. Eine Ursache für das Versagen der Pumpe kann auch eine angeborene Bindegewebsschwäche sein. Auch Hormonveränderungen, Übergewicht und Schwangerschaften lösen Krampfadern aus. Geburten verursachen großen Druck auf den Bauchraum, der sich bis in die Beine zieht. Dort staut sich das Blut und beschädigt die Klappen in den Venen. Die Venen überdehnen sich und der rote Strom sucht sich seinen Weg nach oben. Schon sind sie da: die Krampfadern.

Das sind die Symptome

Das Krampfaderleiden beginnt häufig bereits in der Jugend. Mit der Zeit werden bläuliche Venen, die Besenreiser, unter der Haut sichtbar. Allmählich werden sie zu auffälligen Krampfadern, die Beschwerden nehmen zu. Die Betroffenen leiden vermehrt unter einem Spannungsgefühl in den Beinen nach langem Stehen oder Sitzen. Abends, bei warmen Temperaturen oder vor der Menstruation können sich diese Schmerzen verschlimmern. Achtung: Wadenkrämpfe sind kein typisches Anzeichen für Krampfaderleiden. In Härtefällen kann es zu Schwellungen und starkem Juckreiz kommen.

Behandlungsmethoden bei Krampfadern

  • Für eine gute Durchblutung sorgen Ingwer, Chili und Pfeffer Viel Fisch essen. Die Omega-3-Fettsäuren halten die Venen elastisch.
  • Trinken Sie jede Stunde mindestens ein Glas Wasser. Damit wird ein Verdicken des Blutes verhindert.
  • Gehen Sie so oft es geht spazieren.
  • Achten Sie beim Duschen darauf, dass Sie Ihre Beine von unten nach oben mit kaltem Wasser abduschen.
  • Das regt die Durchblutung an.
  • Vorbeugen können Sie auch, wenn Sie zur Abwechslung flache Schuhe tragen.
  • Legen Sie die Beine so oft es geht hoch.
  • Auch beim Schlafen sollten sie Beine immer etwas höher als der Kopf platziert sein.
  • Tipp: Wenn Sie lange sitzen ( im Flugzeug) sollten Sie darauf achten, dass Sie Kompressionsstrümpfe tragen.

Die Therapie gegen Krampfadern

Die Behandlung von Krampfadern hängt davon ab, in welchem Stadium man sich befindet und ob es weitere Begleiterkrankungen gibt. Beliebt hierbei sind Beinmassagen – entweder von Hand oder mit Überdruckmanschetten. Auch Kneippanwendungen wie kalte Unterschenkelgüsse oder Wassertreten tun den Venen gut. Zehnminütige Venenübugen täglich und ab und zu mal ein Spaziergang fördern die Durchblutung.

Medikamentöse Behandlung

Venenmittel werden höchstens als Begleittherapie und für einen begrenzten Zeitraum empfohlen. Es gibt sie in Form von Sprays, Salben und Kapseln zum Einnehmen. Zu den eingesetzten Substanzen gehören beispielsweise Rosskastanienextrakte, Extrakte aus Heilpflanzen und der Wirkstoff der Arnika.

Verödende Maßnahmen

Wenn Sie sich gemeinsam mit ihrem Arzt für ein Verödungsmittel entscheiden, wird eine künstliche Venenentzündung erzeugt, sodass die Venenwände von innen miteinander verkleben. Mit der Zeit vernarben sie. Im Anschluss daran folgt eine Kompressionstherapie für wenige Tage. Da die Veranlagung zu Krampfadern bestehen bleibt, muss das Verfahren in der Regel nach 2 Jahren wiederholt werden.

Für einen perfekten Auftritt

Auf lästige Behandlungen mit Medikamenten oder Salben haben Sie keine Lust? Dann können Sie Ihre Krampfadern auch einfach wegschminken. Mit der richtigen Abdeckung können Sie problemlos Ihre Beine zeigen. Camouflage Make-up gibt es in ausgewählten Kosmetikstudios. Dort erhalten Sie eine ausführliche Beratung über den passend Ton und die richtige Anwednung. Auch in Apotheken gibt es Make-up speziell für Narben und unschöne Stellen am Körper.
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