Abnehmen und dabei auch noch den Darm und die Psyche stärken? Mit der sogenannten "GAPS"-Diät soll genau das möglich sein. Was dahintersteckt, verraten wir Ihnen hier.
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Das Hauptziel vieler Diäten besteht hauptsächlich darin, möglichst viel Gewicht zu verlieren. Völlig überholt! Die "GAPS"-Diät kann noch viel mehr: Sie bringt uns nicht nur dem Traumgewicht näher, sondern soll auch die Darmflora in Einklang bringen und die Psyche stärken.
"GAPS"-Diät: Das steckt dahinter
Während dem Darm bis vor wenigen Jahren kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde weiß man mittlerweile, dass das Organ für mehr zuständig ist als die bloße Verdauung. Eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora kann sich beispielsweise auf unser Gewicht, das Immunsystem und das Hautbild auswirken. Und sogar unsere mentale Gesundheit kann unter einer gestörten Darmflora leiden. Und genau hier kommt die "GAPS"-Diät ins Spiel. Die vier Buchstaben stehen dabei für "Darm- und Psychologie-Syndrom“. Erfunden wurde die Diät von der amerikanischen Ärztin Natasha Campbell-McBride, die in einer jahrelangen Studie den direkten Zusammenhang zwischen psychischen Störungen, unserer Ernährung und dem Verdauungssystem herausgefunden haben will.
Ziel der Diät ist es also, die Heilung und den Wiederaufbau des geschädigten Darms zu fördern und damit auch die mentale Gesundheit zu verbessern. Schöner Nebeneffekt: So ganz nebenbei verliert man auch noch Gewicht dabei. Doch das Konzept braucht seine Zeit. Die Regeln werden nicht nur über wenige Wochen eingehalten, sondern bis zu zwei Jahre. Für Ungeduldige ist die Diät also definitiv nichts. Doch das Durchhalten lohnt sich! Am Ende werden Sie mit einem gesteigerten Wohlbefinden und Gewichtsverlust belohnt.
"GAPS"- Diät: Diese Lebensmittel sind erlaubt
Frisches Obst und Gemüse
Probiotische Lebensmittel wie Sauerkraut, Kombucha, Kimchi, Kefir, Miso-Suppe und Parmesan... Diese Lebensmittel unterstützen die guten Bakterien im Darm!
Nüsse und Samen (ungesalzen, nicht geröstet)
Eier
Hochwertiges Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte
Kaltgepresstes Olivenöl, Ghee, Butter und Kokosfett
"GAPS"-Diät: Diese Lebensmittel sind nicht erlaubt
Süßstoffe
Süßigkeiten
Fertigprodukte - generell alles, was industriell hergestellt wurde
Sämtliche Getreidesorten - alles was aus Mehl hergestellt wird
Stärkehaltige Gemüsesorten wie z.B Kartoffeln und Bohnen
Fruchtsäfte (Kaltgepresste Varianten sind erlaubt)
Soft Drinks
Alkohol (Ab und an ein Glas Wein ist in kein Problem)
Kaffee
Ganz schön viele Verbote. Im Hinblick auf eine gute Darmgesundheit aber unerlässlich. Denn gerade diese Lebensmittel bringen die Darmflora aus dem Gleichgewicht, da sie wenige Nährstoffe enthalten und durch die industrielle Verarbeitung oft nicht gut verträglich sind. Gute Nachricht: Wer mindestens zwei Jahre konstant auf Zucker und Kohlenhydrate verzichtet, nimmt ganz automatisch ab. Denn überflüssige Kalorien werden einfach eingespart.
"GAPS"-Diät: Wie funktioniert sie?
Bevor es richtig losgehen kann, empfiehlt Natasha Campbell-McBride eine Eingewöhnungsphase. Auf diese Weise soll der geschädigte Darm gereinigt und auf die eigentliche Diät vorbereitet werden. Am Anfang stehen also vor allem Fisch- und Fleischbrühe, Ingwer-, Kamillen- und Minztee sowie pflanzlichen oder tierische Probiotika wie Kombucha oder Kefir auf dem Speiseplan. Wie lange die Eingewöhnungsphase dauert, ist nicht festgelegt. Gerade am Anfang der Umstellung kann der Körper mit Durchfall reagieren. Generell gilt: Nehmen Sie sich Zeit! Vertragen Sie die Lebensmittel und hat sich ihr Stuhl normalisiert, können Sie zur 2. Phase - der eigentlichen Diät - übergehen. Tipp: Meiden Sie gerade am Anfang der Diät Hülsenfrüchte. Die kann der sensible Darm jetzt nur schwer verdauen.