Abnehmen Braunes Körperfett

Wussten Sie, dass es im Körper braunes und weißes Fett gibt? Während weiße Fettzellen gespeichert werden und sich an Bauch und Oberschenkeln absetzen, verbraucht braunes Fett Energie und hilft beim Abnehmen. Wieso also nicht einfach das braune Fettgewebe aktivieren und so lästige Pfunde loswerden? Keine schlechte Idee.

Braunes Körperfett Braunes Körperfett © nesharm/iStock

Was macht braunes Fettgewebe aus?

Braunes Fettgewebe ist eine spezielle Form von Fettzellen, in denen besonders viele Mitochondrien aktiv sind. Man kann sie als kleine Kraftwerke beschreiben, die auch für die braune Färbung zuständig sind. Bei ihrer Arbeit in dem braunen Fettgewebe schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie wandeln Glucose, also Einfachzucker, und Fett in Körperwärme um, wobei Kalorien verbrannt werden. Im Gegensatz zum weißen Fettgewebe, das überall unter der Haut sitzt und für die ungeliebten Fettpölsterchen verantwortlich ist, sind braune Fettzellen im Körper sehr viel seltener. Über lange Zeit wurde angenommen, dass sie nur bei Neugeborenen vorkommen und bei Erwachsenen gar nicht mehr. Heute belegen Studien, dass braune Fettzellen auch bei erwachsenen Menschen vorhanden sind, vornehmlich zwischen den Schulterblättern, im Brustbereich, am Hals, am Schlüsselbein und entlang der Wirbelsäule.

Braunes Fett ist gesundes Fett

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Säuglinge haben eine proportional zum Körpervolumen größere Hautoberfläche. Dadurch geben Sie viel Wärme ab. Hier kommen die braunen Fettzellen ins Spiel: Sie dienen dem natürlichen Schutz vor dem Auskühlen. Bei Säuglingen liegt der Anteil an braunem Fett bei zwei bis fünf Prozent des Körpergewichtes. Bei Erwachsenen beträgt der Anteil des braunen Fettgewebes Medizinern zufolge nur noch zwischen 50 und 100 Gramm, bei Frauen meist etwas mehr als bei Männern. Außerdem sind die braunen Fettzellen meist bei schlanken Menschen zu finden. Bei Menschen mit Übergewicht kommen sie selten bis gar nicht vor. Entscheidend ist, dass braunes Fett Energie verbraucht und Kalorien verbrennt statt sie wie weißes Fettgewebe zu speichern. Die Aktivität der Fettzellen ist von den äußeren Einwirkungen wie der Termperatur, aber auch der Ernährungsweise abhängig.  

Frieren regt die Zellen an

Angeregt wird das braune Fettgewebe durch Kältereize. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich unbekleidet in den Schnee oder kaltes Wasser legen sollten. Es reicht vollkommen, die Heizung zu Hause nicht mehr so hoch zu drehen und keine Wohlfühltemperatur von über 20 Grad in der Wohnung zu erzeugen. Der Körper regelt seine Körpertemperatur  dann - unter anderem - mit den braunen Fettzellen: Wie eine eigene Körperheizung springen diese an und wärmen von innen. Das ist gesund und schützt vor Diabetes und Stoffwechselerkrankungen. Ganz nebenbei schonen Sie mit Ihrem neuen Heizverhalten sogar noch Ihren Geldbeutel und die Umwelt. Auch durch eine kalte Dusche können die Zellen aktiviert werden.

Einen Versuch ist es wert

Mit braunen Fettzellen können Sie spielend leicht bis zu zehn Kilogramm im Jahr abnehmen. Leider sind diese Fettzellen aber nicht bei jedem Menschen in ausreichendem Maße vorhanden. Solange die Forscher noch nicht genau wissen, wodurch die Zellen angeregt werden außer durch Kältereize, sind Sie mit dieser Methode zum Abnehmen noch nicht ganz auf der sicheren Seite. Aber einen Versuch ist es, ohne Sie zum Dauerfrieren animieren zu wollen, auf jeden Fall wert!

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