12. November 2020
Beauty: 3 Produkte, die eine Kosmetikerin nie kaufen würde

3 Produkte, die eine Kosmetikerin niemals kaufen würde

Mascara, Puder, mechanische Reinigungsmittel - wir alle lieben Kosmetik. Und die meisten von uns horten Unmengen davon in ihren Schränkchen zu Hause. Schließlich möchte man immer Up to Date sein und keine Schönheitsinnovation verpassen. Aber halten die Produkte das, was sie versprechen? Unsere Expertin sagt, welche drei Beauty-Produkte eine Kosmetikerin NIEMALS kaufen würde.

Warum kaufen wir überhaupt so viele Kosmetikprodukte?

Man hofft ja immer auf das EINE Kosmetikprodukt, welches uns besonders schön macht oder ewige Jugend schenkt. Dazu verlocken uns attraktive Hollywood-Stars und Influencer mit ihren Das-Produkt-ist-toll-Versprechen zu diversen Käufen, schließlich wollen wir auch so super aussehen oder so einen Lifestyle haben. Immer exotischere Texturen kommen dabei zum Einsatz: Welche Chance hat die gute, alte Kamille gegen immer ausgefallenere Inhaltsstoffe und eine exzellente Vermarktung? Es gibt also zahlreiche Gründe, warum unsere Regale zu Hause voll von Beauty-Produkten sind. Unsere Expertin Sarah White, Kosmetikerin, Beauty-Managerin und Unternehmerin, verrät, welche Produkte wir im getrost Laden stehen lassen können und was jeweilige Alternativen sind.

Drei Produkte, die eine Kosmetikerin niemals kaufen würde

1. Elektrische Gesichtsbürsten zur Hautreinigung

Dank mechanischer Rotation oder Vibration des Bürstenkopfs soll das Gesicht besonders porentief gereinigt werden. Die Reinigung ist durch den Bürstenkopf aber viel zu stark, entfernt notwendige Fette und stört den hauteigenen Schutzfilm. Trockene, gereizte Haut ist die Folge. Eine gute Reinigung ist sanft, entfernt nur Schmutz und überschüssigen Talg.

Alternative: Geräte für eine sanfte Reinigung arbeiten mit Ultraschall, Iontophorese oder haben Silikonnoppen.

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2. Bunte Tuchmasken getränkt in unnützen Wirkstoffen

Masken mit Glitzer, holographischen Effekten oder Tiergesichtern werden auf Instagram gehypt, sind aber alles andere als hautfreundlich. Wenn der Hersteller mehr Wert auf Design als auf Wirkstoffe legt, wird der Haut nicht geholfen. Im Gegenteil: unnötige Zusatzstoffe wirken hautreizend. Viele reagieren mit einem Brennen, Rötungen oder sogar Unverträglichkeiten. Vorgetränkte Tuchmasken werden außerdem oft sehr stark konserviert, damit sie nicht zur Brutstätte von Mikroorganismen werden.

Alternative: Gefriergetrocknete Masken kommen ganz ohne reizende Zusatzstoffe aus und lassen sich zuhause mit Wasser frisch verwenden.

3. Teebaumöl gegen Pickel

Das ätherische Öl ist ein beliebtes Hausmittel gegen Unreinheiten und soll Pickel und co. punktuell austrocknen und eine Abheilung beschleunigen. Duftstoffe allerdings, wozu auch ätherische Öle zählen, sind der häufigste Auslöser von Kontaktallergien und Unverträglichkeiten. Durch die Verwendung von purem Teebäumöl werden hochkonzentriert Duftstoffe auf die Haut aufgetragen! Duftstoffe führen in vielen Fällen zu einer Photosensibilisierung der Haut. Das bedeutet: einer gesteigerten Lichtempfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlung. Im schlimmsten Fall sind dauerhafte Pigmentstörungen an diesen Stellen die Folge.

Alternative: PHA-Säuren (Polyhydroxysäuren) helfen bei Unreinheiten, ohne die Haut lichtempfindlich zu machen.

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