Paartherapeutin verrät: Die 6 größten Beziehungsfehler

6 Beziehungsfehler, die fast jeder macht – laut Paartherapeutin

Warum sind eigentlich so viele Ehen und Beziehungen zum Scheitern verurteilt? Leonie Wilken, Paartherapeutin und Mitgründerin der digitalen Beziehungs-App Myndpaar, verrät, welche 6 Fehler fast jeder in seiner Beziehung macht und die Partnerschaft damit unweigerlich aufs Spiel setzt.

Die Fehler und Krisenherde in einer Ehe oder Partnerschaft auszumachen, ist kein einfaches Unterfangen. Einige Probleme sind offensichtlich, andere dagegen liegen oft sogar versteckt. Aber gibt es eigentlich Fehler, die besonders typisch sind? Ja! Als Paartherapeutin und Mitbegründerin der digitalen Beziehungs-App Myndpaar, ist Leonie Wilken bestens vertraut mit dem Thema Partnerschaft. Für uns hat sie die 6 typischsten Beziehungsfehler auf den Punkt gebracht.

6 Beziehungsfehler, die fast jeder macht – laut Paartherapeutin

1. Beziehungsfehler: Mangelnde Wertschätzung

Der grundlegendste Fehler in Paarbeziehungen? Klassisches Beispiel: Auf den Satz "Schatz, liebst du mich noch?" mit "Das weißt du doch!" zu antworten. "Spätestens an diesem Punkt wird eine Sprachlosigkeit deutlich, wo ein Gefühl von Liebe, Wertschätzung und Respekt kaum noch gelebt wird. Mangelnde Wertschätzung gilt in einer Partnerschaft oder Ehe als der Beziehungskiller überhaupt", so Paartherapeutin und Unternehmerin Leonie Wilken von Myndpaar.

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2. Beziehungsfehler: Sie sind egoistisch

"Ein weiterer Fehler besteht darin zu meinen, dass man selbst einen privilegierten Zugang zu einer objektiven Wirklichkeit hat", erklärt Leonie Wilken. Bedeutet: Sie selbst, Ihr Partner oder Ihre Partnerin denkt, dass er/sie weiß, wie die Welt wirklich aussieht. Seine oder ihre eigene Sichtweise ist daher die einzig richtige. Ein Trugschluss, der die Grundlage für eine Kränkung des Partners ist. Er/Sie hört aus dem Satz nämlich folgendes heraus: "So wie ich die Welt sehe, ist es anscheinend nicht richtig. Diese Grundkränkung vergiftet und beeinflusst eine Partnerschaft sehr", so Leonie Wilken.

3. Beziehungsfehler: Sie haben kein Vertrauen

"Auch wenn es manchmal schwerfällt: Vertrauen ist die Basis einer stabilen Partnerschaft. Das beinhaltet auch die Äußerung in körperlichen Gesten und körperlicher Zugewandtheit", erläutert Leonie Wilken. Vertrauen entsteht schließlich durch Offenheit und Ehrlichkeit und Achtung des Andersseins. "Wenn man sich um seiner selbst willen geliebt fühlt, können Unterschiede bleiben, sie können sogar bereichern. Wenn aber das Anderssein zur Kränkung des Eigenseins führt, dann kann im Extremfall damit die Grundlage für Gewalt gelegt werden."

4. Beziehungsfehler: Sie verrennen sich in Kleinigkeiten

Klar ist es nervig, wenn der Partner vergisst, den Schwamm nach dem Spülen auszudrücken oder die Pappe immer wieder in den Hausmüll schmeißt. Aber müssen wir deswegen wirklich immer einen Streit vom Zaun brechen? Nein. Denn: Wir sind nicht perfekt – jeder hat seine kleinen und großen Macken. Sie machen ja auch nicht immer alles richtig. Sollte Sie das Problem sehr nerven, versuchen Sie es doch mal mit Humor. So wirken Sie weniger oberlehrerhaft.

5. Beziehungsfehler: Sie hören nicht zu

Seinem Partner oder seiner Partnerin Aufmerksamkeit zu schenken, zeugt von Respekt. Gerade im digitalen Zeitalter fällt uns das aber oft besonders schwer. Die Folge? Der Partner fühl sich nicht gehört und vernachlässigt. Auf Dauer kann der Beziehungsfehler das Zusammensein enorm gefährden. Versuchen Sie daher, sich regelmäßig füreinander Zeit zu nehmen – beispielsweise beim Abendessen. Ohne Ablehnung (Fernseher), Smartphone oder anderweitige Störfaktoren.

6. Beziehungsfehler: Sie klammern zu sehr

In der Nähe seines Partners oder seiner Partnerin sein zu wollen, ist natürlich nicht verkehrt. Und gerade am Anfang einer neuen Liebe ist dieses Nähebedürfnis besonders ausgeprägt. Doch Vorsicht! Lassen Sie Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin unbedingt den nötigen Freiraum. Ab und an ein wenig Zeit für sich zu brauchen, ist völlig normal und gehört zu einer gut funktionierenden Beziehung dazu. Wer klammert, drängt den Partner in die Ecke und fördert das Konfliktpotenzial.

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