4. November 2021
Rosen richtig pflegen: So wird die Pflanze winterfest

Rosen richtig pflegen: So wird die Pflanze winterfest

Was wären der Garten oder der Balkon nur ohne Rosen. Ganz klar: nur halb so schön! Im Winter müssen wir auf ihren Anblick zwar verzichten, machen Sie beim Überwintern alles richtig, können Sie sich aber auch im kommenden Jahr wieder an Ihren Pflanzen erfreuen. Doch wie überwintern Rosen im Topf oder Beet am besten? Wir kennen die Tricks!

Der Sommer ist in den letzten Zügen, der Herbst steht bereits in den Startlöchern. Der perfekte Zeitpunkt, um den Garten oder Balkon auf die kühleren Monate vorzubereiten: Stühle, Tische und Co. wandern in den Keller oder ins Gartenhäuschen, die Futterspender werden mit Vogelfutter aufgefüllt und die Pflanzen werden langsam aber sicher auf die neue Saison vorbereitet. Hortensien kommen mit einer dicken Schicht Tannenreisig auch bestens draußen klar, Geranien bevorzugen zum Überwintern ein dunkles und kühles Plätzchen auf dem Dachboden oder im Keller. Und wie sieht es mit der Rose aus?

Wann müssen Rosen winterfest gemacht werden?

Damit die Triebe nicht erfrieren und die Pflanze auch im kommenden Jahr wieder prächtig blüht, sollten Rosen frühestens Ende Oktober, besser noch im November auf das Überwintern vorbereitet werden. Zum Überwintern der Rose stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wählen Sie die Option, die am einfachsten für Sie ist.

Rosen richtig pflegen: Der ideale Standort zum Überwintern

Rosen im Topf überwintern

Auch die beliebte Rose freut sich im Herbst und im Winter über ausreichend Schutz. Damit Rosen im Topf die kalte Jahreszeit auch bei Frost unbeschadet überstehen, müssen vor allem die Wurzeln gut geschützt werden. Nicht nur der Frost und die kalten Winde setzen den Rosen dabei besonders zu, auch die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung und knackig-kalten Minusgraden in der Nacht kann ganz schön gefährlich werden. Als erste Maßnahme können Sie eine Schicht lockere Blumenerde oder Laubkompost auf der Erdoberfläche Ihrer Topfrosen verteilen.

Auch interessant: Das müssen Sie beim Überwintern von Geranien beachten>>

Wichtig: Häufeln Sie das Substrat ein wenig an. Durch das Anhäufeln ist auch die Veredelungsstelle Ihrer Rose optimal geschützt. Möchten Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie zusätzlich auch noch eine Schicht Reisig dazugeben. Jetzt muss die Rose nur noch warm eingepackt werden. Sie können den Topf beispielsweise in Luftpolsterfolie hüllen. Ein Mantel aus Kokosmatte oder Jute isoliert den Topf zusätzlich und dient gleichzeitig als Windschutz. Achten Sie darauf, das Gewebe gut festzuschnüren, damit wirklich nichts verrutschen kann. Pflanzenhauben oder Säcke aus Jute eignen sich ebenfalls wunderbar dafür, die Pflanze winterfest zu machen. Vor allem Stammrosen und Kletterrosen machen Sie mit diesem Winterschutz eine große Freude.

Sie möchten ganz sicher gehen, dass Ihre Rosen im Topf die Winterzeit unbeschadet überstehen? Bevor Sie die Schutzhaube zuschnüren, können Sie noch ein wenig Tannenreisig in die Krone stecken. Jetzt müssen Sie die Rose samt Topf nur noch auf eine Styroporplatte oder ein dickes Holzbrett stellen. Als Standort empfiehlt sich eine vor Wind und Regen geschützte Hauswand.

Rosen im Beet überwintern

Rosen im Garten sollten ebenfalls auf die neue Saison vorbereitet werden. Bevor es ans Überwintern geht, müssen zuerst die alten Blütenstände und Blätter entfernen werden. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, sollten Sie auch das abgefallene Laub rund um die Rose entsorgen. Häufeln Sie rund um die Rose nun eine ca. 20 cm hohe Schicht Erde, Pferdemist, Lauberde oder Kompost an, sodass 3-4 Augen bedeckt sind. Ein Rückschnitt der Rose sollte erst im Frühjahr erfolgen. Die Rosenkrone können Sie mit Jute, Sackleinen, Frostschutzvlies oder einer Haube schützen. Diese können Sie vorsichtig über die Krone stülpen und unten zusammenbinden. Herausragende Triebe können zusätzlich mit Tannenzweigen oder Reisig abgedeckt werden. Die Zweige schützen die Rose beim Überwintern nicht nur vor kaltem Wind und Frost, sondern sogar vor dem Austrocknen.

Achtung: Verwenden Sie auf keinen Fall Plastiktüten oder Plastikfolien. Darunter bildet sich schnell Kondenswasser. Gefriert dieses, kann es großen Schaden anrichten.

Rosen im Haus überwintern

Fällt der Winter besonders kalt aus oder herrscht Dauerfrost, können selbst gut verpackte Rosen durchfrieren. Sollte dies der Fall sein, können Sie Topfrosen auch ins Haus holen. Damit das Überwintern im Haus jedoch gelingt, darf es nicht zu warm sein. Bei Temperaturen über 10 °C treiben die Rosen wieder aus. Ideale Bedingungen zum Überwintern Ihrer Rosen bietet etwa ein ungeheizter Kellerraum mit Temperaturen zwischen 0 und maximal 5 °C. Ist der Keller hell und lässt sich sogar lüften, können Rosen ohne Probleme im Haus überwintern.

Rosen in der Garage überwintern

Sollten Sie keinen Platz im Kellerraum haben, können Sie Ihre Rosen auch in der Garage oder in einem nicht beheizten Wintergarten überwintern. Damit Rosen optimal überwintern können, sind Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad Celsius ideal.

Rosen im Keller überwintern

Damit Rosen problemlos im Keller überwintern, sollte dieser kühl und dunkel sein. Ideal sind Temperaturen zwischen 0 und maximal 5 °C. Liegen die Temperaturen über 10 °C, treiben die Rosen aus. Zudem sollten Sie darauf achten, dass Ihre Topfrosen gut vor Zugluft geschützt sind. Dann kann den Pflanzen im Winter nichts passieren.

Kletterrosen überwintern: So klappt es schnell und einfach

Nicht immer handelt es sich bei den Rosen im Garten oder auf dem Balkon um ein handliches Exemplar im Topf. Gerade Kletterrosen können über die Jahre eine stattliche Größe annehmen. Auch diese Rosenart benötigt im Winter ein wenig Schutz. Aber keine Sorge. Es geht einfacher, als Sie denken. Häufeln Sie zuerst eine dicke Schicht Erde am Rosenfuß an, danach können Sie zusätzlich noch Tannenreisig darauf verteilen.

Tipp: Haben Sie ein Rankgitter aus Metall, sollten Sie auch dieses gut verpacken. Im Gegensatz zu Kunststoff oder Holz wird Metall deutlich kälter. Sind die Rosen nicht ausreichend geschützt, kann das kalte Metall zu Erfrierungen führen.

Rosen zurückschneiden: Das ist der richtige Zeitpunkt

Natürlich muss die Pflanze vor dem Saisonwechsel ein wenig vorbereitet werden. Mit dem Schnitt sollten Sie bei Ihren Rosen dann beginnen, wenn die Pflanze verblüht ist und die letzten Blätter, Knospen und Blüten erfroren sind. Je nach Witterung ist dies meist im Oktober der Fall. Achtung: Schneiden Sie die Rosen unbedingt vor den ersten Nachtfrösten! Die Wunden können sonst nicht mehr richtig schließen, der Frost kann so ungehindert bis in das Mark der Pflanze eindringen.

Das Zurückschneiden der Rosen sollte etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe verlaufen, und zwar leicht schräg ansteigend. Edel- und Beetrosen dürfen auf 15 - 20 Zentimeter heruntergeschnitten werden. Müssen die Rosenstöcke mal wieder richtig in Form gebracht werden, warten Sie damit lieber bis zum Frühjahr. Um Ihre Rosen zum Wachstum und zu neuen Blüten zu animieren, schneiden Sie schwache Triebe ganz ab, starke Triebe dagegen nur schwach. Die Rose wird Sie mit einer üppigen Blüte belohnen.

Winterharte Rosen: Diese Exemplare sind besonders robust

Rosen gelten in der Regel zwar als winterhart, damit sie auch im kommenden Jahr wieder in voller Blüte stehen, sollte die Pflanze aber trotzdem geschützt werden. Doch es gibt auch besonders robuste Exemplare, die selbst strengsten Frösten trotzen. Dazu zählen beispielsweise folgende winterharte Rosensorten:

  • Damaszener-Rose "Madame Hardy"
  • Strauchrose "Felicité Parmentier"
  • Bibernellrose/Dünenrose (Rosa pimpinellifolia)
  • Hechtrose
  • Hundsrose

Die winterharten Rosensorten benötigen in der Regel keinen Schutz im Winter und sind daher besonders pflegeleicht.

Der beste Winterschutz für Rosen

Video: Das ist vor dem Winter noch im Garten zu tun

Ist Ihr Garten schon fit für den Winter? Falls nicht: Auf gehts! Damit Ihr grünes Paradies den Saisonwechsel auch wirklich unbeschadet übersteht, sollten Sie...
Weiterlesen

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel enthält unter anderem Produkt-Empfehlungen. Bei der Auswahl der Produkte sind wir frei von der Einflussnahme Dritter. Für eine Vermittlung über unsere Affiliate-Links erhalten wir bei getätigtem Kauf oder Vermittlung eine Provision vom betreffenden Dienstleister/Online-Shop, mit deren Hilfe wir weiterhin unabhängigen Journalismus anbieten können.

Lade weitere Inhalte ...