Eichenprozessionsspinner im Garten: Diese Gefahr droht Ihnen jetzt

Eichenprozessionsspinner im Garten: Diese Gefahr droht Ihnen jetzt

Der Eichenprozessionsspinner stellt eine Gefahr für den Menschen dar. Was also tun, wenn die Raupe Bäume im eigenen Garten befällt?

Bereits in den letzten Jahren mussten immer wieder öffentliche Parks gesperrt werden, weil diese stark vom Eichenprozessionsspinner befallen waren. Doch was tun, wenn die Bäume im eigenen Garten vom Schädling betroffen sind?

Eichenprozessionsspinner: Die wichtigsten Infos

Beim Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) handelt es sich um einen Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner. Mittlerweile hat er sich in ganz Deutschland verbreitet und besiedelt hier vor allem, wie es der Name bereits verrät, die Eichen. Kommt es zu einem Massenauftreten, kann der Eichenprozessionsspinner neben Eichen aber auch weitere Gehölze befallen.

Der männliche Falter besitzt eine Flügelspannweite von ca. 3 cm, die der Weibchen ist noch etwas größer. Während die Flügel der Männchen eine asch- bis braungraue Farbe und zwei sichtbare Streifen besitzen, sind die Flügel der Weibchen eher dunkelgrau bis braungrau gefärbt. Eichenprozessionsspinner sind außerdem sehr behaart.

Darum ist der Eichenprozessionsspinner so gefährlich

Tatsächlich sind es jedoch nicht die langen, gut sichtbaren Härchen, die für uns Menschen gefährlich sind, sondern eher die unsichtbaren. Diese enthalten Thaumetopoein – ein gefährliches Eiweißgift, das das Immunsystem angreift und beim Menschen die sogenannte Raupendermatitis auslösen kann. Schon eine kleine Berührung reicht.

Besonders gefährlich: Die giftigen Härchen haben kleine Widerhaken, mit denen sie sich leicht in die Haut oder Schleimhaut bohren. Es entstehen starke Rötungen, Quaddeln und Pusteln. Das Einatmen der Härchen kann überdies zu Husten, Asthma und Bronchitis führen.

Eichenprozessionsspinner im Garten

Befällt der Eichenprozessionsspinner Ihren Garten, ist schnelles Handeln erforderlich. Entfernen Sie die Raupen nicht selbst, da Sie hierfür besondere Schutzkleidung benötigen und die Raupen sicher entsorgt werden müssen. Informieren Sie stattdessen das zuständige Ordnungsamt über den Befall. Entweder, das Amt wird selbst aktiv oder es hilft Ihnen dabei, einen Spezialisten zur Bekämpfung zu beauftragen. Befallene Bäume sollten in jeden Fall großflächig abgesperrt werden, den Kontakt gilt es natürlich zu meiden.

Wichtig: Berühren Sie die Raupen und Gespinste nicht. Sollte es zu einem Kontakt gekommen sein, Haare und Körper unbedingt gründlich abduschen und die Kleidung bei 60 ° C waschen.

Eichenprozessionsspinner: Auch für Hunde eine Gefahr

Nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Hunde stellt der Eichenprozessionsspinner eine Gefahr dar. Oftmals reicht schon ein kurzer, direkter Kontakt durch Schnuppern aus, um beim Hund Symptome wie Juckreiz, Rötungen, Fieber, Erbrechen oder auch Lethargie auszulösen. Suchen Sie in einem solchen Fall unbedingt den Tierarzt auf.

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