Darum sollten Sie die Heizung im Winter nie voll aufdrehen

Darum sollten Sie die Heizung im Winter nie voll aufdrehen

Um es im Winter schnell schön warm zu haben, wird die Heizung oft voll aufgedreht. Ein fataler Fehler, den Sie in Zukunft unbedingt vermeiden sollten. Denn die Stufe 5 ist gar nicht so gut, wie wir immer gedacht haben. Und zwar aus einem ganz bestimmten Grund.

Sie gehören auch zu den Menschen, die ihre Heizung im Winter gerne mal bis zum Anschlag aufdrehen – also auf Stufe 5? Nun, irgendwie klingt es ja auch ganz schön einleuchtend: Möchte ich es schnell richtig schön warm haben, drehe ich die Heizung einfach weiter auf. Oder etwa nicht?

Darum sollten Sie die Heizung im Winter nie voll aufdrehen

Tatsächlich verhält es sich ganz anders. Denn die Stufen auf dem Thermostat stehen nicht etwa für die Heizintensität oder Geschwindigkeit, wie wir immer angenommen haben. Mit den Stufen 1 - 5 lässt sich lediglich die gewünschte Temperatur einstellen, die der Raum am Ende haben soll. Stellen Sie das Thermostat auf Stufe 5, beträgt die Raumtemperatur am Ende karibische 28 Grad.

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Drehen Sie Ihre Heizung im Winter also voll auf, wird der Raum nicht etwa schneller warm, sondern viel mehr zu warm. Gerade im Hinblick auf die explodierenden Heizkosten kann es beim Blick auf die Heizkostenabrechnung also ungewollt zur bösen Überraschung. 

Heizung voll aufdrehen: Fazit

Natürlich wollen wir nicht, dass Sie im Winter frierend in Ihrer Wohnung sitzen. Um abzuwägen, ob eine voll aufgedrehte Heizung wirklich die beste Entscheidung ist, haben wir hier noch einmal alle Vor- und Nachteile für Sie zusammengefasst:

Vorteile

  • Die Wohnung wird wirklich kuschelig warm.
  • Sie frieren nicht.

Nachteile

  • Die Kosten auf Ihrer Abrechnung nehmen rapide zu. 
  • Die Wohnung wird nicht schneller warm.
  • Die Luft ist zu trocken.
  • Zu warme Luft kann in kälteren Räumen zu Schimmel führen.
  • Sie verschwenden unnötig Energie.

Diese Bedeutung haben die einzelnen Temperatur-Stufen der Heizung

Dass die Ziffern auf dem Thermostat nicht dazu da sind, den Raum schnell aufzuwärmen, wissen Sie nun. Aber wofür stehen die einzelnen Stufen eigentlich genau? Und wie warm wird der Raum?

Stufe 1: Wird das Thermostat der Heizung auf 1 gestellt, entspricht dies einer Raumtemperatur von 12 Grad.

Stufe 2: Haben Sie Ihre Heizung auf Stufe 2 eingestellt, beträgt die Raumtemperatur 16 Grad.

Stufe 3: Steht die Heizung auf Stufe 3, wird der Raum auf etwa angenehme 20 Grad temperiert.

Stufe 4: Drehen Sie die Heizung auf Stufe 4, entspricht dies etwa 24 Grad.

Stufe 5: Wird die Heizung voll, also auf Stufe 5 aufgedreht, kommen Sie auf eine Raumtemperatur von etwa 28 Grad.

Heizung richtig einstellen: Diese Stufe ist optimal

Sie fragen sich, welche Temperatur-Stufe auf dem Thermostat Sie wählen sollten, um warm und kostengünstig durch den Winter zu kommen? Tatsächlich ist es meistens völlig ausreichend, die Heizung auf Stufe 3 zu stellen. Je nachdem, wie gut Ihre Wände gedämmt sind und ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt, kann die Stufe natürlich ein wenig variieren und muss ggf. angepasst werden.

Richtig heizen im Winter: Mit diesen 5 Tipps sparen Sie eine Menge Heizkosten

Sie fragen sich, wie Sie im Winter richtig heizen und dabei auch noch Heizkosten sparen? Das ist tatsächlich gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Wenn Sie diese 5 Tipps befolgen, kommen Sie garantiert gut durch die kalte Jahreszeit:

Tipp 1: Rollläden und Jalousien am Abend herunterlassen. So geht wertvolle Wärme über Nacht nicht verloren.

Tipp 2: Lieber Stoßlüften, statt Dauerkippen. So wird die verbrauchte Luft inklusive Feuchtigkeit schnell ausgetauscht und es geht nicht zu viel Wärme verloren.

Tipp 3: Hinter der Heizung dämmen. Mit speziellen Dämmmatten können Sie den Wärmeverlust über die Außenwand deutlich reduzieren und Heizkosten sparen.

Tipp 4: Fensterrahmen und/oder Türen abdichten. Zugluft vertreibt oft unbemerkt die Wärme aus den Wohnräumen. Wirken Sie dem mit speziellen Schaumstoff- oder Gummidichtungsbändern entgegen.

Tipp 5: Heizkörper nicht zustellen. Befinden sich Möbel oder Gardinen vor den Heizkörpern, kann die Wärme den Raum nicht richtig aufheizen. Die Folge? Das Thermometer wird unnötigerweise noch höher gestellt.

Heizung richtig einstellen: So warm sollten Ihre Wohnräume im Winter sein

Noch immer hält sich die Behauptung hartnäckig, dass alle Räume gleich warm sein müssen. Dem ist jedoch nicht so. Als Richtwerte für die einzelnen Räume gelten folgende Temperaturen, an denen Sie sich orientieren können:

  • Wohnraum: 20 bis 22 Grad
  • Küche: 18 bis 20 Grad
  • Bad: 23 Grad
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad. Die Temperatur gilt als optimal für einen erholsamen Schlaf.

Sollte Ihnen trotzdem noch kalt sein, kann Bewegung helfen. Das bringt den Kreislauf wieder in Schwung. Oft merken wir nämlich gar nicht, wie warm es in unseren Wohnräumen wirklich ist. Die Folge? Wir unterschätzen die Temperatur und treiben die Heizkostenabrechnung damit nur unnötig in die Höhe.

Tipp: Um nicht ständig damit beschäftigt zu sein, die Heizung ein und auszuschalten, empfiehlt sich beispielsweise das Heizkörperthermostat von Tado°. So können Sie die Raumtemperatur ganz bequem über das Smartphone steuern und verwalten.

Darum dürfen Sie die Heizung im Winter nie ganz ausschalten

Im Winter ist es aber nicht nur sinnvoll, die Heizung nicht ganz aufzudrehen, auch das Gegenteil ist der Fall: Vermeiden Sie unbedingt, die Heizung ganz abzuschalten. Auch dann, wenn Sie nur ein paar Tage oder sogar für ein paar Wochen verreist sind. Der Grund? Ist nicht ganz ungefährlich. Droht Frost, können die Heizungsrohre Schaden nehmen und im schlimmsten Fall platzen. 

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