8. September 2021
Bundestagswahl 2021: So viel Feminismus steckt in den einzelnen Parteiprogrammen

Bundestagswahl 2021: So viel Feminismus steckt in den einzelnen Parteiprogrammen

Am 26. September ist es so weit – die Bundestagswahlen stehen an und wir entscheiden, wie es weitergehen soll. Was die einzelnen Parteien in Zukunft speziell für uns Frauen tun möchten, haben wir hier für Sie zusammengefasst. So viel Feminismus steckt in den einzelnen Parteiprogrammen!

16 Jahre lang hat Angela Merkel als Bundeskanzlerin bewiesen, das Frauen wirklich alles schaffen können. Ob mit Annalena Baerbock ab September wieder eine Frau an der Spitze Deutschlands sitzen wird? Es bleibt spannend! Am 26 September haben wir auf jeden Fall die Wahl – und das auch in Sachen Frauenrechten. Wie viel Feminismus in den Programmen der  Parteien steckt, die einen Kanzlerkandidaten stellen, haben wir hier einmal für Sie zusammengefasst.

Bundestagswahl 2021: So viel Feminismus steckt in den einzelnen Parteiprogrammen

1. SPD

Bis 2030 möchte die SPD die Gleichberechtigung der Geschlechter erreichen – wie die Partei das anstellen will, erklärt sie auf drei Seiten ihres 65-seitigen Wahlprogrammes. So setzt sich die SPD beispielsweise für Paritätsgesetze im Bundestag, Ländern und Kommunen ein – mit dem Ziel, die Hälfte der Positionen mit Frauen zu besetzen. In börsennotierte Unternehmen fordert die SPD eine 50-Prozent-Quote. Gründungskapital soll für Frauen ebenfalls leichter zugänglich gemacht werden. Auch fordert die SPD, dass ArbeitnehmerInnen sich nicht mehr selbst um die Aufdeckung von Gender-Pay-Gaps kümmern müssen. Die Partei fordert, dass Unternehmen selbst prüfen, ob Gehälter geschlechtergerecht sind. Mädchen sollen zudem früh im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich gefördert werden, der Gewalt gegen Frauen soll mit einer wirksamen Strafverfolgung entgegenwirkt werden.

2. CDU/CSU

Vergleicht man das Wahlprogramm der CDU/CSU mit denen der anderen Parteien, fällt auf, dass das Wort "Frau" durchaus seltener verwendet wird. Immerhin möchte auch die CDU/CSU die aktuelle Gender-Pay-Gap beseitigen und dafür das Entgelttransparenzgesetz evaluieren. Auch die gemeinschaftliche Aufteilung von Familienarbeitszeit und Beruf wird im Wahlprogramm der Partei thematisiert. So verspricht sie verspricht 16 Partnermonate. Für mehr Familienfreundlichkeit in Führungspositionen möchte sich die CDU/CSU ebenfalls einsetzen.

3. Bündnis 90/Die Grünen

Die Stärkung der Frauenrechte ist ein sehr zentrales Thema im Wahlprogramm der Grünen – die Partei bekennt sich damit eindeutig zum Feminismus. So sollen zum Beispiel die Rechte der LGBTIQ*-Community gestärkt werden und ein sogenannter "Gender-Check" eingeführt werden, der jedes Gesetz auf die Gleichberechtigung aller Geschlechter prüfen soll. Auch das Entgeltgleichheitsgesetz wollen die Gründen zur Schließung der Gender-Pay-Gaps einführen, von einer Modernisierung des Steuerrechts sollen Frauen ebenfalls profitieren. Geschlechtsspezifische Gewalt und Schwangerschaftsabbrüche sind Themen, die der Partei besonders am Herzen liegen.

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