15. Dezember 2021
Amaryllis pflegen: So blüht sie auch zum nächsten Weihnachtsfest

Amaryllis pflegen: So blüht sie auch zum nächsten Weihnachtsfest

Die Amaryllis gilt als Weihnachtsblume schlechthin – doch wie pflegt man sie so, dass man auch an den Festtagen und noch weit darüber hinaus was von ihr hat?

Sie gehört zu Weihnachten dazu wie Adventskranz und Weihnachtsbaum: Die Amaryllis, auch als Ritterstern oder Hippeastrum bekannt, blüht in der Weihnachtszeit in leuchtenden Rot- oder Rosatönen, aber auch in einem edlen Weiß. Ihre Kraft schöpft die Weihnachtsblume aus ihren dicken Knollen. Mit der richtigen Pflege wächst aus der Zwiebelpflanze aber nicht nur in der Weihnachtszeit eine auffällig schöne Blüte, sondern auch noch in den darauffolgenden Jahren

Wann muss man die Amaryllis pflanzen, damit Sie an Weihnachten blüht?

Aufgrund ihrer tropischen Herkunft hat die Amaryllis einen etwas anderen Lebenszyklus als heimische Zwiebelblumen. Ihre Blütezeit wird durch einen natürlichen Sensor für die Licht- und Temperaturverhältnisse gesteuert, eine Temperatur von ca. 15 °C erweckt die ruhende Zwiebel der Amaryllis zum Leben. Von da an dauert es ungefähr sechs bis acht Wochen, bis die Amaryllis in voller Blüte erstrahlt. Damit dies um Weihnachten herum geschieht, sollten Sie die Zwiebel also Ende Oktober oder spätestens Anfang November pflanzen.

Wichtig: Die Amaryllis ist giftig – und das gilt für alle Pflanzenteile. Vor allem die Zwiebel ist hochgradig toxisch und beim Verzehr von nur zwei bis drei Gramm sogar tödlich. Achten Sie darauf, dass die Amaryllis immer außer Reichweite von Kindern und Haustieren steht.

So pflanzen und pflegen Sie die Amaryllis

Doch damit nicht genug: Natürlich kommt es auch auf die richtige Pflege an! Achten Sie beim Pflanzen auf einen Abstand von maximal 5 cm zwischen Amaryllis-Zwiebel und Topfrand und wählen Sie eine torffreie Kübelpflanzenerde mit einem drittel Lavagranulat. Auch eine Drainage aus anorganischen, kleinkörnigen Material wie Tongranulat oder Blähton verhilft der Amaryllis zur weihnachtlichen Blütenpracht. Stellen Sie die Amaryllis nun an einem dunklen Standort auf und halten Sie das Substrat leicht feucht. Ganz wichtig: Nicht düngen!

Amaryllis nach der Blüte pflegen

Nach der Blüte ist vor der Blüte! Damit Sie auch im Folgejahr etwas von dem weihnachtlichen Hingucker haben, sollten Sie nach der Blütezeit den Blütenschaft abschneiden. So powert sich die Amaryllis bei der Samenbildung nicht aus. In der Wachstumsphase von März bis August gilt es dann, die schmalen Blätter ausreichend zu wässer und düngen. Aus ihnen zieht sich die Zwiebel nämlich die Nährstoffe, die sie für ihre Ruhezeit braucht. In der Ruhephase von August bis Anfang Dezember sollten Sie auch die ein­getrock­neten Blätter der Amaryllis abschneiden. Die Zwiebel schlummert jetzt für etwa zwei Monate im Dunkeln in der Trockenruhe, bis sie im Winter wieder neue Blüten treibt.

Amaryllis blüht nicht: Das steckt dahinter

Die Amaryllis blüht nicht und treibt nur Blätter? Sieht ganz so aus, als sei bei der Pflege rund um das Jahr etwas falsch gelaufen! Ein typischer Fehler ist zum Beispiel, dass Sie die Ruhephase der Pflanze nicht beachtet haben, Sie die Amaryllis nicht richtig gedüngt oder gewässert haben. Oder haben Sie vielleicht eine blühfaule Sorte erwischt? Ja, auch das kann passieren! Gerade bei billigeren Sorten kann man sich nicht immer sicher sein. Achten Sie beim Kauf immer auch auf die Wurzeln – eine gesunde Wurzel sollte einen Umfang von mindestens 20 Zentimetern haben.

Amaryllis: Krankheiten und Schädlinge

Auch wenn die Amaryllis als recht unempfindliche Topfpflanze gilt – so manch ein Schädling hat es dann doch auf den hübschen Ritterstern abgesehen. Allen voran die Schnecke! Sie sieht die Zwiebel der Pflanze als echten Gaumenschmaus an und so kommt es im Sommer nicht gerade selten zu einem Schneckenbefall. Gießen Sie die Amaryllis zu oft und kommt es zu Staunässe, können Sie dadurch auch Wurzel- und Zwiebelfäule hervorrufen. Doch keine Sorge. Ist die Fäulnis noch im Anfangsstadium, können schon ein Umtopfen und sparsames Gießen ausreichen, um die Amaryllis zu retten.

Amaryllis als Schnittblume

Ihnen ist die Pflege der Amaryllis zu aufwendig? Kein Problem, Sie können natürlich auch Schnittblumen kaufen. Denn auch in einer großen Vase macht die Amaryllis eine gute Figur – allein oder in einem weihnachtlichen Strauß mit Tannengrün und Zapfen. Doch obwohl die Amaryllis die perfekte Vasenblume ist, gibt es auch hier einiges zu beachten: Schneiden Sie die Blütenstiele immer mit einem scharfen Messer und das, noch bevor die Knospen anfangen aufzubrechen. Das untere Ende der Stängel können Sie zudem mit etwas Tesafilm festkleben, damit diese nicht einreißen oder aufrollen.

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