Sauna ABC - Infos & Tipps zum saunieren

Das große Sauna ABC

In Finnland sagt man: Eine Frau ist nach dem Saunagang am schönsten. Aber haben Sie schon von den wohltuenden Wirkungen der Banja, dem Caldarium oder dem Rhassoul-Bad gehört?

Sauna ABC
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Das große Sauna ABC

Das große Sauna ABC

Man fühlt sich wie neugeboren. Entspannt, abgehärtet, gestählt für den Rest des Tages und tatsächlich viel schöner als noch vor dem Eintritt in diese wohltuende Welt – die Welt der Wärme. Sanfter Dampf, ätherische Öle, heiße Bäder sind Balsam für Körper und Seele. Ein Hochgefühl, das man auf völlig unterschiedliche Art erleben kann. Finden Sie heraus, welche Methode für Sie am besten geeignet ist – hier ein kleiner Überblick.
Bio-Sauna
Die Mischung aus finnischer Sauna und Dampfbad wird auch „Sanarium“ genannt. Charakteristisch sind Temperaturen von 45 bis 60 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent. Oft kombiniert man die Bio-Sauna mit Kräuteraromen und Farblichtern. So soll etwa rotes Licht die Durchblutung anregen, gelbes Verspannungen lindern. Zur Tiefen-Entspannung wird in einigen Bädern Meditationsmusik gespielt. Eine leicht kühle – nicht kalte – Dusche danach härtet ab und bringt den Kreislauf wieder in Schwung.

Gut für: Einsteiger und alle, denen die finnische Sauna zu heiß oder die Luftfeuchtigkeit im Dampfbad zu hoch ist. Die Bio-Sauna schont den Kreislauf.
Adressen: in Saunalandschaften bundesweit, z. B. www.jugendstilbad.de, www. therme-erding.de, www.hotel-neptun.de.

Brechelbad & Caldarium

Brechelbad
Das rustikale, bäuerlich eingerichtete Brechelbad (trockene Luft, Temperaturen um 60 Grad) kommt ursprünglich aus Tirol. Sein besonderer Reiz liegt in der Kombination vom langsamen Anstieg der Körpertemperatur und den aufsteigenden Kräuterdämpfen, die zu vertiefter Atmung anregen und die Atemwege befreien. Nadelholzzweige (die sogenannten Brechel) und Tannenzapfen, die in einem Korb unter der Decke hängen, verbreiten durch die aufsteigende Wärme ihre wohltuenden ätherischen Öle. Auf dem Boden liegen außerdem aromatische Tannenzweige, die beim Gehen die Reflexzonen stimulieren.
Gut für: alle, die zu heiße Luft nicht so gut vertragen und etwas für die Gesundheit ihrer Atemwege tun möchten.
Adressen: überwiegend in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich, z. B. www.saunaparadies-wettenberg.de.
Caldarium
In Warmlufträumen aus beheiztem Stein mit Temperaturen von 40 bis 50 Grad bei mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit schwitzten schon die Römer: Der leichte Dampf im Caldarium wird mit ätherischen Ölen angereichert und wirkt je nach Duft beruhigend oder erfrischend. Nach zwei bis drei Schwitzgängen à 10 bis 20 Minuten wird die Haut glatter, Muskeln und Gelenke werden wunderbar gelockert.
Gut für: Saunaeinsteiger und Menschen mit Gliederund Gelenkproblemen. Die sanfte Wärme dringt tief in den Körper ein, löst Verspannungen und kann sogar Schmerzen lindern.
Adressen: in Freizeitbädern, Thermen, Wellnessanlagen wie www.galaxsea-jena.de, www.soletherme-badsassendorf.de.

Erdsauna

In Finnland sagt man: Eine Frau ist nach dem Saunagang am schönsten. Aber haben Sie schon von den wohltuenden Wirkungen der Banja, dem Caldarium oder dem Rhassoul-Bad gehört?
Erdsauna
Die Erdsauna ist die Urform der finnischen Sauna. Das Prinzip: Ein Blockhaus wird zur Hälfte in die kühle Erde eingelassen. So sind die Temperaturen (erzeugt von einem offenen Feuer in der Mitte der Hütte) von rund 110 Grad gut auszuhalten. Während des Saunagangs gibt es nur milde Aufgüsse mit verschiedenen Düften, damit die geringe Luftfeuchtigkeit von 10 Prozent erhalten bleibt. Auch hier gehört das gegenseitige Abschlagen mit Birkenzweigen, um die Durchblutung zu fördern, zum Ritual.
Gut für: erfahrene Schwitzgänger. Der Kreislauf wird durch die hohen Temperaturen sehr stark belastet. Ein Durchgang sollte zudem nicht länger als 15 Minuten dauern. Vorsicht: Wer Angst vor engen Räumen hat, sollte diese Methode besser nicht ausprobieren!
Adressen: Die Erdsauna braucht viel Platz und ist nur in großen Wellness-Anlagen zu finden, z. B. www.heidespa.de oder www.saunapark- bobingen.de, www.hansedom.de, www.hamam-hamburg.de, www.schloss-elmau.de.

Hamam & Rhassoul-Bad

Hamam
Traditionell „baden“ Frauen und Männer hier getrennt und hüllen sich in ein spezielles Baumwolltuch (Pestemal). Nach einer 20-minütigen Entspannung im orientalischen Dampfbad wird der Körper von einer Badefrau mit einem Peeling gereinigt, gewaschen und mit ätherischen Ölen massiert. Anschließend erholt man sich in einem kühleren Raum. Die hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 95 Prozent und Temperaturen um 45 bis 55 Grad im Hamam lindern Verspannungen, regen den Kreislauf an und sind genau das Richtige, um Stress abzubauen. Der warme Nebel und das Reinigungsritual wirken wie ein Jungbrunnen für die Haut: Sie wird glatter, schimmert rosig und fühlt sich hinterher wunderbar geschmeidig an.
Gut für: alle ohne Kreislaufprobleme. Bei sehr empfindlicher Haut oder Sonnenbrand sollte man besser auf das Peeling verzichten.
Adressen: In Deutschland entstehen immer mehr Hamams. Einige sind sogar komplett im türkisch-orientalischen Stil gestaltet, z. B. www.hansedom.de, www.hamburg-hamam.de, www.schloss-elmau.de.
Rhassoul-Bad
Diese orientalische Behandlung regt die Durchblutung an, stärkt das Immunsystem und sorgt für streichelzarte Haut. Heilschlämme werden auf einzelne Körperpartien verteilt und dann im Kräuterdunstraum – dem Rhassoul – einmassiert. Zugleich entsteht durch Kräuterdämpfe eine kräftige Überwärmung. Die Temperatur und das Raumklima steigen dabei stetig, aber langsam bis zu 50 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 Prozent an. Daher wird der Kreislauf nicht zu sehr belastet. Der Gang endet nach 30 Minuten mit einer Dusche und einer Ruhephase.
Gut für: Sauna-Freunde mit Kreislaufproblemen (der langsame Temperaturanstieg belastet nur gering) und für jene mit empfindlicher Haut (die Schlämme sind ganz sanft und gut verträglich).
Adressen: Das Rhassoul-Bad wird oft in Verbindung mit einem Hamam angeboten, z. B. www.hufeland-therme.de.

Steinschwitzbad & Tepidarium

Steinschwitzbad
Tiefenwärme bis auf die Knochen ist das Geheimnis dieser Methode. Charakteristisch für so ein Schwitzbad sind ein großer Steinofen, der von außen beheizt wird, damit kein Rauch austritt, sowie Wände aus groben Steinen oder dicken Holzbalken. Auch sie dienen als Wärmespeicher und geben ihre Energie gleichmäßig wieder ab. So entsteht im Raum kein Temperaturgefälle, der Körper wird rundum gleichmäßig warm. Ständige Aufgüsse sorgen für eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.
Gut für: Menschen mit chronischen Beschwerden wie Verspannungen, Rheuma oder Rückenschmerzen.
Adressen: vor allem in Wellnesshotels in den Alpen beliebt, z. B. www.arosea.it, www.hotel-stoos.ch.
Tepidarium
Früher war der Wärmeraum Bestandteil der römischen Badezeremonie, heute wird er auch als sanfte Variante des Caldariums genutzt. Eine wohligwarme Raumtemperatur von maximal 40 Grad und trockene Luft erzeugen eine Art künstliches Fieber (die Körperwärme passt sich der Raumtemperatur an) und stärkt auf diese Weise das Immunsystem. Die Wärme strahlt vom Boden, von den Wänden und den beheizten Liegen und wärmt den Körper durch und durch.
Gut für: Gestresste zur Entspannung und Regeneration. Ebenfalls geeignet zur Stärkung der Abwehrkräfte vor und nach Erkältungen.
Adressen: in vielen Wellness- und Saunaanlagen mit römischen Bädern, z. B. www.limes-therme.de.

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