Ich bin schön genug! So fühlen Sie sich wohl in Ihrer eigenen Haut

Ich bin schön genug! So fühlen Sie sich wohl in Ihrer eigenen Haut

Nase zu groß, Brüste zu klein, Po zu dick – die meisten Frauen haben irgendetwas an ihrem Äußeren auszusetzen. Durch Make-up, Diäten und Schönheitsoperationen sollen diese vermeintlichen „Mängel“ dann behoben werden. Die Wahrheit ist: In einer Gesellschaft, in der Frauen noch immer häufig nach ihrem Aussehen beurteilt werden, ist es manchmal nicht einfach, sich selbst attraktiv zu finden. Das ist unglaublich schade. Jeder Mensch ist auf seine Art schön – egal, ob er gängigen Schönheitsidealen entspricht oder nicht. Viele wissen es nur leider nicht. Wenn Sie sich wirklich in Ihrer eigenen Haut wohlfühlen wollen, dann kommt es vor allem auf die innere Einstellung an.

Curvy Frau am Strand
© iStock/Iuliia Komarova

Lassen Sie Schönheitsideale los

Die meisten Frauen sind es gewohnt, sich vor dem Spiegel mit einem kritischen Blick zu betrachten. Anstatt sich selbst wohlwollend anzuschauen, überprüfen sie, ob mit dem Aussehen alles „in Ordnung“ ist. Dieser kritische Blick hat sicherlich auch mit der Werbeindustrie zu tun, die ein bestimmtes Schönheitsideal postuliert. Innerlich wird dann das eigene Aussehen mit dem Ideal abgeglichen – alles, nicht dazu passt, gilt als fehlerhaft. Die Wahrheit ist aber: Kaum eine Frau entspricht diesem Ideal. Zudem kann man Schönheit nicht objektiv messen. Was wir als schön und was als hässlich empfinden, hängt hauptsächlich vom inneren Glauben ab, etwas schön oder eben unschön finden zu sollen.

Erst wer sich bewusst wird, dass die eigenen inneren Schönheitsideale oft fremdbestimmt und willkürlich sind, kann zu einem tieferen und individuelleren Verständnis von Schönheit kommen. Der erste Schritt ist also der: Machen Sie sich los von gesellschaftlichen Konventionen. Erlauben Sie sich, wenn Sie das nächste Mal in den Spiegel schauen, einen neugierigen und wertfreien Blick. Versuchen Sie, sich selbst wirklich zu sehen.

Schluss mit dem Blick von außen

Wer das eigene Aussehen immer wieder überprüft, betrachtet sich selbst gewissermaßen mit einem Blick von außen. Wir fragen uns, was andere von uns denken und wie sie uns wahrnehmen – und vergessen dabei, dass es sich aber um unsere eigenen Gedanken und Bewertungen handelt. Viel wichtiger als der Blick von außen ist es, wie wir uns selbst in unserem Körper fühlen. Wer sich selbst wohl in seiner Haut fühlt, kann meist auch mit dem eigenen Äußeren gnädiger umgehen. So ist Selbstliebe ein deutlich besseres Ziel, als krampfhaft besonders fit oder dünn sein zu wollen. Doch wie schafft man es, sich von diesem Blick von außen loszumachen?

Das geht zum einen über die Sinne. Achten Sie darauf, zu wie vielen Sinnesempfindungen Ihr Körper fähig ist: Streichen Sie sich selbst sanft über die Haut, cremen Sie sich ein, geben Sie sich selbst eine kleine Massage. Spüren Sie den Boden unter den Füßen, wenn Sie barfuß über eine Wiese laufen. Wenn Sie sich neu einkleiden möchten, dann konzentrieren Sie sich nicht nur darauf, wie die Kleidung aussieht. Achten Sie vielmehr auf Ihr Gefühl, wenn Sie die Kleidung tragen:

  • Wie verändert sich Ihr Selbstbild?
  • Wie fühlt sich der Stoff auf Ihrer Haut an?
  • Haben Sie ausreichend Bewegungsfreiheit in Ihrer Kleidung?
  • Macht das Kleidungsstück Ihnen Freude?

Das Gleiche gilt für Bewegung und Sport. Viele Frauen quälen sich regelmäßig durch schweißtreibende Workouts, um Ihren Körper nach irgendeinem Idealbild zu formen. Viel lohnenswerter ist es jedoch, darauf zu achten, wie Sie sich durch den Sport fühlen. Vielleicht lösen sich durch bestimmte Gymnastikübungen hartnäckige Verspannungen und Sie können freier atmen. Oder Ihr Körper scheint nach dem Yoga leicht wie eine Feder. Vielleicht schenkt Ihnen das Krafttraining innere Stärke und Kraft oder das Laufen hilft dabei, den Kopf freizubekommen.

Den eigenen Zyklus achtsam wahrnehmen

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was der weibliche Zyklus mit Attraktivität zu tun haben soll? Tatsächlich eine ganze Menge! Wer sich selbst wohlfühlt, der wirkt auch nach außen hin attraktiver. Und bei Frauen ist dieses innere Wohlbefinden tatsächlich zu einem nicht unerheblichen Teil hormonell beeinflusst. So fühlen sich Frauen meist in der fruchtbaren Zeit vor und während des Eisprunges sehr wohl in ihrer Haut, ohne viel dafür tun zu müssen. In der Zeit vor der Menstruationsblutung hingegen nimmt das Selbstwertgefühl oft ab und auch der eigene Körper fühlt sich weniger gut an: Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen und schmerzende Brüste tun ihr Übriges. Tatsächlich ist es oft aber bereits hilfreich, die verschiedenen Zyklusphasen zu kennen und sich daran zu erinnern. So sind mental herausfordernde Tage viel leichter zu bewältigen, wenn man sich daran erinnert, dass sie vorbeigehen. Außerdem sind die teilweise belastenden Symptome weniger unangenehm, wenn Sie darauf achten, sich an diesen Tagen ganz bewusst etwas Gutes zu tun.

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