Blähungen in den Wechseljahren: Gründe und Tipps

Blähungen in den Wechseljahren: Gründe und Tipps

Sie haben ständig einen aufgeblähten Bauch? Wir zeigen die häufigsten Gründe für Blähungen in den Wechseljahren auf und geben Tipps, was man dagegen tun kann.

Bei den Wechseljahren handelt es sich um eine hormonelle Umstellung vor oder nach der Menopause. Diese Umstellung kann bei vielen Frauen Beschwerden mit sich bringen. Häufig gehören hierzu Blähungen. Warum die Verdauungsbeschwerden gerade in den Wechseljahren auftreten können und was Sie tun können, erfahren Sie hier.

Blähungen in den Wechseljahren: Das sind die Gründe

1. Hormonveränderungen

Wie schon erwähnt, finden in den Wechseljahren hormonelle Veränderungen statt. Die Ausschüttung des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen nimmt in dieser Zeit mehr und mehr ab. Daraufhin kann es zu einem aufgeblähten Bauch kommen. 

2. Verstopfungen

Durch den Östrogenmangel können Verstopfungen ausgelöst werden, denn im Zuge dessen wird der Darm träger und die Verdauung langsamer. Die Speisereste verbleiben länger im Dickdarm, es kommt zu Gärung, Gasbildung und schlussendlich zu Flatulenzen.

3. Darmflora

Auch die Zusammensetzung der in der Darmflora angesiedelten Bakterien kann sich in den Wechseljahren verändern. Die Folge sind dann Verdauungsprobleme wie Blähungen, Durchfall oder ein Vollegefühl.

4. Stress

Stress kann ganz schön auf den Magen schlagen und sich auf unsere Verdauung auswirken. Auch wer zum Beispiel aufgrund von Zeitmangel oder aus Gewohnheit sein Essen immer schnell hinunterschlingt, riskiert, dadurch Blähungen oder Bauchschmerzen zu bekommen. Durch das Schlingen sammelt sich nämlich zu viel Luft im Bauch, die wieder herauswill.

5. Die Ernährung

Auch diese spielt eine große Rolle, denn wer sich ungesund und fettig ernährt, riskiert Verdauungsbeschwerden und einen aufgeblähten Bauch. Ebenso kommen mögliche unentdeckte Unverträglichkeiten wie eine Weizenunverträglichkeit oder eine Laktoseintoleranz als Ursache für das Pupsen infrage.

6. Zu viel Luft im Bauch

Getränke mit viel Kohlensäure, Kaugummi kauen aber auch Rauchen können dazu führen, dass sich Luft im Bauch ansammelt. Diese muss natürlich wieder raus, was sich durch pupsen äußert.

Was kann man bei Blähungen in den Wechseljahren tun?

Zum Glück können Sie einiges unternehmen, um den unerwünschten Darmwinden vorzubeugen. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie gesammelt:

1. Bewegung

Wer sich viel bewegt, hält seine Verdauung in Schwung, denn durch die Bewegung wird die Darmtätigkeit erhöht. Blähungen wird auf diese Weise vorgebeugt. Ein täglicher Spaziergang kann also wahre Wunder bewirken.

2. Eine ausgewogene Ernährung

"Du bist, was du isst.", da ist was Wahres dran. Denn wie bereits erwähnt, kann eine ungesunde Ernährung Pupsen begünstigen. Achten Sie daher auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie darauf, genügend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Diese sind gut für die Verdauung.

3. Viel trinken

Wer darauf achtet, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sorgt dafür, dass seine Verdauung besser läuft. Denn durch die Flüssigkeit wird der Stuhl weicher und somit wird Verstopfungen und Blähungen vorgebeugt.

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4. Wärme

Wer bereits unter Flatulenzen leidet, sollte es mal mit Wärme versuchen. Einfach eine Wärmflasche auf den Bauch legen. Die Wärme sorgt dafür, dass sich der Bauch entspannt.

5. Kräutertee

Besonders Fenchel und Kümmel können auf natürliche Weise dazu beitragen, Darmwinde zu lindern und den Bauch quasi zu entlüften. Greifen Sie zu Kräutermischungen mit Anis, Thymian oder Pfefferminze. Trinken Sie mit etwas Abstand bis zu drei Tassen – der Tee hilft auch gegen Bauchschmerzen.

6. Massagen

Wer mit einem Blähbauch zu kämpfen hat, kann mit einer Bauchmassage Abhilfe schaffen. Kreisen Sie mit den Fingerkuppen und leichtem Druck im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel. Vergrößern Sie mit jeder Umrundung den Radius und beginnen Sie wieder von vorne.

Hinweis: Bei sehr starken und langanhaltenden Blähungen, die unter anderem in Kombination mit Erbrechen, Übelkeit oder verändertem Stuhlgang einhergehen, sollten Sie lieber einen Arzt aufsuchen, um mögliche Erkrankungen, wie z.B. das Reizdarm-Syndrom, abzuklären.

7. Regelmäßige Toilettenzeiten

Es kann helfen, sich in den Wechseljahren anzugewöhnen, immer zur selben Zeit die Toilette aufzusuchen. Dies kann zum Beispiel jeden Morgen nach dem Aufstehen sein. Mit der Zeit gewöhnt sich der Darm an diese Uhrzeit und der Stuhlgang kommt pünktlich. Zudem wird durch den regelmäßigen Ablauf Verstopfungen und somit auch Blähungen vorgebeugt.

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