
Matschhose statt Mathebuch
Wenn man wissen will, wie echte Ernährungsbildung aussieht, muss man dorthin gehen, wo es nach frischer Erde riecht. Auf rund 635 Schulhöfen im Süden und Westen Deutschlands wird in diesen Wochen nicht nur in den Pausen getobt – hier wird geschuftet. Allein in diesem Jahr tauschen rund 30.000 Kinder den Stift gegen die Harke. Ihr Ziel: die eigene Gemüseernte.
Was spielerisch klingt, hat einen ernsten und mittlerweile messbar erfolgreichen Hintergrund. Seit nunmehr zehn Jahren kooperieren ALDI SÜD und das gemeinnützige Sozialunternehmen Acker e.V.
Gemeinsam betreiben sie die „GemüseAckerdemie“ – ein Bildungsprogramm, das die Entfremdung von unseren Lebensmitteln stoppen soll.
Mehr als 392 Tonnen Kartoffeln und eine wichtige Erkenntnis
Die Bilanz nach einer Dekade Zusammenarbeit ist beeindruckend. Auf einer Gesamtfläche von mittlerweile über 50.000 Quadratmetern – das entspricht etwa sieben Fußballfeldern – haben seit 2016 rund 130.000 Schülerinnen und Schüler gelernt, was es bedeutet, Verantwortung für Natur zu übernehmen.
Dass das Konzept „Vom Samen bis zum Salat“ funktioniert, ist längst keine bloße Vermutung mehr, sondern wissenschaftlich belegt:
- Gemüseliebe: Fast 60 Prozent der teilnehmenden Kinder entwickeln laut Wirkungsanalysen von Acker spürbar mehr Wertschätzung und Interesse für frisches Gemüse.
- Begeisterung: Zwei Drittel der Kids sind vom eigenen Anbau schlichtweg begeistert.
- Lerneffekt: Auch 75 Prozent der Lehrkräfte geben an, durch das Programm völlig neue Methoden gelernt zu haben, um Natur greifbar zu machen.
Ganz nebenbei kamen im Laufe der Partnerschaft im ALDI SÜD-Gebiet weit über 392 Tonnen Kartoffeln zusammen.
Zehn Jahre GemüseAckerdemie zeigen, was möglich ist, wenn Bildung und Praxis zusammenkommen. Erleben Kinder selbst, wie Lebensmittel von der Saat bis zur Ernte wachsen, verändert das ihren Blick auf das, was auf dem Teller landet. Das ist eine prägende Erfahrung und wir sind stolz, dieses Programm als Hauptpartner mitgestalten zu dürfen,
erklärt Carlos Rasel (Director Public Affairs und Corporate Citizenship bei ALDI SÜD). Der Discounter hat sein Engagement über die Jahre hinweg massiv hochgefahren und fungiert seit 2024 als Hauptpartner des Programms.
Quellen:





