Psychologie: 5 Anzeichen, dass Sie mikromanipuliert werden

Psychologie: 5 Anzeichen, dass Sie mikromanipuliert werden

Schon mal etwas von Mikromanipulation gehört? Was hinter dem Phänomen steckt und ob Sie schonmal Opfer dieser Psychospielchen geworden sind, lesen Sie hier.

5 Anzeichen dafür, dass Sie mikromanipuliert werden

Manipulation kann überall geschehen: im Job, in der Familie, im Freundeskreis oder auch in der Beziehung. Eine Person nutzen unsere Empathie, um ihre Interessen durchzusetzen. Zum Beispiel die Freundin, die lang und breit beim Essen erzählt, wie pleite sie ist – damit sie am Ende von Ihnen eingeladen wird. Fällt uns ein solches Verhaltensmuster auf, ist Abstand der richtige Weg. Doch was, wenn wir überhaupt nicht bemerken, dass uns jemand ausnutzt?

Was ist Mikromanipulation?

Mikromanipulation bezeichnet das Manipulieren von Menschen auf ganz subtiler Ebene – so alltäglich und nebenbei, dass die Betroffenen häufig gar nicht merken, dass sie von jemandem manipuliert werden. Dabei möchte jemand bewusst oder unbewusst Kontrolle über andere, ihre Handlungen und Gefühle ausüben. Er selbst nimmt dabei gezielt die Opferrolle ein. An diesen Anzeichen erkennen Sie, ob Sie bereits mikromanipuliert wurden.

1. Beiläufige Kommentare

Bei der Mikromanipulation wird das eigentliche Thema nie direkt ausgesprochen. Es gibt keine Kritik oder Vorwürfe, sondern indirekte, versteckte Kommentare. Das könnte zum Beispiel so etwas sein: Ihr Partner erzählt immer wieder beiläufig, wie viel die Partnerin seines besten Freundes abgenommen hat, wie viel besser sie jetzt aussähe, wie toll es für die Partnerschaft sei – am besten in Situationen, in denen Sie sich gerade satt essen oder einen Schokoriegel öffnen.
Sie würden vermutlich ein schlechtes Gewissen bekommen und daran denken, dass Sie auch mal wieder zwei, drei Kilos verlieren könnten – ganz ohne, dass Ihr Partner Ihnen dies jemals aufgetragen hat.

2. Aufmerksamkeit

Wer manipuliert, will häufig im Mittelpunkt stehen. Dies kann von scheinbar bedeutungslosen Aktionen reichen bis zu der ganzen Art und Weise, wie sich dieser Mensch verhält. Er möchte Ihre Aufmerksamkeit, Sie sollen Fragen stellen und mit Ihren Gedanken bei ihm sein. Es soll um ihn gehen! Dazu sind selbst die kleinsten, unauffälligsten Aktionen recht: Zum Beispiel das Senden einer Nachricht, die sofort wieder gelöscht wird. Die Folge: Sie fragen sich, was los ist, haken nach – und schenken der Person die gewünschte Beachtung.

3. Unpassende Vertrautheit

Sie führen lockeren Smalltalk und plötzlich erwähnt Ihr Gegenüber im Nebensatz, dass er gleich noch zum Scheidungsanwalt müsse oder bringt eine schwerwiegende Krankheit ins Gespräch? Wer plötzlich so heftige und private Details erzählt, die überhaupt nicht in die Situation passen, möchte damit Schock auslösen und ebenfalls gezielt Ihr Mitleid und Ihr Interesse wecken.

4. Mitleid erregen

Wer mikromanipuliert, möchte Aufmerksamkeit und eine ganz große Portion Mitleid. Da das Vorgehen allerdings sehr subtil ist, jammern diese Menschen häufig nicht einfach drauf los. Vielmehr wollen sie, dass ihr Gegenüber die Initiative ergreift, während sie sich selbst ganz stark geben. So wollen sie den Eindruck erwecken, sie ertrügen ihr Leid besonders tapfer. Das kann zum Beispiel so aussehen: „Ich habe gerade meinen Job verloren. Aber wie dem auch sei, geht's dir gut? Ich hab gehört, du arbeitest zu viel?"

5. Fragen aufwerfen

Personen, die mikromanipulieren, wollen im Gespräch bleiben, im Mittelpunkt stehen und von ihrem Leid erzählen. Deshalb werfen sie immer wieder (unpassende) Gesprächsfetzen ein, die Fragen aufwerfen. So erhoffen sie sich von Mitmenschen, dass jemand diese auffasst und auf ihre Geschichte immer wieder detailliert eingeht. Wer sich nicht manipulieren möchte, sollte die indirekte Aufforderung zum Nachfragen getrost übergehen und ganz natürlich dem Gesprächsverlauf folgen.

Im Video: So erkennen Sie, ob Sie bei der Arbeit manipuliert werden

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