Sukkulenten: Arten, Pflege und Tipps

Sukkulenten: Arten, Pflege und Tipps

Sie lieben unkomplizierte Pflanzen? Dann sind Sukkulenten genau das Richtige für Sie. Die pflegeleichten Pflanzen können dank ihrer dicken Blätter lange Feuchtigkeit speichern und benötigen nur wenig Fürsorge. Der berühmteste Vertreter: Kakteen! Lesen Sie hier, welche Arten es sonst noch gibt, wie Sie diese richtig pflegen und was Sie über Sukkulenten wissen sollten.

Was sind Sukkulenten Pflanzen?

Als Sukkulenten werden all jene Pflanzen bezeichnet, die in ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln Wasser speichern und so gewisse Zeiträume ohne Wasserzufuhr überdauern können. Daher auch der Name: "Suculentus" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "saftreich". Folglich sind Sukkulenten von Natur aus vor allem in trockenen Regionen zu finden, in denen wenig Wasser fällt. Sie stammen etwa aus der Wüstenlandschaft Südamerikas oder den Steppen Asiens. 

Noch mehr pflegeleichte Zimmerpflanzen für Anfänger finden Sie hier >>

Sukkulenten: Diese Arten gibt es

Sukkulente ist nicht gleich Sukkulente. Unterschieden werden die Pflanzen grob in zwei Arten – je nachdem, wie sie ihr Wasser speichern.

Die sogenannten Blattsukkulenten zeichnen sich durch ihre dicken, fleischigen Blätter aus, in denen sich das wasserspeichernde Gewebe befindet sowie ihrer gedrungenen Form, wie etwa Aloe vera oder der bekannte Geldbaum.

Stammsukkulenten besitzen hingegen eine dicke, saftige Sprosse. Der berühmteste Vertreter dieser Art sind wohl die Kakteen.

In jedem Fall sind Sukkulenten anspruchslos und pflegeleicht, was sie vor allem für Anfänger und Vielbeschäftigte zu einer praktischen Zimmerpflanze macht. Die verschiedenen Sorten sind außerdem sehr dekorativ, sie reichen von dicken, runden Blättern über flache, gefächerte Exemplare bis hin zu stacheligen Kakteen. Auch farblich haben die Sukkulenten Abwechslung zu bieten: Von Tiefgrün über Gelb bis hin zu Violetttönungen ist alles dabei.

Welche Sukkulenten eignen sich als Zimmerpflanze?

So gut wie alle Sukkulenten eignen sich auch als Zimmerpflanze. Dank ihrer Herkunft vertragen sie selbst im Winter trockene und warme Heizungsluft ohne Probleme. Typische und pflegeleichte Sukkulenten für Anfänger sind beispielsweise:

  1. Kakteen: Die stacheligen Stammsukkulenten gibt es wiederum in allerlei Größen, Formen und Farben. Sie sind optisch besonders beeindruckend und in kleinen Gruppen besonders dekorativ.
  2. Schlangen-Fetthenne: Diese Art der Fetthenne gehört zu den Blattsukkulenten und zeichnet sich durch ihre besondere Wuchsart aus. Ihre kleinen, fleischigen Blätter wachsen in runden Perlen an Strängen, die toll von Regalen oder Blumenampeln herunterhängen.
  3. Geldbaum: Diese bekannte Sukkulente ist eine beliebte Zimmerpflanze. Sie erinnert optisch dank der verschiedenen Äste und münzförmigen Blättern an einen Baum und ist äußerst pflegeleicht.
  4. Aloe vera: Diese Art der Sukkulente ist wohl den meisten bekannt – wenn nicht als Zimmerpflanze, dann als Bestandteil in Hautpflegeprodukten. Die fleischigen, spitz zulaufenden Blätter der Pflanze enthalten ein antibakterielles Gel, das natürlich bei Sonnenbränden, Insektenstichen und anderen Hautproblemen hilft.
  5. Pandapflanze: Hierbei handelt es sich um eine Blattsukkulente, die nicht mit glatten, sondern kuscheligen Blättern ausgestattet ist. Ihre Form und der flauschige Pelzwuchs erinnert an Hasenöhrchen, weshalb sie auch unter diesem Namen bekannt ist. Achten Sie beim Gießen darauf, die Blätter auszulassen – ansonsten können sie faulen.

Die richtige Pflege von Sukkulenten

Aufgrund ihrer robusten Art sind Sukkulenten perfekt für Anfänger und alle, die viel unterwegs sind. Die Pflanzen sind nämlich dekorativ und dennoch einfach zu pflegen.

Da Sukkulenten aus trockenen, warmen Gegenden stammen, mögen sie helle, sonnige Standorte. Im Winter können sie ruhig etwas kühler stehen, bei um die 12 Grad.

Als Substrat eignet sich sandiges und durchlässiges Material. Spezielle Kakteenerde bewährt sich in der Regel bei allen Sukkulenten. Der perfekte Mix besteht in der Regel aus zwei Teilen Erde, einem Teil Sand und einem Teil Granulat. So erschaffen Sie eine optimale Drainage und vermeiden Staunässe und Schimmel. Wichtig ist ein Topf, in dem sich ein Loch befindet!

Sukkulenten richtig gießen

Obwohl Sukkulenten in ihrem Gewebe Wasser speichern können, müssen auch Kakteen und Co. gegossen werden. Hierbei unterscheidet sich jedoch, wo die Pflanzen stehen: Sukkulenten, die sich im Freien befinden, müssen in der Regel gar nicht gegossen werden.

Zimmerpflanzen und Sukkulenten, die an regengeschützten Orten stehen, sollten in der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst regelmäßig befeuchtet werden. Gießen Sie jedoch niemals so viel, dass Staunässe entsteht und warten Sie mit dem nächsten Gießen, bis die Erde wieder vollständig ausgetrocknet ist – etwa ein mal pro Woche.

Tipp: Im Zweifel gießen Sie lieber einmal zu wenig als zu viel – nasse Erde schadet den Sukkulenten mehr als Trockenheit. Im Winter haben die Pflanzen eine Ruhephase und benötigen kaum Wasser.

Sukkulenten düngen

Am besten für die wasserhaltigen Pflänzchen geeignet ist ein spezieller Sukkulenten-Dünger. Er enthält alle benötigten Nährstoffe. Finger weg hingegen von Dünger mit hohem Stickstoffgehalt! Dieser ist gänzlich ungeeignet und bringt mehr Schaden als Nutzen. Grundsätzlich sollte von Mai bis September jeweils im Abstand von einem Monat gedüngt werden. Dabei immer auf die richtige Dosis in den Herstellerangaben achten.

Diese Fehler sollten Sie bei Sukkulenten vermeiden

Sukkulenten sind sehr pflegeleicht und brauchen nicht viel Zuwendung. Es gibt jedoch den ein oder anderen Fehler, den Sie unbedingt beim Umgang mit Sukkulenten vermeiden sollten.

1. Der falsche Topf

Prinzipiell können Sie Sukkulenten in jeden Topf pflanzen – wichtig ist aber, dass er ein Loch in der Mitte hat. So kann überflüssiges Wasser abfließen, damit keine Staunässe entsteht.

2. Einsprühen

Viele Menschen sprühen Ihre Pflanzen ein, anstatt sie zu gießen. Sukkulenten mögen dies nicht. Dass die Blätter und Blattrosetten über einen längeren Zeitraum feucht sind, können Sukkulenten nicht gut ertragen. Achten Sie darauf, lieber die Erde anzufeuchten.

3. Dunkler Standort

Da Sukkulenten aus heißen, sonnenreichen Gegenden stammen, kommen sie mit zu dunklen Standorten nicht gut zurecht. Achten Sie darauf, Ihre Sukkulente am Fenster oder an einem hellen Platz im Zimmer zu platzieren oder draußen in ein sonnenreiches Beet zu pflanzen.

Sind Sukkulenten winterhart?

Viele Sukkulenten vertragen keinen Frost, weshalb sie in der Regel den Winter nicht draußen verbringen sollten.

Einige wenige Exemplare können die kalten Monate überleben, wenn Sie diese in ein Beet pflanzen und ausreichend schützen. So sollten diese zu Isolationszwecken mit Laub bedeckt werden, idealerweise sogar von Regen und Schnee abgeschirmt werden. Gegossen und gedüngt werden sollte im Winter draußen nicht. Zusätzlich müssen Sie beim Einpflanzen auf eine gute Drainage achten, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit sammelt und die Wurzeln nicht durchfrieren.

Folgende Exemplare können mithilfe dieser Maßnahmen draußen überwintern:

  • Fetthenne/Mauerpfeffer
  • Hauswurz
  • Feigenkakteen
  • Mangave

Sukkulenten im Winter richtig pflegen

Im Winter benötigen Sukkulenten, auch als Zimmerpflanze, eine leicht veränderte Pflege. Wichtig ist ein heller und tatsächlich kühler Standort. Platzieren Sie die dickblättrige Pflanze also nicht unbedingt direkt über einer Heizung. Die bereits trockenheitsliebenden Sukkulenten benötigen außerdem in der kalten Jahreszeit noch weniger Wasser, als sonst. Mit einem Holzstäbchen können Sie testen, ob Ihre Pflanze Wasser benötigt: Stecken Sie einen Zahnstocher in die Erde – bleibt diese kleben, ist noch genug Wasser vorhanden. Als Faustregel gilt, Zimmersukkulenten etwa alle 4 Wochen zu gießen.

Wie lassen sich Sukkulenten vermehren?

Sukkulenten sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch noch günstig. Viele von ihnen können ganz einfach anhand der eigenen Blätter oder Pflanzenteile vermehrt werden. Der beste Zeitpunkt hierfür ist Frühjahr bis Sommer.

Trennen Sie dazu einen Nebenspross, den sogenannten Kindel, mit einem scharfen Messer ab. In ein kleines Pflanzengefäß mit sandiger Erde können Sie diesen dann einfach einsetzen und genauso pflegen, wie eine ausgewachsene Sukkulente. Schon nach kurzer Zeit sollten Wurzeln austreiben.

Bei anderen Arten können Sie auch die fleischigen Blätter abtrennen, um die Sukkulente zu vermehren. Lassen Sie das Blatt ein paar Tage an der Schnittstelle antrocknen und setzen Sie es dann ebenfalls in die Erde.

Im Video: Wahrer Gaumenschmaus - Kakteen

Nicht alle Zimmerpflanzen benötigen Substrat. Einige Exemplare können sogar im Wasser als Hydrokultur gehalten werden – ganz ohne Erde. 
 
  
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...