Stecklinge ziehen: 5 Tipps für den Garten

Stecklinge ziehen: 5 Tipps für den Garten

Warum neue Pflanzen kaufen, wenn man sie auch ganz einfach vermehren kann? Die vegetative Vermehrung durch Stecklinge wird bei Hobbygärtnern immer beliebter – und bringt natürlich auch einige Vorteile mit sich. Wir haben die besten Tipps.

Neben der Aussaat, die auch generative Vermehrung genannt wird, ist die vegetative Vermehrung durch Stecklinge eine gängige Methode, um Pflanzen zu vermehren. Hierfür zieht man aus Teilen bestehender Pflanzen neue Pflanzen heran. Es entstehen somit identische Klone, die das Erbgut der Pflanze komplett enthalten. Züchtungsmerkmale bleiben dabei erhalten. Auch handelt es sich hierbei um eine preisgünstige und einfache Art der Vermehrung.

Stecklinge ziehen: Die 5 besten Tipps

1. Der richtige Zeitpunkt für den Stecklingsschnitt

Eignet sich eine Pflanze zur Stecklingsvermehrung, sollte der Stecklingsschnitt generell zwischen Mai und August erfolgen. Achten Sie am besten auf den Reifegrad der Triebe. Schneiden Sie zu früh, sind diese oft noch sehr weich und anfällig für Fäulnis. Schneidet man Stecklinge zu spät und sind sie bereits verholzt, werden sie jedoch nur selten anwurzeln. Hier gilt es also, einen guten Kompromiss zu finden.

2. Das passende Werkzeug

Für den optimalen Stecklingsschnitt benötigen Sie das passende Werkzeug. Am besten Sie nehmen ein Messer mit einer scharfen Klinge zur Hand, damit Ihnen ein sauberer Schnitt gelingt. Unscharfes Werkzeug hingegen sorgt oft für ausgefranste Wunden und Schnittstellen, die nur langsam verheilen und die Gefahr erhöhen, dass Keime ins Pflanzeninnere gelangen. Noch besser, Sie desinfizieren die Klinge des Messers vor und nach jedem Schnitt.

3. Stecklinge abdecken

Decken Sie Stecklinge in den ersten Wochen etwas ab, damit sie nicht allzu viel Feuchtigkeit über die Luft verlieren. Hierfür eignen sich zum Beispiel eine durchsichtige Haube, Anzuchtkästen oder auch ein Glas, dass umgekehrt über den Ableger gestülpt wird. Öffnen Sie die Abdeckungen hin und wieder, um Frischluft hineinzulassen und so Schimmelbildung zu vermeiden.

4. Die richtigen Pflanzen

Vorsicht, denn nicht jede Pflanze ist auch zur Stecklingsvermehrung geeignet. Die Zaubernuss zum Beispiel sowie einige Magnolien-Arten und auch Kieferngewächse bilden als Stecklinge keine Wurzeln. Ob eine Pflanze dazu geeignet ist, vermehrt zu werden, zeigt ihre Regenerationsfähigkeit. Treibt sie nach dem Rückschnitt wieder kräftig aus, lassen sich aus ihr in der Regel auch gut Stecklinge ziehen.

5. Bei der Bewurzelung helfen

Manche Stecklinge tun sich mit dem Bewurzeln etwas schwer. Dies gilt vor allem für empfindliche Pflanzen wie zum Beispiel Kamelien, Hortensien, aber auch verholzende Kübelpflanzen. Mit einem Bewurzelungspräparat können Sie hier nachhelfen. Entweder Sie tauchen die Setzlinge in das Präparat oder mischen es unter die Erde. Hier gibt es einen organischen Wurzelaktivator >>

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