Monstera richtig pflegen: Die wichtigsten Tipps

Monstera richtig pflegen: Die wichtigsten Tipps

Die Monstera ist wohl eine der beliebtesten Zimmerpflanzen und gar nicht mehr aus der Wohnung vieler Menschen wegzudenken. Die pflegeleichte Pflanze ist robust und daher einer unserer Pflanzen-Favoriten. Bei uns erfahren Sie, worauf Sie bei der Pflege achten sollten. 

Die Monstera deliciosa wird auch Fensterblatt genannt und gilt als besonders pflegeleichte Zimmerpflanze, die bei guter Pflege bis zu 3 Meter hoch werden kann. Die auffälligen und schildförmigen Blätter der Pflanzen können bis zu 50 Zentimeter groß werden. Wir wissen, welche Pflegetipps Sie beachten sollten, damit die Zimmerpflanze perfekt wächst und gedeiht, denn bei der Pflanzenpflege gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Woher kommt die Monstera? 

Bei der Monstera deliciosa handelt es sich um eine Zimmerpflanze, welche ursprünglich aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas stammt. Sie kam vor ungefähr 200 Jahre nach Europa und wurde dort in Gewächshäusern kultiviert. In ihrer Heimat windet sich die tropische Pflanze um die Baumstämme bis hinauf in die Kronen der Urwaldbäume. Daher präferiert die Pflanze einen Platz im Halbschatten. 

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Das sind die beliebtesten Arten

Die verschiedenen Monstera-Arten unterscheiden sich in Blattform und Wuchshöhe. Die wohl bekannteste Art ist die Monstera deliciosa, die eine der beliebtesten Zimmerpflanzen darstellt. Auch bei dieser Art gibt es verschiedene Sorten wie "Borsigiana", "Marmorata", "Aurea’" oder "Variegata". Wir kennen aber auch ein paar weitere beliebte Arten. 

Monstera adansonii

Diese Art wird auch Monkey Leaf genannt und besitzt hübsche gefensterte Blätter. Die Blattränder bleiben geschlossen, was der Pflanze ihr charakteristisches löcheriges Aussehen verleiht. 

Monstera obliqua

Auch diese Art zeichnet sich durch löchrige Blätter aus, bleibt allerdings wesentlich kleiner als die Monstera adansonii, welche 3 Meter hoch werden kann. Ihre dünnen Blätter sind zudem empfindlicher als bei anderen Arten. 

Monstera acuminata

Diese Art wird auch als spitzes Fensterblatt bezeichnet und zeichnet sich durch herzförmige, spitz zulaufenden Blätter aus. Sie wird bis zu 150 Zentimeter hoch und kann als Rankpflanze verwendet werden. 

Die richtige Pflege der Monstera 

Monsteras gelten zwar als besonders pflegeleicht, benötigen aber natürlich auch eine Pflege, die richtig für ihre Bedürfnisse ist. In unserer Anleitung finden Sie heraus, welchen Standort das Fensterblatt bevorzugt und bekommen Tipps zur Vermehrung des Pflanzenlieblings. 

Standort 

Die Monstera deliciosa bevorzugt einen Standort, der warm und hell ist, aber nicht in der prallen Sonne steht. Im Sommer können Sie die Zimmerpflanze auch an einen halbschattigen Standort an der frischen Luft stellen. Ist es zu dunkel, bilden sich die Blätter nicht so üppig aus. Am besten sollte das Fensterblatt Morgen- und Abendsonne abbekommen. Wer die Monstera im Sommer auf den Balkon oder in den Garten stellt, sollte darauf achten, diese rechtzeitig wieder reinzuholen, da die Zimmerpflanze Temperaturen unter 16 Grad Celsius nicht leiden kann.

Gießen 

Die Monstera sollten Sie nicht übermäßig viel gießen, denn sie verträgt Trockenheit besser als Staunässe. Verwenden Sie zum Gießen am besten Regenwasser oder destilliertes Wasser. Mit diesem können Sie die Monstera auch all 2-3 Tage einsprühen. Im Winter reicht es, die Zimmerpflanze alle 2 Wochen zu gießen. Unser Tipp: Verwenden Sie lieber weniger Wasser beim Gießen und überprüfen regelmäßig, wie feucht die Erde noch ist. 

Düngen 

Eine regelmäßige Nährstoffzufuhr ist essenziell für die Pflege der Monstera. Sie können sowohl Flüssigdünger im Gießwasser als auch Düngestäbchen verwenden. Die Zimmerpflanze benötigt Eisen und Kalium, um kräftige Blätter auszubilden. Von April bis August düngen Sie daher am besten jede Woche düngen. Von November bis Februar reicht eine Düngung alle 4 Wochen. 

Vermehrung 

Eine Monstera-Pflanze können Sie selbstverständlich auch vermehren und Ableger von der Mutterpflanze ziehen. So lässt sich die Trendpflanze zum Beispiel auch an Freunde verschenken. 

  1. Finden Sie zunächst einen geeigneten Steckling, welcher mindestens zwei Blätter und eine Luftwurzel besitzt. Den Steckling dann ungefähr 1 cm unter der Luftwurzel abschneiden. 
  2. Als Nächstes stellen Sie den Steckling in ein Behältnis mit Wasser, welches Sie wöchentlich auswechseln sollten. 
  3. Sobald sich neue Wurzeln gebildet haben, pflanzen Sie den Ableger in einen Topf mit Anzuchterde. Halten Sie die Erde in der ersten Zeit schön feucht. 

Schneiden 

Sollte die Monstera deliciosa zu groß werden, können Sie diese auch zurückschneiden. Das Fensterblatt schneiden Sie am besten im Frühjahr zwischen Februar und April. Die perfekte Schnittstelle befindet sich oberhalb der Blattachsel. 

Schädlinge und Krankheiten

Ob die Monstera deliciosa unter einer Krankheit leidet, können Sie in der Regel an den Blättern erkennen. 

  • Befall von Schildläusen und Spinnmilben: Die Tierchen finden sich an der Blattunterseite. Isolieren Sie die Pflanze bei einem Befall, damit andere Zimmerpflanzen verschont bleiben und duschen Sie die Pflanze ab, um die Schädlinge zu entfernen. Ist der Befall zu weit fortgeschritten, können Sie mit einer Mischung aus Seife und Spiritus arbeiten und die Blätter alle 4 Tage damit einsprühen. 
  • Braune Blattränder: Diese deuten darauf hin, dass Sie den Standort wechseln sollten. Die Zimmerpflanze könnte unter einem Kälteschaden, Sonnenbrand oder Lichtmangel leiden. 
  • Gelbe Blätter: Diese sind ein Anzeichen dafür, dass die Pflanzen unter Staunässe leiden. Daher kann es in diesem Fall helfen, Ihre Gießgewohnheit zu ändern und zu überprüfen, ob die Erde zu feucht ist. 

Dürfen Luftwurzeln abgeschnitten werden? 

Im Laufe ihres Lebens bilden Monstera Luftwurzeln aus, die viele Menschen nicht sonderlich ästhetisch finden. Dies liegt daran, dass es sich bei der Pflanze um eine Kletterpflanze handelt, welche in tropischen Gegenden beheimatet ist und dort in vielen Metern Höhe lebt. Dadurch kann die Monstera durch ihre Bodenwurzeln an einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr mit genügend Nährstoffen und Wasser versorgt werden und holt sich diese über die Luftwurzeln. In den eigenen vier Wänden werden diese allerdings schnell zur Stolperfalle. Die Frage, die sich stellt, lautet: Abschneiden oder nicht?  

So können Sie vorgehen 

Grundsätzlich sollten Sie die Luftwurzeln nicht abschneiden, sondern warten bis diese eingetrocknet oder abgestorben sind, bevor Sie diese entfernen. Wer nicht warten kann, verwendet eine besonders scharfe Schere oder ein scharfes Messer, um die Wurzeln direkt am Ansatz abzuschneiden. Tragen Sie dabei Handschuhe, um sich vor austretenden Pflanzensäften zu schützen. Besonders lange Luftwurzeln können Sie auch in den Topf umleiten. 

Umtopfen als Möglichkeit 

Bildet die Monstera besonders viele Luftwurzeln aus, ist auch ein Umtopfen in ein größeres Gefäß sinnvoll. Wer Stecklinge der Monstera zieht, sollte darauf achten, dass diese auch Luftwurzeln besitzen, um besser wurzeln zu können. 

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