10. März 2021
Wechseljahre: Das sind die drei Phasen

Wechseljahre: Das sind die drei Phasen

Wenn sich der weibliche Hormonspiegel in der zweiten Lebenshälfte umstellt, sprechen wir von den Wechseljahren. Diese Veränderung findet jedoch nicht von heute auf morgen statt – vielmehr gliedert sie sich in drei Phasen. Erfahren Sie hier, welche das sind und wie Sie entspannt durch jeden der Abschnitte gelangen.

Entspannt durch die Wechseljahre

Die Wechseljahre: Wenn die Hormone beginnen, verrückt zu spielen und der Körper sich langsam, aber sicher verändert.

Das kann schon mal beängstigend sein. Doch je informierter Sie sind, desto besser verstehen Sie Ihren Körper - und desto entspannter kommen Sie durch die Menopause.

Wechseljahre: Diese 3 Phasen gibt es

Phase 1: Vorboten

Die Einstellung der Fruchtbarkeit kündigt sich zunächst ganz langsam durch immer deutlicher werdende Symptome an.

Erfahren Sie hier, ob Sie schon mitten in der Menopause stecken >>

Unregelmäßiger Zyklus

Bei genauer Aufmerksamkeit stellen Sie fest, dass der Zyklus ungenauer oder auch kürzer wird. Dies merken allerdings nur Frauen, die nicht hormonell verhüten. Zudem können Menstruationsbeschwerden wie Kopfschmerzen oder Unterleibskrämpfe intensiver vorkommen.

Deprimierte Stimmung

Viele Frauen erleben bereits in der ersten Phase der Wechseljahre eine Art PMS: Sie fühlen sich lustlos und unausgeglichen, ohne, dass ein bestimmter Grund vorliegt. Wer damit zu kämpfen hat, kann zum Beispiel pflanzliche Mönchspfefferpräparate einnehmen, um der negativen Stimmung entgegen zu wirken.

Schwitzen

Das allseits bekannte Symptom des Schwitzens ist kein Märchen – tatsächlich führt die Hormonumstellung zu plötzlichen Schweißattacken. Dies beginnt bereits vor der eigentlichen Menopause. Anfangs tritt das unerwünschte Schwitzen vor allem nachts auf.

Auch interessant: Vorzeitige Wechseljahre - was, wenn die Menopause zu früh kommt? >>

Phase 2: Die letzte Periode

Die zweite Phase der Wechseljahre beinhaltet die letzte Periode und macht sich häufig durch unangenehme Beschwerden bemerkbar.

Erhöhter Östrogenspiegel

Aufgrund des überhöhten Östrogenspiegels am Anfang der Menopause empfinden viele Frauen ihre Brüste als besonders sensibel. Auch Spannungsgefühle können auftreten. Aufgrund des unausgeglichenen Hormonspiegels können außerdem Wassereinlagerungen während der Wechseljahre Probleme machen. Auch, wenn Sie sich nicht danach fühlen: Sport kann dagegen helfen!

Hitzewallungen

Die anfänglichen Schweißattacken weiten sich immer mehr aus: Frauen, die kurz vor der Menopause stehen, leiden oft unter fiesen Hitzewallungen. Geschuldet ist dies dem unausgeglichenen Östrogenspiegel, der normalerweise das Wärmezentrum in Gehirn mit reguliert. Achten Sie darauf, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle, Seide oder Leinen zu tragen.

Schlafstörungen

Zum späteren Zeitpunkt der Wechseljahre wendet sich das Blatt und aus dem erhöhten Östrogenspiegel wird ein zu niedriger. Das bewirkt, dass Sie schlechter einschlafen und eventuell auch Probleme haben, durchzuschlafen. Probieren Sie hier pflanzliche Wirkstoffe, die entspannend und müdigkeitsfördernd wirken, wie etwa Lavendelöl, Baldrian oder Johanniskraut.

Gelenkschmerzen

Was Hormone so alles regeln: Auch auf unsere Gelenke und Knochen hat der chaotische Hormonhaushalt einen Einfluss. Wer während der Wechseljahre Schmerzen bei Bewegungen wahrnimmt, kann auch dies auf den Östrogenabfall zurückführen. Sind die Beschwerden sehr stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine angepasste Hormonbehandlung.

Phase 3: Nach der letzten Regelblutung

Nun hat der Körper die Östrogenproduktion komplett eingestellt. Jedoch bedeutet dies dementsprechend ein Mangel an Östrogen.

Lesen Sie auch: So verändert sich der Körper in der zweiten Lebenshälfte >>

Osteoporose

Infolge des nicht mehr vorhandenen Östrogens neigen Frauen nach den Wechseljahren zu Osteoporose. Normalerweise verhindert das Hormon den Knochenabbau. Nun müssen Sie mithilfe der Ernährung entgegensteuern. Wichtig für die Knochen sind Kalzium und Vitamin D. Hartkäse und Mozzarella sollten auf Ihrem Speiseplan stehen. Ebenfalls wichtig, um den Knochenabbau zu verhindern: Ausreichend Bewegung und Sport.

Arterienverkalkung

Östrogen spielt auch für unsere Gefäße eine wichtige Rolle: So schützt es normalerweise vor Ablagerungen und verhindert so Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Achten Sie darauf, regelmäßig Sport zu treiben und sich ausgewogen zu ernähren, um das Risiko auch jenseits der Menopause gering zu halten.

Blasenbeschwerden

Blaseninfektionen oder auch Harninkontinenz sind leider häufige Begleiter für Frauen jenseits der letzten Regelblutung. Das liegt daran, dass mit dem ausbleibenden Östrogen auch das Immunsystem geschwächt wird. Beim Arzt kann mit einem niedrig dosierten Hormon entgegengewirkt werden.

Trockene Haut

Durch die Hormonumstellung und das steigende Alter wird die Haut trockener und dünner. Achten Sie auf ausreichend Feuchtigkeitspflege.
Vor allem Schleimhäute verlieren nach der Menopause an Feuchtigkeit. Besonders typisch ist die schmerzhafte Scheidentrockenheit. Wer diese Beschwerden verspürt, sollte sich von seiner Frauenärztin eine lokale Salbe verschreiben lassen.

In der dritten Folge des FÜR SIE Podcasts "Crazy Sexy Wechseljahre" spricht Angela Löhr mit einem ganz besonderen Gast: RTL-Moderatorin Katja Burkard verrät uns...
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...