Magerquark oder Speisequark: Was ist der Unterschied?

Magerquark oder Speisequark: Was ist der Unterschied?

Quark ist lecker und lässt sich vielseitig einsetzen: Ob als Obstquark, mit Müsli, zum Backen oder Kochen. Doch das Milchprodukt gibt es in verschiedenen Varianten. Wir klären auf über die Unterschiede zwischen Magerquark und Speisequark.

Was ist Quark eigentlich?

Speisequark wird grundlegend aus Milch hergestellt. Er gehört offiziell zu den Frischkäsesorten. Seine Konsistenz ist cremig und dicker, als Joghurt. Das liegt daran, dass die Molke im Herstellungsprozess durch Auspressen und Filtrieren entfernt wird. So bleibt der feste Teil über.
Speisequark muss, wie alle Frischkäse, laut der deutschen Käseverordnung jedoch mindestens 73 Prozent Wasser enthalten.

Unterschied zwischen Speisequark und Magerquark

Speisequark ist in verschiedenen Fettvarianten erhältlich. Magerquark ist Speisequark mit einem stark reduzierten Fettanteil von unter 10 Prozent in Trockenform. Wird von regulärem Speisequark gesprochen, ist in der Regel Sahnequark mit einem Fettgehalt von 40 Prozent in Trockenform gemeint. Beide Varianten sind Speisequark. Sie unterscheiden sich aber nicht nur im Fettgehalt, sondern dementsprechend auch in ihren Nährwerten.

Sahnequark enthält pro 100 Gramm:

  • 160 Kalorien
  • 2,6 g Kohlenhydrate
  • 11,1 g Eiweiß
  • 11,4 g Fett
  • 0 g Ballaststoffe

Magerquark enthält pro 100 Gramm:

  • 72 Kalorien
  • 4 g Kohlenhydrate
  • 14 g Eiweiß
  • 0 g Fett
  • 0 g Ballaststoffe

Im Video: Rezept für Low Carb Quark-Auflauf mit Obst

Welche Fettstufen gibt es?

Speisequark wird in allerlei Fettstufen angeboten. Am geläufigsten sind in Deutschland die Magerquarkstufe mit unter 10 Prozent Fett in Trockenform, Speisequark in Halbfettstufe mit 20 Prozent Fett in Trockenform und der Sahnequark mit 40 Prozent Fett in Trockenform.

Der Prozentsatz des Fettanteils bezieht sich auf die Trockenmasse des Quarks (dafür steht die Abkürzung i. Tr.). Folgende Fettstufen von Speisequark existieren:

Doppelrahmstufe: 65 bis 85 %
Rahmstufe: 50 %
Vollfettstufe: 45 %
Fettstufe (Sahnequark): 40 %
Dreiviertelfettstufe: 30 %
Halbfettstufe: 20 %
Viertelfettstufe: 10 %
Magerstufe: unter 10 %

So gesund ist Speisequark

Speisequark ist vor allem für seinen hohen Eiweißgehalt bekannt. Proteine sind sehr gesund und wichtig für unser Muskelwachstum. Zudem punktet Quark mit einem hohen Kalziumgehalt, welches wichtig für die Knochen ist. Auch Mineralstoffe und Vitamine sind in Quark enthalten, weshalb Quark prinzipiell als gesund gilt und gerne regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen sollte.

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Was ist gesünder: Speisequark oder Magerquark?

Speisequark punktet mit vielen Gesundheitsvorteilen. Doch zu welcher Fettstufe sollten wir greifen?
Tatsächlich ist Magerquark mit der geringsten Fettstufe aus gesundheitlicher Perspektive die gesündeste Wahl. Durch den geringen Fettanteil sinken auch die ungünstigen, gesättigten Fettsäuren und somit das Cholesterin im Magerquark. Zudem enthält Magerquark weniger Kalorien, dafür aber mehr gesundes Eiweiß, als Sahnequark.

Wann Sie Speisequark und wann Magerquark essen sollten

Nicht immer ist deshalb jedoch der Griff zum Magerquark automatisch die richtige Entscheidung. Es kommt hier ganz auf Ihre persönlichen Bedürfnisse an.

Wer auf seinen Cholesterinspiegel achtet, Personen, die abnehmen wollen oder ein Kaloriendefizit erreichen möchten oder besonders viel Quark pro Tag verspeisen, sollten auf Magerquark setzen.

Wer seinen Kalorienbedarf steigern möchte, mehr gesunde Fette zu sich nehmen will und auch zum Backen und Kochen eignet sich aufgrund des vollmundigen Geschmacks häufig eine fettere Variante, zum Beispiel die Halbfettstufe mit 20 Prozent Fett in Trockenform oder der Sahnequark mit 40 Prozent Fett in Trockenform. 

Probieren Sie doch mal verschiedene Fettstufen und schmecken Sie den Unterschied!

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