Waschball: So funktioniert die Öko-Alternative ohne Waschmittel

Waschball: So funktioniert die Öko-Alternative ohne Waschmittel

Mit einem Waschball ohne Waschmittel waschen? Das klingt zunächst verrückt. Die nachhaltige Alternative verspricht aber genau das. Bei uns erfahren Sie, wie sinnvoll das ökologische Waschen mit den Waschkugeln ist und die besten Tricks für eine Wäsche ohne Waschmittel. 

Ein Öko-Waschball, auch Wäscheball oder Waschkugel genannt, soll eine umweltfreundliche Alternative zum Waschen mit viel Waschmittel darstellen und die Textilien mindestens ebenso gut reinigen. Wer auf den wiederverwendbaren Öko-Ball setzen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. Wir liefern eine Anleitung für die Nutzung und verraten Ihnen die Vor- und Nachteile der Bälle. 

Wie wird ein Waschball benutzt? 

Die Reinigungskugeln geben Sie einfach zusammen mit Ihrer Wäsche in die Trommel. Temperaturen von 30 bis 60 Grad sollten dabei ausreichend sein. Bei starken Verschmutzungen können Sie zusätzlich etwas Waschmittel in das dafür vorgesehene Fach der Waschmaschine geben. Alternativ können Sie in diesem Fall auch einen Fleckenentferner einsetzen. 

Wie wird die Wäsche sauber? 

Ein Bio-Waschball gilt als besonders ökologisch und ist eine nachhaltige Alternative im Haushalt, die ganz ohne Tenside auskommt. Die Wäschekugel enthält Keramikteilchen und Magnete, die dafür sorgen, dass die Wäsche sauber wird. Einige Anbieter versprechen, dass die Kugeln für bis zu 1.000 Wäschen verwendet werden können. 

Die Mineralien im Inneren des Öko-Waschballs treffen auf das Wasser und geben dann negativ geladenen Ionen ab, die dafür sorgen, dass der Schmutz gelöst und Bakterien abgetötet werden. Auch die Reibung, die dadurch entsteht, dass der Waschball an die Textilien gelangt, unterstützt dabei, Verschmutzungen aus den Fasern zu lösen. 

Lesen Sie auch, welche Alternativen es gibt, wenn das Waschmittel leer ist >> 

Die Vorteile des Waschballs 

Nachhaltig 

Tenside sind eine Belastung für die Umwelt und in der Regel in herkömmlichen Waschmittel enthalten. Mit dem Einsatz eines Waschballs sollen mindestens 80 Prozent Waschmittel eingespart werden, welche so nicht mehr in der Umwelt landen. Das Problem mit Tensiden? Diese werden in Kläranlagen nicht zu 100 Prozent gefiltert und schaden bereits in niedrigen Konzentration der Tier- und Pflanzenwelt im Wasser. 

Stromsparend 

Durch den Einsatz eines Wäscheballs können Sie sogar Strom sparen. Der Waschball kommt nämlich bereits mit niedrigen Temperaturen gut klar und so wird weniger Energie für die Wassererhitzung aufgebracht. 

Günstig 

Ein weiterer Vorteil? Mit dem Einsatz eines Wäscheballs können Sie auch Geld sparen. Die Alternative ist bereits ab 15 Euro erhältlich und kann bis zu 1.000 Waschgänge mitmachen. Sie benötigen zudem weniger Waschmittel und sollten auch auf Weichspüler verzichten. Wer sich mit der Alternative anfreunden kann, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch günstig ist, spart bares Geld. 

Allergikerfreundlich 

Die Waschkugeln kommen ganz ohne Chemikalien aus und sind daher bestens für Allergikerinnen und Allergiker geeignet. Auch für empfindliche Haut von Kindern sind die Waschbälle perfekt, denn sie kommen ohne Duftstoffe oder mit anderen Zusätze aus, die Hautirritationen hervorrufen können. 

Die Nachteile des Waschballs 

Geruchsneutral 

Wer ohne Waschmittel wäscht, muss natürlich damit rechnen, dass die Wäsche geruchsneutral bleibt. Der typische Frischgeruch von Wäsche bleibt demnach aus und dies bedarf einer gewissen Eingewöhnungszeit. 

Verkalkung der Waschmaschine 

In Waschmittel findet sich Wasserenthärter, welcher dafür sorgt, dass Waschmaschinen nicht zu stark verkalken. Wer ausschließlich auf den Waschball setzt, sollte daher die Waschmaschine regelmäßig entkalken, um Schäden an dieser zu vermeiden. 

Schmutz 

Stark verschmutzte Kleidungsstücke werden bei dem Einsatz von Waschkugeln nicht so sauber wie gewünscht. Daher sollten Sie diese Teile vorbehandeln oder auf ein wenig Waschmittel setzen, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. 

Weiße Kleidung 

Die Kleidung kann schneller ergrauen, wenn Sie nur den Waschball benutzen. Daher bietet es sich an, hin und wieder auf ein leichtes Bleichmittel zu setzen, damit die Wäsche schön weiß bleibt oder Hausmittel auszuprobieren. Hier lesen, was helfen kann >>  

Welcher Waschball ist der Beste?

In unserer Galerie finden Sie Auswahl der Waschbälle, die bereits für einen günstigen Preis verfügbar sind. 

Weitere Möglichkeiten ohne Waschmittel zu waschen 

Wer aus ökologischen Gründen auf Waschmittel verzichten möchte, kann außerdem folgende Alternativen ausprobieren, die verhindern, dass Chemikalien in das Wasser gespült werden: 

  • Waschnüsse: Dieses natürliche Waschmittel wird ganz ohne chemischen Prozess hergestellt und ist zudem günstig. Außerdem lassen sich die Waschnüsse kompostieren. 
  • Efeu: Aus Efeu können Sie ein natürliches Waschmittel herstellen, welches die Umwelt nicht belastet. Dafür die Blätter gut reinigen und in einer Socke oder einem Wäschenetz mit in die Trommel geben. 

Wie sinnvoll ist eine Trocknerkugel? 

Sie besitzen einen Trockner, möchten bei der Wäsche allerdings auf umweltschädlichen Weichspüler verzichten. Dann könnte eine Trocknerkugel genau das Richtige für Sie sein.  Die Wäsche rotiert mehr und trennt die Wäsche voneinander. Dies sorgt dafür, dass etwa Handtücher schön weich und flauschig bleiben.

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