Untreue in der Ehe – so kommen Sie ihm auf die Schliche

Untreue in der Ehe: Ein Interview mit Privatdetektiv Marcus Lentz

In vielen Fällen ist es bloß ein kleiner Verdacht, der sich am Ende vielleicht als Eifersüchtelei oder als ein Missverständnis herausstellt. Manchmal ist jedoch auch etwas an dem Verdacht dran: dein Partner geht fremd.

Immerhin sind laut einer aktuellen Statistik des Dating-Portals ElitePartner aus dem Jahr 2020 rund ein Drittel der Männer bereits einmal fremdgegangen. Allein der Verdacht kann zu einer psychischen Herausforderung werden. Deshalb ist es besser Gewissheit zu haben. Denn vor allem in einem Eheverhältnis kann Fremdgehen und in der Folge eine Trennung schwerwiegende Folgen haben. Hier kann ein Privatdetektiv eingeschaltet werden. Die Detektei Lentz in Hamburg beschäftigt sich fast täglich mit solchen Fällen. Marcus Lentz leitet die Detektei.

Herr Lentz, schön, dass Sie die Zeit gefunden haben.

Sehr gern. Ich freue mich immer, wenn ich realistische Einblicke in unseren Beruf geben kann.

Wenn jemand in der Beziehung einen solch schwerwiegenden Verdacht hat, der möglicherweise die Ehe aufs Spiel setzen könnte, ist das bestimmt eine große Belastung. Wie geht es den Menschen, wenn sie Rat bei Ihnen suchen?

Die meisten Mandanten die mit privaten Anliegen zu uns kommen, wollen nur einfach endlich Gewissheit. In vielen Fällen geht es natürlich auch um Geld. Wenn eine Ehe/Partnerschaft zerbricht, sind die Betroffenen ja meist auch wirtschaftlich miteinander verflochten. Die Mandanten sind in der Regel sehr klar und konsequent und wollen wissen, woran Sie sind. Emotionen spielen in den allerwenigsten Fällen eine Rolle.

Ein Privatdetektiv wird bestimmt nicht bereits bei einem ersten Verdacht aktiv. Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie eingeschaltet werden?

Die meisten Mandanten haben seit geraumer Zeit in ihren Augen bereits klare Anzeichen dafür gefunden, dass etwas nicht stimmt. Das können geplatzte Alibis sein, oder sonstige Dinge, die Aussagen des eigenen Partners schlicht als unwahr entlarvt haben. Gott sei Dank sind die meisten Mandanten so clever und sprechen ihren Partner nicht darauf an. Das würde nach meiner 30jährigen Erfahrung auch zu rein gar nichts führen. Kein Partner steht plötzlich da uns sagt ‚Ja, jetzt wo du es ansprichst. Ja, ich habe schon seit einem halben Jahr ein Verhältnis mit deiner Freundin...‘ Das ist schlicht Wunschdenken. Das Einzige was man damit erreicht, ist den Partner misstrauisch zu machen und das wiederum führt dazu, dass die Aufklärung erschwert wird.

Wie wird denn ein Partner verdächtig? Gibt es hier Anzeichen, die meinen Verdacht bekräftigen können?

Es sind häufig immer wiederkehrende und auf praktisch jede Ehe/Partnerschaft übertragbare Anzeichen, die wir auch hier https://www.lentz-detektei.de/privat/anzeichen-von-untreue zusammengestellt haben. Ein echtes Klischee, aber es trifft in 95% aller Fälle wirklich so zu.

Sie sind auf eine Person angesetzt. Wie laufen Ihre Ermittlungen dann ab und was „dürfen“ Sie alles?

Nun, wir dürfen alles das was nicht gegen das Gesetz verstößt. Also Telefonate abhören, WhatsApp knacken o.ä. ist natürlich ein schwerer Straftatbestand und darf daher nicht erfolgen; würde Ihnen aber auch für eine Scheidung vor Gericht nichts bringen. Wir observieren die Zielperson, dokumentieren deren Aktivitäten und – wenn sich der Verdacht bestätigt, dass eine außerpartnerschaftliche, bzw. außereheliche, intime Affäre vorliegt, dann dokumentieren wir das ganze schriftlich + visuell und klären die Identität der Affäre.

Wie reagieren die Menschen auf die Ergebnisse Ihrer Ermittlungen? Immerhin handelt es sich ja um ein sehr emotionales Thema.

In unserer Gegenwart sind die meisten sehr ruhig. Fast schon gelassen. Man merkt vielen aber an, dass das nur der erste Schock; die Fassade ist. Den eigenen Partner dann auf Fotos Arm in Arm küssend mit einer Affäre zu sehen, ist etwas anderes, als das nur zu erahnen.

Wenn Sie von Personen wegen Untreue engagiert werden, wie sieht hier Ihre Aufklärungsquote aus, beziehungsweise, wie oft bestätigt sich ein Verdacht?

Diese Quote ist natürlich nicht repräsentativ, da wir ja immer nur dann engagiert werden, wenn schon ein ganz klarerer Anfangsverdacht vorliegt. Aber in acht von zehn Fällen ist der Verdacht unseres Mandanten berechtigt. In den restlichen beiden Fällen ist es wirklich so, dass die Angaben, egal wie unglaubwürdig sie auch sein mögen, wirklich der Wahrheit entsprechen. Wir haben auch Fälle, in denen der Mandant glaubt, er wird betrogen und in Wahrheit ist der eigene Partner beim Tanzkurz um zum Hochzeitstag den langersehnten Wunsch des Partners nach gemeinsamen Tanzabenden zu erfüllen. Auch das hatten wir schon. In diesen Fällen kann die Einschaltung unserer Detektei auch eine vertrauensbildende Maßnahme sein, wenn unser Mandant merkt, dass er seinem Partner Unrecht getan hat.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Marcus Lentz von der Detektei Lentz in Hamburg.

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