30. April 2021
Camping für Anfänger: Die 5 wichtigsten Tipps

Camping für Anfänger: Die 5 wichtigsten Tipps

Mit dem Wohnmobil die schönsten Seen und Plätze in Deutschland entdecken? Das klingt nach Freiheit, Urlaub und Abenteuer. Doch Anfänger sollten dabei ein paar Dinge beachten! Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps für einen erfolgreichen Camping-Urlaub.

Mit dem Fahrzeug loszudüsen, die Freiheit zu genießen, die Umgebung zu entdecken und der Natur ganz nah zu sein – das liegt immer mehr im Trend. Nicht nur Familien, auch Paare, Freunde oder Alleinreisende genießen einen tollen Campingurlaub. Damit der Roadtrip allerdings auch erfolgreich vonstattengeht, sollten Sie vor der Abreise so einiges beachten. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Camping-Tipps für Anfänger!

5 Anfänger-Tipps für einen erfolgreichen Camping-Urlaub

1. Das richtige Fahrzeug: Wohnmobil oder Wohnwagen?

Wenn Sie nicht schon ein Gefährt besitzen, sollten Sie sich vor der Camping-Reise Gedanken darüber machen, ob Sie lieber mit einem Wohnmobil oder einem Wohnwagen losfahren möchten.

Ein Wohnmobil ist einfacher und schneller zu fahren, dafür aber auch teurer und inflexibler. Sie können hier kein Auto abspannen, um Ausflüge zu unternehmen.
Der Wohnwagen ist vor Ort einfacher: Sie können den Wohnwagen einfach stehen lassen und mit dem Auto umliegende Aktivitäten erreichen. Jedoch ist dieser schwerer zu fahren und es sind nicht alle Straßen für Anhänger geeignet. Überlegen Sie sich also, was für Ihre Strecke am meisten Sinn ergibt. 
Tipp: Leihen Sie sich für die ersten Reisen ein Gefährt, bevor Sie etwas kaufen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welches Ihnen mehr liegt.

Übrigens: Es dürfen immer nur so viele Personen an Bord sein, wie geprüfte TÜV-Sitze vorhanden sind. Hat das Wohnmobil nur vier Sitze, kann eine fünfköpfige Familie damit nicht reisen.

Beim Beladen achten Sie darauf, das zulässige Gesamtgewicht nicht zu überschreiten (inklusive der mitfahrenden Personen!). Schwere Sachen sollten immer nach unten gepackt werden – je tiefer der Schwerpunkt des Campers, desto stabiler ist er beim Fahren.

Vor der Abfahrt sollten Sie in jedem Fall die Technik des Fahrzeuges überprüfen: Batterie, Reifen, Gasflasche und die Pumpe am Wasserhahn. Auch ob der Wassertank sauber ist, sollte sichergestellt sein. 

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2. Nicht allzu spontan: Route planen und Stellplätze kennen

Am Anfang empfiehlt es sich nicht, blind drauf los zu fahren. Überlegen Sie sich zumindest in etwa eine Route. Prüfen Sie vorher die Straßen, die Sie fahren möchten: Manchmal ist nicht der schnellste Weg laut Navi der beste, sondern eine schönere Strecke, die einen Umweg wert ist. Achten Sie auch darauf, ob alle Straßen mit größeren Gefährten oder Anhängern befahrbar sind.

Sich vorab über geeignete Stellplätze und Campingplätze zu informieren und gegebenenfalls schon zu reservieren, ist ebenfalls eine gute Idee. So vermeiden Sie, bei Überfüllung keinen Platz mehr zu bekommen oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt keine Unterkunft zu finden. Hier finden Sie alle Tipps zum Thema Stellplätze >>

Wildcampen ist übrigens in Deutschland und im restlichen Europa verboten. Sie dürfen also nicht einfach nur frei herumstehen. Es ist allerdings ausnahmsweise erlaubt, für eine Nacht im Wohnmobil im öffentlichen Verkehrsraum zu übernachten, um die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen.

3. Frischwassertank, Spüle & Co.

Vor dem Losfahren bis zum Rand vollmachen? Ein typischer Anfängerfehler. Das muss nicht sein, denn je voller der Frischwassertank, desto mehr Gewicht schleppen Sie mit. Das verändert nicht nur das Fahrverhalten des Wohnmobils, sondern verbraucht auch mehr Sprit. Füllen Sie ihn stattdessen nur halbvoll – keine Sorge, Wasser bekommen Sie an allen Campingplätzen oder Tankstellen.

Der Abwassertank sowie die Toilette sollte dagegen jedoch vor jeder Weiterfahrt entleert werden. So sparen Sie sich Gewicht und es ist außerdem hygienischer.

Tipp: Vermeiden Sie übrigens immer, wenn es geht, in der Camping-Spüle Geschirr abzuwaschen. So verstopft der Abfluss nicht und es entstehen keine unangenehmen Gerüche. Sind Sie also gerade auf dem Campingplatz, greifen Sie lieber zu einer Wanne, die Sie anschließend entleeren können oder suchen Sie ein Waschbecken auf.

4. Essensversorgung

Beim Campen kümmert man sich um seine Verpflegung in der Regel selbst. Deshalb sollten Sie sich vorher Gedanken um Ihren Lebensmittelvorrat machen. Meist gibt es auf den Campingplätzen kleine Läden oder gar Restaurants – dennoch empfiehlt es sich, ein paar Grundnahrungsmittel an Bord zu haben: Reis, Nudeln, Suppen, Eintöpfe, H-Milch, Öl, Gewürze.

Halten Sie sich an einfache Gerichte mit wenig Zutaten – meist stehen Ihnen nur maximal zwei Herdplatten zur Verfügung. Falls Sie keine Herdplatte im Camper haben, bringen Sie einen Campingkocher mit. 

Hier finden Sie 3 Tipps zur Camping-Küche für unterwegs >>

5. Kleingeld dabei haben

Ein letzter, kleiner aber feiner Tipp für Camping-Anfänger: Haben Sie immer ausreichend Kleingeld dabei. Dies ist unterwegs sehr nützlich: Ob für Maut, Parkplatzgebühren, Wasser, die Waschmaschine oder zur Abwasserentsorgung – ein paar kleine Münzen werden Sie ständig brauchen. Dann immer große Scheine wechseln gehen zu müssen, ist äußerst mühsam.

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