30. Dezember 2020
5 Alkohol-Irrtümer, die Sie bisher geglaubt haben

5 Alkohol-Irrtümer, die Sie bisher geglaubt haben

Ein Konterbier gegen den Kater, ein Verdauungsschnaps für den Magen und bloß nicht durcheinander trinken: Was ist dran an diesen weit verbreiteten Glauben? Wir verraten Ihnen, welche Alkohol-Mythen überraschend unwahr sind.

5 Irrtümer über Alkohol, an die Sie bisher geglaubt haben

Alkohol im Essen verkocht

Rotwein in der Soße, ein Schuss Kirschwasser für das Aroma – Alkohol ist beim Kochen eine beliebte Zutat, um leckere Gerichte zu verfeinern. Und der Alkoholgehalt verkocht ja schließlich sowieso beim Zubereiten – so die Annahme.
Aber auch hier handelt es sich um einen weit verbreiteten Irrtum! Tatsächlich verdunstet Alkohol zwar bei 78 Grad Celsius, jedoch verbindet es sich auch mit Fett. Bedeutet: Beinhaltet die Mahlzeit Fett, kann es sein, dass die Moleküle den Alkohol einschließen – und ihn so erhalten.

Alkohol als Einschlafhilfe

Nach dem Glas Rotwein werden wir so richtig müde und können dann prima einschlafen? Den Effekt kennen wir nur zu gut – da muss doch was dran sein, oder?
Tatsächlich ist wissenschaftlich erwiesen, dass uns Alkohol schneller einschlafen lässt. Das Problem ist jedoch die Langzeitwirkung: In der zweiten Hälfte der Nacht schlägt der Effekt um! Der Alkohol lässt uns unruhiger schlafen, stört unsere REM-Phase und sorgt für nächtliches oder frühmorgendliches Erwachen. Die Folge: Unser Schlaf ist deutlich unerholsamer. Deshalb sollten Sie Alkohol nicht als Schlummertrunk einsetzen. Verwenden Sie bei Schlafproblemen lieber Kräutertees mit Kamille oder Lavendel.  

Der Verdauungsschnaps

Wer kennt ihn nicht, den guten alten Verdauungsschnaps? Haben wir während der Feiertage ein wenig zu viel gegessen, soll der Kurze nach dem Essen den Magen beruhigen und das unangenehme Völlegefühl beseitigen. Besonders beliebt dafür sind Kräuterschnäpse aller Art. Doch hilft das wirklich?
Die Antwort lautet nein! Durch den hohen Alkoholgehalt spüren wir den Schnaps zwar unseren Verdauungstrakt hinunterrinnen und empfinden sogar aufgrund der Entspannung der Muskulatur im Magen einen kurzzeitigen, wohligen Effekt. Jedoch bewirkt der Kurze dann das Gegenteil: Der Schnaps verlangsamt die Verdauung und ist deshalb keinesfalls förderlich. Besser: Gehen Sie eine Runde spazieren!

Das Konterbier

Am Morgen nach einer langen Partynacht spüren Sie den Kater kommen: Der Schädel brummt, der Magen rumort. Jetzt schnell entgegenwirken und einfach weitertrinken? Das klassische Konterbier ist eine bekannte Methode, um den Kater angeblich erträglicher zu gestalten.
In der Tat stellt sich dieser Effekt ein, wenn Sie sich erneut betrinken. Der Alkohol betäubt schließlich unsere Sinne und verschiebt die unangenehmen Folgen nach hinten. Doch genau hier liegt das Problem: Das Kontertrinken verbessert, geschweige denn verhindert, einen Kater ganz und gar nicht. Im Gegenteil – wir schieben das unvermeidbare Übel nur auf die lange Bank. Nach dem Konterbier kommt der Kater dann mit umso größerer Wucht zurück. Nicht besonders empfehlenswert! Wir sagen: Augen zu und durch. Kurieren Sie sich lieber gleich vernünftig aus, trinken Sie viel Wasser, gehen Sie an die frische Luft und schlafen Sie sich aus.

Bier auf Wein, das lass sein

Von Anfang an bekommen wir vorgebetet, ja nicht durcheinander zu trinken. Getreu dem Motto: Wein auf Bier, das rat ich dir, Bier auf Wein, das lass sein!
Denn wer verschiedene Alkoholsorten an einem Abend vermischt, dem steigt es schneller zu Kopfe und dem droht am nächsten Tag ein besonders schlimmer Kater – oder? So zumindest der Glaube.
Die Wahrheit lautet: Dieser Mythos ist falsch!
Tatsächlich entscheidet allein die Menge und der Prozentgehalt des Alkohols über unseren Zustand. Natürlich spielen Faktoren wie Körpergröße, Gesundheitszustand, das zu uns genommene Essen etc. ebenfalls eine Rolle. Das Vermischen von verschiedenen Alkoholsorten jedoch nicht.
Tipp: Wer allerdings besonders zuckerhaltige Getränke wie zum Beispiel Cocktails zu sich nimmt, der riskiert einen umso schlimmeren Kater. Zucker verlangsamt nämlich den Abbau des Alkohols im Körper.

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