2. November 2021
Schadet es, Hexenhaare rauszuzupfen?

Schadet es, Hexenhaare rauszuzupfen?

Ob am Kinn, am Hals oder am Arm: Fast jeder entdeckt irgendwo ein auffälliges, überlanges Haar am Körper, das hervorsticht. Wen es kosmetisch stört, der greift schnell zur Pinzette und zupft es heraus. Doch wie gesund ist das eigentlich und wächst es dann vielleicht sogar stärker nach?

Einzelne, auffällige, dunkle Haare sind besonders im Gesicht störend. Die einfachste Lösung: schnell herausziehen! Doch sollte man das wirklich tun?

Was ist ein Hexenhaar?

Bei sogenannten Hexenhaaren handelt es sich nicht um die regulären feinen Härchen, die unseren ganzen Körper und auch das Gesicht bedecken. Hexenhaare treten vereinzelt auf, sind deutlich auffälliger, meist dunkel und lang. Vor allem, wenn sie im Gesicht wie etwa am Kinn auftreten, bemerken wir diese und empfinden sie meist als optisch störend. Woher sie kommen ist nicht hundertprozentig erforscht. Wissenschaftler gehen von einer genetischen und einer hormonellen Komponente aus. Auch auf Pigmentflecken oder Muttermalen treten häufig die sogenannten Hexenhaare auf. Das ist kein Zufall, da hier die Haarproduktion durch die Pigmentstörung begünstigt ist. Schädlich sind Hexenhaare nicht, jedoch empfinden sie viele Betroffene als optisch störend.

Wächst das Hexenhaar stärker nach, wenn man es herauszupft?

Wer Angst hat, dass sein Hexenhaar stärker und schneller nachwächst, nachdem man es mit der Pinzette entfernt, der sei an dieser Stelle beruhigt: Dies ist nicht der Fall! Zupfen Sie das Hexenhaar mitsamt der Wurzel hinaus, wächst es ganz langsam und normal wieder nach. Dabei mag es einem eventuell so vorkommen, als wäre es dunkler oder dicker geworden – das wirkt allerdings nur so, da zuerst der „dicke Stamm“ des Haars zu sehen ist, bis es länger und weicher wird.

Schadet es der Haut, das Haar herauszuzupfen?

Wer das Härchen mit einer Pinzette entfernt, sollte dennoch vorsichtig sein. Das Herausreißen der Wurzel aus der Haut ist nämlich eine kleine Verletzung der Haut. Desinfizieren Sie Pinzette und Hautstelle deshalb am besten vorher mit einem besonders hautfreundlichen Desinfektionsmittel, damit keine Bakterien hineingelangen und sich nichts entzündet.

Das Risiko, dass das Hexenhaar beim Nachwachsen in der Haut einwächst, ist jedoch gegeben. Gesichtsmassagen an der Stelle oder sanfte Peelings (nicht häufiger als einmal die Woche) können helfen.

In diesem Fall sollten Sie Gesichtshaare nicht herauszupfen

Befindet sich das Hexenhaar auf einem Muttermal oder Pigmentfleck, sollten Sie es besser nicht mit einer Pinzette herausziehen. Die empfindlichen Hautstellen begünstigen nämlich eine krankhafte Hautveränderung, weshalb Sie diese Bereiche lieber in Ruhe lassen und nicht mit zusätzlichen Verletzungen konfrontieren sollten. Möchten Sie die Hexenhaare auf einem Muttermal unbedingt loswerden, schneiden Sie es ganz vorsichtig, z.B. mit einer desinfizierten Nagelschere ab.

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