Nagelhaut entfernen: Step-by-Step-Anleitung

Nagelhaut entfernen: Step-by-Step-Anleitung

Beim Entfernen von Nagelhaut kann so einiges schiefgehen. Wir wissen, wie es richtig funktioniert – und verraten Ihnen außerdem die besten Tipps für gepflegte Nägel.

Überschüssige Nagelhaut sieht nicht nur unschön aus, sie kann auch gesundheitliche Folgen mit sich bringen – zum Beispiel indem sie sich entzündet. Eigentlich ist die Nagelhaut nämlich dazu da, das empfindliche Nagelbett zu schützen. Ist sie jedoch verletzt, haben Keime ein leichtes Spiel und können ungehindert eindringen. Wir verraten, wie Sie Ihre Nägel von Nagelhaut befreien und so Entzündungen sowie Verletzungen vorbeugen können.

Lesen Sie hier, was Sie gegen brüchige Nägel tun können >>

Nagelhaut richtig entfernen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Schritt: Nagelhaut einweichen

Da die Nagelhaut sehr sensibel ist und es schnell zu Verletzungen kommen kann, sollten Sie beim Entfernen äußerst vorsichtig vorgehen. Weichen Sie die Haut zunächst mit einem Nagelhautentferner ein, der sie schön geschmeidig macht. Alternativ können Sie auch zu einem speziellen Nagelöl greifen.

2. Schritt: Nagelhaut zurückschieben

Nun können Sie die Haut mit einem abgerundeten Rosenholzstäbchen zurückschieben. Greifen Sie bitte niemals zu scharfen oder spitzen Gegenständen – diese können die empfindliche Nagelhaut nämlich verletzten. Wer etwas fortgeschrittener in Sachen Maniküre und Pediküre ist, kann stattdessen auch zu einer Nagelhautzange oder Nagelhautschere greifen.

3. Schritt: Nagelpflege

Wurde die Nagelhaut erfolgreich zurückgeschoben, ist es an der Zeit für eine intensive Pflege. Leiden Sie unter besonders trockener und rissiger Nagelhaut, können Sie diese mit einem speziellen Balsam geschmeidig halten. Auch Hausmittel wie Olivenöl oder Sonnenblumenöl tun der empfindlichen Nagelhaut jetzt besonders gut.

Überschüssige Haut mit Hausmitteln entfernen

Haben Sie mal keinen Nagelhautentferner zur Hand, können Sie Ihre Nagelhaut auch mit Hausmitteln entfernen. So können Sie zum Beispiel ein Nagelbad aus Jojoba- oder Olivenöl herstellen, in dem Sie ein paar Tropfen des Öls in eine Schale mit warmem Wasser geben. Nun die Hände darin baden und die Nagelhaut anschließend mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben. Alternativ können Sie Ihre Nägel auch für 10 Minuten in einer Schüssel mit Apfelessig einweichen.

Nagelhaut zurückschieben oder schneiden?

Greifen Sie beim Entfernen von Nagelhaut bitte niemals zu einer herkömmlichen Nagelschere. Das Schneiden, aber auch das Fräsen von Nagelhaut ist absolut Tabu! Die Haut franst so nämlich noch mehr aus und Entzündungen sind vorprogrammiert. Besser ist es, die Nagelhaut wirklich nur zurückzuschieben oder diese ganz vorsichtig mit einer Nagelhautzange abzuknipen. Auch sollten Sie Nagelhaut niemals abkauen, um Verletzungen zu vermeiden. Legen Sie sich im Zweifel einen bitteren Speziallack aus der Apotheke zu, der Sie davon abhält.

Hier verraten wir, wie Sie sich lästiges Nägelkauen abgewöhnen können >>

Wie kommt es zu eingerissener Nagelhaut?

Für eingerissene Nagelhaut gibt es tatsächlich mehrere Gründe. So können zu häufiges Händewaschen, aber auch aggressive Reinigungsmittel und Nagellackentferner dafür sorgen, dass den Händen Feuchtigkeit entzogen wird und die Nagelhaut austrocknet. Gleiches gilt für trockene Heizungsluft. Aber auch bei der Nagelpflege schleichen sich gerne ein paar Fehler ein. Wird überschüssige Haut an den Fingernägeln zum Beispiel nicht regelmäßig zurückgeschoben, wächst sie an den Nägeln fest – und reißt im schlimmsten Fall ein. Setzen Sie zu selten auf Handcreme & Co. sorgt auch dies dafür, dass die zarte Haut an Ihren Händen nicht genug Feuchtigkeit bekommt.

Was tun bei Entzündungen der Nagelhaut?

Entzündet sich die Haut an den Nägeln, müssen Sie natürlich nicht gleich bei den ersten Anzeichen einer Entzündung einen Arzt aufsuchen. Mit einem Hand- oder Fußbad können Sie versuchen, die Entzündung selbst zu behandeln. Besonders eignen sich hier natürliche Wirkstoffe wie Kamille oder Arnika. Aber auch Teebaum wirkt wahre Wunder. Zusätzlich können Sie Ihren Finger mit Pflastern oder Verbänden stabilisieren. Setzt auch nach einigen Tagen keine Besserung ein und kommt es zu Schwellungen, Rötungen oder gar Schmerzen, lässt sich der Besuch beim Hautarzt jedoch nicht vermeiden.  

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