Bewusst kaufen Kosmetik ohne Tierversuche erkennen

Kosmetik sollte natürlich und verträglich sein, aber auch sorgsam mit der Welt und den Bewohnern dieser umgehen. Aus diesem Grund ist gerade bei der Herstellung von Kosmetik wichtig, einen nachhaltigen Umgang mit Pflanzen zu pflegen aber auch die Tiere zu schützen. In der Vergangenheit wurden Kosmetikprodukte oftmals an Tieren getestet, doch dem wird jetzt durch Naturkosmetik entgegengewirkt. Was diese Produkte ausmacht, werden wir nun genauer beschreiben.

Naturkosmetik Kosmetik ohne Tierversuche erkennen © Ivan Bajic/iStock

Kosmetik ist tierversuchsfrei

In Deutschland dürfen bereits seit 1998 für Beauty-Produkten keine Tierversuche mehr durchgeführt werden. Ebenso reagierte im März 2013 die EU mit einem Einführungsverbot für Kosmetikartikel, welche im Tierversuch getestet wurden. 

Woran werden Naturkosmetik-Produkte ohne Tierversuche erkannt?

Es ist nicht einfach bei der Vielzahl an Naturkosmetikprodukten und den entsprechenden Siegeln, die darauf hinweisen, dass die Produkte ohne Tierversuche hergestellt wurden, sich zurechtzufinden. Denn sicher haben Sie es auch schon festgestellt, dass es keine einheitlichen Zertifikate für Naturkosmetik, vegane Kosmetik oder das Make up ohne Tierversuche gibt. Um sicher zu sein, dass die Kosmetikprodukte die einzelnen Kriterien erfüllen, müssen Sie sich mit den einzelnen Siegeln und Zertifikaten auseinandersetzen. Nur wenn die Kosmetikprodukte kontrolliert wurden, können Sie sicher sein, dass eine Herstellung ohne, dass Tiere hierbei sterben mussten, gewährleistet wird.
Durch die Siegel wird außerdem garantiert, dass selbst die verwendeten Rohstoffe bei den fertigen Produkten ohne Tierversuche ausgekommen sind.

Die unterschiedlichen Siegel für die Kennzeichnung von tierversuchsfreier Kosmetik

Sicher haben Sie auf den Kosmetikartikeln auch schon die unterschiedlichen Siegel wahrgenommen, die darauf hinweisen, dass es sich um Produkte handelt, die tierversuchsfrei sind, wie zum Beispeil:

  • die Veganblume
  • das BDIH-Siegel
  • dem Leaping Bunny
  • die Hasen mit der schützenden Hand

Doch was sagen diese Siegel über die Kosmetik aus? Wir werden jetzt mit unserer Erklärung dafür sorgen, dass Sie die einzelnen Siegel besser verstehen werden.

Die Veganblume 

Die Veganblume finden Sie in der Regel auf Lebensmitteln und Kosmetikartikeln, die ganz ohne tierische Stoffe auskommen und auch zu keiner Zeit Tierversuche an dem Produkt oder dessen Inhaltsstoffen durchgeführt wurden. Bei Produkten mit dem Veganblume-Siegel können Sie als Verbraucher deshalb sicher sein, dass Sie vegane und tierversuchsfreie Produkte ausgewählt haben. Bei diesem Siegel handelt es sich um ein international anerkanntes, welches von der „Vegan Society England“ vergeben wird. Für den deutschsprachigen Raum ist allerdings die Vegane Gesellschaft Österreich zuständig. In der Zwischenzeit gibt es auf dem Markt schon 22.000 gelabelte Produkte. Wollen Sie sicher sein, dass die pflegende und dekorative Kosmetik, die Sie gerne benutzen, weder tierische Bestandteile noch das Neben- und Endprodukt aus Tieren gewonnene Rohstoffe enthält, so bietet die Veganblume einen wichtigen Hinweis hierfür, das vor der Herstellung der Kosmetikprodukte keine Tierversuche durchgeführt wurden.

Das BDHI-Zertifikat

Auf kontrollierter Naturkosmetik finden Sie das BDHI-Siegel, welches vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für kosmetische Mittel, Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel vergeben wird. In diesem Fall handelt es sich aber bei der kontrollierten Naturkosmetik nicht um vegane Produkte. Der Grund liegt darin, dass in der Naturkosmetik auch Stoffe enthalten sein dürfen, die von Tieren produziert werden, wie Honig oder Milch. Dennoch können Sie sich auch bei dieser Naturkosmetik sicher sein, dass bei der Herstellung ebenso wie bei der Entwicklung und Prüfung der Endprodukte keine Tierversuche gemacht oder in Auftrag gegeben wurden. Die Kriterien welche erfüllt werden müssen, um den Anforderungen zu entsprechen, werden von unabhängigen Stellen kontrolliert und mitentwickelt, sodass Sie den Produkten mit einem BDIH-Siegel vertrauen können, denn nur tierversuchsfreie Naturkosmetik wird mit einem solchen Siegel zertifiziert.

Das Siegel mit dem springenden Hasen (Leaping Bunny)

Das Leaping Bunny Siegel zeigt einen springenden Hasen und bezieht sich auf den Aspekt von Tierversuchsfreiheit bei Kosmetik und Haushaltswaren. Auch bei Produkten mit diesem Zertifikat können Sie sich sicher sein, dass die Inhaltsstoffe der Kosmetika ganz ohne Tierversuche produziert wurden, was sich sowohl auf die verwendeten Rohstoffe als auch auf das Endprodukt bezieht. Hierbei werden keine weiteren Aussagen bezüglich der Umwelt- oder Sozialaspekte gemacht. Die Auszeichnung mit dem Leaping Bunny tragen hierbei nicht nur die einzelnen Produkte, sondern die Firma. Deshalb müssen sich diese Firmen auch dazu bereit erklären, dass sie regelmäßige Kontrollen durch die Prüfinstanz gewähren, denn nur so kann auch gewährleistet werden, das der Human Cosmetics Standard (HCS) eingehalten wird. Dem internationalen Standard dieses Labels kommt eine wichtige Bedeutung zu, denn die Anforderungen gehen auch über die Bedingungen der Gesetzgebung in Europa hinaus, weshalb sie auch von wichtigen Tierschutzorganisationen betreut werden.

Das IHTK-Zertifikat

Auch das IHTK-Prüfzeichen kennzeichnet Kosmetik ohne Tierversuche. Hierbei handelt es sich um den Internationalen Herstellerverband gegen Tierversuche. Dieses Prüfzeichen erkennen Sie durch einen „Hasen mit der schützenden Hand“. Den Vorgaben für diese tierversuchsfreie Kosmetik liegen die Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes e.V. zugrunde, welche als die strengsten Kriterien bei tierversuchsfreier Kosmetik gelten. Denn hier wird vor allem darauf geachtet, dass keine Rohstoffe vom toten Tier verwendet werden, aber auch Rohstoffe von lebenden Tieren wie Milch und Eier müssen aus biologischer Tierhaltung stammen oder mindestens der EU-Bio-Verordnung entsprechen.

Warum gibt es Tierversuche in der Kosmetikindustrie?

Tierversuche sind immer grausam aber auch teilweise sehr nutzlos, denn das Gewebe von Tier und Mensch ist unterschiedlich, trotzdem gibt es in der Kosmetikindustrie immer noch häufig Tierversuche. Doch der Grund warum an diesen festgehalten wird, liegt klar auf der Hand, denn auf diese Weise wollen die Kosmetikunternehmen sich vor eventuellen Schadensansprüchen und dem daraus resultierenden Imageschaden schützen. Was wieder beweist, dass den Unternehmen an einer Maximierung des Gewinns mehr gelegen ist, als daran, die Tiere zu schützen. Manche Kosmetikunternehmen versuchen mit immer neuen Kreationen und Inhaltsstoffen mehr Kunden und Verbraucher zu gewinnen und setzen daher nicht auf altbewährte Rohstoffe. Deshalb spricht man bei Tierversuchen in der Kosmetikindustrie auch gern von einer Alibifunktion, da diese nicht dem Schutz der Verbraucher dienen, sondern eher die Produzenten schützen sollen. 

So wird die Haut ohne schlechtes Gewissen gepflegt

Wollen Sie nicht nur mit Ihrer Haut, sondern auch mit der Umwelt ganz bewusst umgehen, so sollten Sie auf jeden Fall auf Naturkosmetik ohne Tierversuche zurückgreifen, denn nur so kann auch sichergestellt werden, dass kein Tier hierfür leiden musste und auch nur natürliche Rohstoffe zur Anwendung kommen. Durch diese natürlichen Inhaltsstoffe wird auch eine gute Verträglichkeit garantiert, sodass Sie sich komplett und ohne schlechtes Gewissen auf die Pflege Ihrer Haut konzentrieren können.

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