
Susanns Faust-Regeln
Wie trägt man eigentlich Palazzo-Hosen?

Ursprünglich ist die Palazzo-Hose eine Sommerhose mit sehr weit geschnittenem Bein und figurumspielnden Stoffen. In der kalten Jahreszeit empfiehlt Susann weniger weit geschnittete Modelle zu wählen, damit man nicht friert. Sie verrät uns drei Tipps für den perfekten Palazzo-Hosen-Look:
1. Auf die Größe kommt es an
Palazzo-Hosen trägt man hüfthoch, so hat man ein bodenlanges Bein. Bei einer Körpergröße von unter 1,70 m empfielt die Modedesignerin Schuhe mit hohem Absatz zu tragen, damit die Proportionen stimmig sind.
2. Das Muster mit Bedacht wählen
Für größere Frauen bietet sich z.B. die Palazzo-Hose mit asiatischem Print an (Look 1). Sie schmeichelt der Figur. Wenn Sie dazu einen gerade geschnittenen Mantel tragen, werden Ihre Hüften kaschiert.

Für eine Frau ab der Größe 44 ist das Outfit Nr. 2 nichts! Das Muster ist zweidimensional und plakativ und trägt dadurch leicht auf. Susann empfiehlt einfarbige Teile.
3. Es geht auch lässig
Palazzo-Hosen wirken durch Stoff und Muster sehr elegant. Mit der richtigen Kombi lässt sich das Ganze leicht ins Legere wandeln. Dazu passt z.B. ein Strickpullover. Bei kleineren Frauen sollte der Pullisaum nur bis zur Hüfte reichen.
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Wie trägt man Grüntöne?
Wussten Sie, dass Smaragdgrün die Trendfarbe 2013 ist? Die amerikanische Farbforschungsfirma Pantone befand: Wie der Edelstein sei sie „lebhaft, strahlend und verschwenderisch saftig“, eine „elegante Farbe, die Wohlgefühl, Balance und Harmonie erzeugt“. Na also! Rein ins Grün – hier sind die vier Faust-Regeln für die schönsten Kombis:
Für jeden Typ einen Ton

Rothaarigen Frauen steht jedes Grün super! Zu meinen blonden Haaren passen gedeckte Töne besser als grelle Nuancen. Gelbliche Töne dagegen sehen an braunhaarigen Frauen toll aus (Look 1). Das Gute ist, Grün steht jeder Figur! Aber auch hier gilt: Je heller der Ton, desto mehr trägt er auf.
Dunkle Töne beruhigen den Look
Flächige Teile wie ein Mantel eignen sich gut als „Beruhiger“ (Look 2). Mit hellem Grün oder mit Gelboliv kann man dann wunderbar Highlights setzen.
Wiederholung tut gut

Bei Outfits aus einer Farbfamilie achte ich darauf, dass sich eine Nuance im Look wiederholt und ich nicht mehr als drei Töne kombiniere. Damit bekommt das Styling eine Struktur und wirkt nicht zusammengewürfelt.
Dazu: ein natürliches Make-up
Der Nude-Look passt optimal zum Naturton Grün. Er ist zurückhaltend und nimmt dem Style nicht die Strahlkraft.
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Wie trägt man Muster-Mix?

Mode ist ganz oft Bauchgefühl und hat mit Intuition zu tun. Beim Muster-Mix probiere ich sehr viel aus und halte immer wieder verschiedene Teile aneinander. Hier sind meine vier Regeln, damit der Mix gelingt:
Auf Farbharmonie achten
Die Kombination, die ich im Foto oben trage, bewegt sich in Grün- und Blautönen – so sieht es nicht zu extravagant aus. Bei Look 1 und 3 finden sich beispielsweise Blau und Türkis in Rock und Jacke wieder.
Unifarbene Unterziehteile beruhigen

Ich habe eine Seidenbluse mit Ethno-Stickerei gewählt, weil ich diesen Stil einfach liebe! Bei Look 1 rate ich zur Grundfarbe Schwarz, da die Prints in sich wild sind. Zum etwas ruhigeren Outfit 2 würde ich eine Bluse im Grünbereich der Jacke kombinieren.
Gleichmäßige Drucke für üppige Figuren
Muster stehen jedem Typ! Bei breiten Hüften schmeicheln gleichmäßige Drucke wie bei Look 2. Ich trage Größe 40, daher sind bei meinem Outfit oben die seitlichen Diagonalstreifen am Rock super – sie schmälern optisch! Wer unsicher ist, greift zu Mustern der gleichen grafischen Familie, etwa Rauten und Karos wie bei Look 2.
Accessoires spielen eine Nebenrolle

Schmuck setze ich dezent ein, aber ein Gürtel ist ein guter Fixpunkt bei auffälligen Mustern. Netzstrumpfhosen machen ein schönes Bein und wirken luftig und leicht. Die Schuhe sollten möglichst neutral sein, hier greifen sie die Farbe im Blazer auf.
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Wie trägt man Retrokleider?
Diese Kleider sind wahre Kurvenschmeichler, verdecken Pölsterchen und zaubern eine wundervolle Taille. Das klassische Retro-Kleid hat ein figurbetontes Oberteil, kurze Ärmel einen ab der Taille ausgestellten Rock und ist meist knielang geschnitten.

1. Auf das Material achten
Da die Kleider obenherum eng sitzen, ist der Stoff wichtig. Frauen mit großer Oberweite rate ich zu festen Stoffen wie gestärkter Seide oder Rayon (Look 1). Das Oberteil wirft dann weniger Falten, und der ausgestellte Rock bleibt in seiner ursprünglichen Form. Bei dünneren Stoffen (Look 2) hilft Shapewear unterm Kleid fürs eigene Wohlgefühl.
2. Bester Begleiter: der A-Linien-Mantel
Egal in welcher Jahreszeit – diese Form ist optimal zum Retro-Kleid. Durch den leicht ausgestellten Schnitt (Look 1 und 2) schmiegt sie sich perfekt an den Rock und erdrückt ihn nicht.

Wichtig finde ich, dass der Mantelsaum mindestens so lang wie der Kleidabschluss ist, sonst sieht es schnell trutschig aus. Am schönsten ist der Look ohnehin, wenn der Mantel offen getragen wird.
3. Stilbrüche sind willkommen
Tragen Sie zum Kleid auch eine feine Netzstrumpfhose und Nietensandalen – eine rockige Note schadet dem niedlichen Look in keinem Fall! Gehen Sie dann mit Ihrem Schmuck etwas vorsichtiger um, sonst wirkt das Outfit schnell überladen.
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Wie trägt man Blumen-Muster?

Blumen-Prints trage ich unheimlich gern – zu jeder Jahreszeit! Jetzt kombiniere ich die Drucke auf den fließenden Stoffen oft mit rauen Materialien wie Tweed (Foto rechts) – so werden die Blumen winterfest! Generell gilt für mich: Blüten brauchen starke Partner, sonst verniedlicht der Look. Hier sind meine drei Tipps für das perfekte Blumen-Outfit:
1. Auf die Größe der Blüten kommt es an
Kleinere Frauen mit weiblichen Kurven sollten keine zu großen Prints wählen – sie tragen auf und überladen den Look. Auch bei einer üppigen Oberweite rate ich eher zu mittelgroßen Prints wie auf meinem Kleid (Foto). Wichtig: Eine dunkle Basis (Look 1) ist immer schmeichelnder als eine helle – und sieht weniger schnell nach Nachthemd aus!
2. Unifarbene Kombipartner beruhigen den Look

Wilde Muster zähmt man mit einfarbigen Teilen (Look 2). Bleiben Sie in der gleichen Farbfamilie, bekommt der Look eine elegante Note, ohne die Frische der Blüten zu verlieren. Mein Mantra: Je unruhiger das Blumenmuster, desto ruhiger der Kombipartner.
3. Dezente Prints für den Alltag
Damit Blumen alltagstauglich werden, greife ich zu nur teilweise bedruckten Oberteilen. Spannend wird’s mit einem gekonnten Stilbruch wie dem kleinen Krawattenmuster auf der Hose (Look 1). Guter Partner zu einem Rock mit Soft-Print: ein unifarbener Blazer, der den Grundton aufnimmt und verstärkt (Look 2).

Wie trägt man Zigarettenhosen?

Die Fünfziger sind meine liebsten Mode-Jahre. Das liegt vielleicht an einem besonderen Beinkleid: der Zigarettenhose. Audrey Hepburn trug sie, mit Strickpulli und Loafern (Look 2) – als Symbol für Freiheit. Bis heute ist diese zeitlos elegante Hose nicht aus der Mode gekommen. Typisch: ein lockerer Sitz um die Hüfte, ein schmales Bein in 7/8-Länge und die Bügelfalte. Hier sind meine Tipps für den Look mit Retro-Charme:
1. Der Schuh macht den Unterschied
Zigarettenhosen haben etwas Edles, Klassisches – und das will man ihnen nicht nehmen. Mit Stilettos wird das Outfit ausgehfein (Look 1). Flache Loafer dazu sehen aber auch chic aus und geben eine sportive Note (Look 2). Beide Looks eignen sich übrigens wunderbar fürs Büro. Bleiben Sie mit dem Schuh in der Farbwelt der Hose: Das Bein wird dadurch optisch verlängert.
2. Wichtig: kurze Kombipartner

Da die Hosen meist höher geschnitten sind, wähle ich kürzere Oberteile wie Pullover und Jäckchen (von Look 1 und 2), sonst stimmen die Proportionen nicht mehr. Der leicht kastig geschnittene Kurzpullover im angedeuteten Lagen-Look bei meinem Outfit (Foto) schmeichelt außerdem der Figur.
3. Der richtige Strumpf
Durch die 7/8-Länge ist der Knöchel immer freigelegt. Ich setzte diese Partie mit filigranen Netzstrümpfen in Szene – der Übergang wird spannend, und das Bein bleibt sichtbar.

Wie trägt man Streifen?
Ein Outfit mit Querstreifen kann schnell nach artigem Marine-Look aussehen. Ich mag es lieber fröhlich und mixe darum gern ungewöhnliche Einzelstücke zu Streifen. Die Jacke im Ethno-Stil zum Beispiel, die den Look spannender macht. Grundsätzlich gilt: Querstreifen ziehen den Blick auf sich. Ich überlege mir darum immer gut, welcher Körperstelle ich viel Aufmerksamkeit gebe. Bei mir sind es ganz klar die Beine!
1. Lockerer Schnitt bedeutet lässiger Look

Für den Alltag sind gestreifte Oversized-Tops super (Look 1): Der lässige Schnitt kaschiert Bauch- und Hüftpölsterchen – und das trotz Querstreifen! Schmale Streifen lassen übrigens eine üppige Oberweite kleiner wirken, breite mogeln Volumen dazu.
2. Einfarbige Partner entspannen das Auge
Je breiter und kontrastreicher Streifen sind, desto dominanter wirken sie. Hier gilt die Regel: Auffällige Muster mögen ruhige Kombinationen. Ein einfarbiges Oberteil (Look 2) gibt dem Auge eine Verschnaufpause. Mit der Kombifarbe steuern sie auch den Stil: Das frische Gelb (Look 1) lockert das Outfit auf, das Rosé (Look 2) betont einen femininen Stil.
3. Der richtige Schuh

Ein Schuh kann den Look stärken oder ihm eine neue Richtung geben. Flache Espadrilles (Look 1) betonen den Freizeitcharakter des Outfits. Bei Look 2 dagegen sorgt die Keilsandale für den Mittelweg: Sie ist feminin, nimmt dem Outfit aber die Strenge.

Wie trägt man den Marine-Look?
Coco Chanel machte den maritimen Stil in den 1920er-Jahren salonfähig. Später trugen ihn Pablo Picasso, Brigitte Bardot und Jean Seberg. Das wichtigste Kleidungsstück? Ein Ringel-Shirt in Blau-Weiß. Dazu eine weiße Hose und einen dunkelblauen Blazer – der Klassiker! In dieser Saison aber wird der Marine-Look neu erfunden, man experimentiert mit Farben und Formen. Hier sind meine Tipps für ein gelungenes Styling.
1. Maritime Farbwelten

Klassisch ist blau-weiß mit roten Akzenten. Auch in dieser Saison spielen die drei Farben die Hauptrolle, können aber variabler eingesetzt werden. Legen Sie den Fokus einfach mal auf Rot, wie bei meinem Outfit oben und bei Look 2. Generell gilt: Blau ist eine eher zurückhaltende, Rot eine offensive Farbe. Look 1 mit den ruhigen Tönen ist daher ein optimales Casual-Outfit.
2. Mit Streifen spielen
Die Kombi aus Quer- und Diagonalstreifen bei Look 1 sorgt für einen modernen Stil, Look 2 setzt dagegen auf Zickzack-Muster – schön und raffiniert. Der lockere Pullover bei Look 1 macht das Outfit freizeittauglich. Der Kurzblazer mit Schmuckkragen bei Look 2 dagegen sorgt für den eleganten Touch.
3. Der Schuh komplettiert den Look

Bei diesem Stil gilt: Lieber keine Experimente bei der Schuhwahl, Hingucker ist das Outfit, nicht die Accessoires. Die Form sollte den Charakter des Looks unterstreichen: spitze Ballerinas bei Look 1 für den Casual-Style, Pumps bei Look 2 für noch mehr Eleganz

Wie trägt man Leo-Muster?
Ein echter Klassiker unter den Animal-Prints ist das Leo-Muster. Allerdings ist es auch der auffälligste Print und nicht einfach zu kombinieren. Hier sind meine Tipps für ein gelungenes Outfit.
Immer nur ein Leo-Teil
Diese einfache „Regel“ ist auch die effektivste – und der halbe Weg zum stilvollen Look schon gelungen! Idealerweise suchen Sie dazu nach Kleidungsstücken, die schlicht und schlank geschnitten sind, aber nicht zu eng. Der Rock bei Look 2 wirkt durch die kleinen Bundfalten luftig, und die Hose von Look 1 bekommt ihre lässige Note durch den leicht ausgestellten Saum in 7/8-Länge.

Auf die Kombi-Farben kommt es an
Ich liebe spannende Looks, deshalb kombiniere ich zum Leo-Muster gern Teile im Ethno-Stil. Damit es nicht zu wild wird, bleibe ich aber in der Farbwelt des Prints: erdig und warm. Die lockere Tunika bei Look 1 beruhigt dagegen das knallige Leo-Muster der Hose. Und der warme Rot-Orange-Ton ist weniger offensiv als etwa ein Knallrot und somit wunderbar für den Alltag. Mögen Sie es lieber edel? Dann wählen Sie Schwarz als Basis-Kombi-Ton (Look 2).

Dezente Accessoires wählen
Das Muster steht hier absolut im Mittel punkt, daher rate ich zu schlichten, unauffälligen Accessoires und wenig Schmuck. Zum legeren Look 1 passt beispielsweise eine unifarbene Beuteltasche in Dunkelbraun, der elegante Look 2 kann mit einer schwarzen Clutch mit Schmuckschließe veredelt werden.





