Erfolgsfrauen: So gründen sie 2023 das eigene Unternehmen mit Zukunft

Erfolgsfrauen: So gründen sie 2023 das eigene Unternehmen mit Zukunft

Frauen werden immer mutiger, wenn es um Existenzgründungen geht. Mit 257.000 lag die Zahl der Unternehmensgründerinnen 2021 25 Prozent höher als noch im Vorjahr. Vor allem junge Frauen wagen den Schritt ins eigene Business mit Erfolg, denn sie setzen vor allem auf smarte, digitale Unterstützung. Diese 5 Tipps helfen beim Sprung in die Riege der Erfolgsfrauen.

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1. Glaube an die eigene Unternehmensidee

Untersuchungen zeigen, dass Frauen in vielen Bereichen des Lebens, von der Arbeit bis zu Beziehungen, weniger Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben als Männer. Dieser Mangel an Selbstvertrauen kann dazu führen, dass Chancen verpasst werden, dass zu wenig erreicht wird und dass sogar das Selbstwertgefühl leidet.

Experten sehen gerade hierin einen wesentlichen Grund, warum der Anteil weiblicher Unternehmensgründer noch immer hinter dem der männlichen liegt. Doch Stars wie Kylie Jenner zeigen, dass es geht. Die Beauty-Queen verschönert mit ihrem Kosmetik-Imperium Millionen Frauen weltweit und sorgt nicht nur für gepflegte Haut, sondern auch für den perfekten glamourösen Silvesterlook.

Wer eine Idee hat, sollte sie verfeinern und sie in allen Details skizzieren. Wichtig dabei ist der eigene Glaube an den Erfolg, denn sonst können Einwände von „gut gemeinten“ Ratschlägen aus Familien- oder Freundeskreis den Erfolg vereiteln, bevor er überhaupt angefangen hat.

2. Glasklare Analyse aller benötigten (Arbeits-) Mittel

Nach der Ideenfindung folgt die Analyse aller notwendigen Kostenaufwendungen. Die Erstellung eines Geschäftsplanes und der Überblick über alle Investitionskosten sind dabei unabdingbar. Festgehalten werden zunächst sämtliche Ausgaben. Im zweiten Schritt geht es darum, die vorhandenen liquiden Mittel zu überprüfen und möglich Finanzierungslücke mit der Suche nach Geldgebern zu schließen.

Gerade in der Gründungsphase und im ersten Jahr der unternehmerischen Tätigkeit ist es wichtig, die Kosten möglichst gering zu halten und sie immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Viele Gründerinnen unterschätzen beispielsweise die Aufwendungen zur Transaktionsabwicklung, wenn Kunden im stationären Handel oder Onlineshop mit PayPal, Kreditkarte und Co. bezahlen. Erfahrungsgemäß nehmen die Dienstleister eine Gebühr, welche die eigentlichen Einnahmen deutlich reduzieren kann. Kostengünstige Alternativen wie beispielsweise SumUp Kartenterminals im stationären Handel helfen, sämtliche Transaktionen buchhalterisch einwandfrei und dabei noch kostengünstig abzuwickeln.

3. Die beste Unternehmensform

Ein wichtiger Baustein im Erfolgsplan ist auch die Wahl der eigenen Unternehmensform. GmbH, Einzelunternehmen, GbR – alle haben ihre Vorzüge, aber auch einige Nachteile.

Starten Frauen mit ersten Produkten/Dienstleistungen als Nebengewerbe, kann die steuerbefreite Variante sinnvoll sein. Hierbei wird die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen, sodass weniger Aufwand für die Buchhaltung und damit verbunden auch reduzierte Kosten anfällt.

Wer langfristig mit hohem Erfolgspotenzial plant, sollte sich zwischen einer Einzelunternehmung bzw. einer GmbH entscheiden. Letztere kann vor allem dann Sinn machen, wenn es um den Schutz vor persönlicher Haftung geht. Allerdings erfordert die GmbH-Gründung mindestens zwei Gesellschafter und eine Einlage von jeweils 25.000 Euro. Für Gründerinnen, die als Einzelperson tätig sein möchten, ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung deshalb nicht geeignet.

4. Keine Angst vor Sichtbarkeit

Dass Existenzgründerinnen noch in der Minderheit im Vergleich zu ihren männlichen Gründer-Kollegen sind, hat viele Ursachen. Neben dem Selbstvertrauen ist es auch der Mangel an Vorbildern, so die Initiatoren der Bewegung „Frauen unternehmen“, Jutta Beyrow. Sie weiß aus jahrelanger Erfahrung, dass es weniger um mangelnde Ideen und Kompetenz, jedoch vielmehr um die weiblichen Erfolgsvorbilder geht.

Selbst in Schulbüchern oder anderen Lernmaterialien sind es häufig Männer, welche als Beispiel für Erfolgswege bei der Gründung gelten. Immer mehr jüngere Frauen lassen sich davon nicht abhalten und wollen sich selbst einen eigenen Unternehmenserfolg aufbauen. Dafür gehen sie vor allem mit der Zeit und sorgen für digitale Sichtbarkeit. Soziale Medien und die eigene Website sind mittlerweile wichtige Erfolgsfaktoren bei der Existenzgründung und dem langfristigen Unternehmenserfolg mit Skalierungspotenzial geworden.

Frauen sollten keine Angst haben, (digital) sichtbar zu sein. Für den Start reichen häufig schon eigene Accounts bei Instagram, Facebook und Co. Interessenten und Kunden erhalten darüber beispielsweise Einblicke in neue Produkte, das Team oder können an Gewinnspielen teilnehmen. Da die Umsätze im E-Commerce jährlich um mehrere Prozent wachsen, sollten erfolgsorientierte Gründerinnen nicht auf ihre Online-Angebote verzichten.

5. Knallharte Wettbewerbsanalyse ohne rosarote Brille

Bei der Gründung eines Unternehmens ist es wichtig, die Wettbewerbslandschaft zu berücksichtigen. Eine Wettbewerbsanalyse ist der Schlüssel zum Verständnis der Stärken und Schwächen der Konkurrenten, um die eigenen Strategien entsprechend anpassen zu können. Zur Wettbewerbsanalyse gehört das Sammeln von Informationen, z. B. über Produkte/Dienstleistungen, Preisstruktur und Marketingtechniken von Marktteilnehmern. Durch diese Informationen wird auch die Gestaltung der eigenen Produkte/Dienstleistungen deutlich effizienter.

6. Organisation ist Queen

Die effektive Organisation und Verwaltung der Ressourcen des Unternehmens sind eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg. Durch klar definierte Rollen, Aufgaben, Ziele und Prozesse können die Unternehmensmitglieder ihre individuellen Verantwortlichkeiten leichter erkennen und effektiver im Team arbeiten und Mehrkosten durch doppelt erfüllte Aufgaben usw.

Tools können die Organisation der Abläufe unterstützen. Dazu gehören Softwareprogramme, die Funktionen für Projektmanagement und Zusammenarbeit bieten, wie Trello oder Asana, oder CRM-Lösungen wie Salesforce und Dynamics 365. Darüber hinaus können Cloud-basierte Dienste für die Datenspeicherung und den Datenzugriff genutzt werden, z. B. Dropbox oder Google Drive und vereinheitlichte Kommunikationstools wie Skype oder Zoom, die ein Arbeiten aus der Ferne ermöglichen. Auch Buchhaltungssoftware-Lösungen, Rechnungsprogramme und Abrechnungslösungen wie Stripe helfen bei der smarten Kontrolle wichtiger Unternehmensbereiche.

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