Tipps gegen juckende Kopfhaut

Tipps gegen juckende Kopfhaut

Wenn es draußen kälter und dunkler wird, fühlt man sich mit einer hübschen Mütze besonders wohl. Viele lieben ihre Kopfbedeckungen so sehr, dass sie sie sogar drinnen tragen. Unter dieser Mützenliebe leidet allerdings unsere Kopfhaut. Hautarzt Dr. Welf Prager weiß was hilft.
 

Sicher kennen Sie die Situation, dass bei einer Mütze plötzlich der Kopf oder die Kopfhaut juckt. Aber warum jucken Mützen so und was kann man dagegen tun? Die Antwort finden Sie in unserem Artikel.

Kopf juckt unter der Mütze: Was tun?

Winterzeit ist Mützenzeit, und in dieser Saison ist es Trend, dass man sie nicht nur im Freien trägt, sondern auch drinnen aufbehält. Praktischerweise braucht man sich dann um den Sitz der Frisur nicht zu sorgen. Aber man handelt sich möglicherweise ein anderes Problem ein: Nach einer Weile kann es sein, dass die Kopfhaut unter der Mütze juckt und spannt. Was also tun? Aus medizinischer Sicht wäre es selbstverständlich am besten, einfach mehr Licht und Luft an den Kopf zu lassen. Wird nämlich die Haut zu trocken und produzieren die Talgdrüsen nicht genug Fett, kann die Hautbarriere durchlässiger werden. Das macht die Bahn frei für Schadstoffe, die Mikroentzündungen auslösen können. Das Resultat: Der Kopf juckt unter der Mütze.

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Entgegenwirken kann man juckender Kopfhaut aber auch durch die richtige Pflege. Waschen Sie Ihre Haare nicht öfter als dreimal pro Woche mit milden Shampoos und föhnen Sie sie maximal auf mittlerer Stufe. Sonst kann die gestresste Kopfhaut weiter irritiert werden. Ihr Shampoo sollte keine Konservierungsstoffe oder Parfums enthalten. Optimal sind Produkte mit einem pH-Wert von 5,5. Ein solches rückfettendes Shampoo allein zu verwenden, reicht aber manchmal nicht aus. Im Durchschnitt bleibt es ja nur 15 bis 30 Sekunden auf dem Kopf und wird schnell wieder ausgewaschen. Bei trockener Kopfhaut, die auch zu Schuppenbildung neigt, lohnt es sich, zusätzlich ein feuchtigkeitsspendendes Tonikum zu verwenden, das im Haar bleibt und länger wirkt. Gute Erfahrungen habe ich zum Beispiel mit Produkten gemacht, die Urea enthalten. Keinesfalls sollten Sie Haarwasser oder Styling-Produkte mit Alkohol verwenden.

Trockene Kopfhaut über Nacht pflegen

Zusätzlich können Sie Haut und Haar dreimal wöchentlich in der Nacht vor dem Haarewaschen mit einer Öl-Maske pflegen: Dafür ein Schnapsglas voll Nachtkerzenöl aus der Apotheke in ein Schälchen geben. Mit den Fingerspitzen immer wieder eintauchen und damit die Kopfhaut sanft massieren. Diese Kur kann einwirken, während Sie schlafen. Am besten, Sie schützen Ihr Kopfkissen mit einem saugfähigen, dicken Überzug, den Sie anschließend in die Waschmaschine geben.

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Bei der Suche nach den geeigneten Haarprodukten kann Ihnen der Apotheker oder – besser noch – der Hautarzt behilflich sein. Er kann Ihnen nämlich nicht nur eine individuelle Pflege zusammenstellen, sondern auch feststellen, ob der Juckreiz vielleicht sogar andere Ursachen wie Läuse, bzw. Kopfläuse, hat. Auch Schuppen, genauer gesagt eine Schuppenflechte oder Neurodermitis beispielsweise können sich nämlich im Winter zeigen – unabhängig von der Kopfbedeckung.

Dr. Welf Prager

Dr. Welf Prager

Hautarzt, Allergologe und Phlebologe, ist Partner des Dermatologikums Hamburg (www.dermatologikum.de). Neben der dermatologischen Ambulanz sind seine Schwerpunkte unter anderem operative Dermatologie, ästhetische Chirurgie sowie Lasermedizin. Sein Wunsch: „Ich möchte, dass Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen“.

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Kopf juckt unter der Mütze? Testen Sie diese Alternative

Wer im Winter keine kalten Ohren bekommen, aber seiner Kopfhaut trotzdem Luft zum Atmen geben möchte, der kann zum Beispiel ein Haarband ausprobieren. Es hält rund um das Gesicht genauso kuschelig warm und sieht dazu noch super aus. Nie wieder Kopfjucken und Kratzen!

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