Hautsache gesund Schön trotz Hautkrankheit

Ein Pickel nervt, geht aber wieder weg. Dehnungsstreifen und Cellulite sind da schon hartnäckiger. Noch schwieriger in den Griff zu bekommen sind Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Neurodermitis. Sie treten schubweise auf, befallen mal nur einzelne Areale, manchmal ganze Körperteile. Mit geeigneten Maßnahmen können Betroffene Hautprobleme bekämpfen – und mit der richtigen Einstellung den Makeln trotzen.

Schön trotz Hautkrankheit Schön trotz Hautkrankheit © iStock


Auch Promis haben mit Hautproblemen zu kämpfen

Kim Kardashian (38) ist Profi in Sachen Selbstinszenierung: Der Reality-TV-Star zeigt sich eigentlich nur von seiner besten – meist retuschierten oder überschminkten – Seite. Eigentlich! Kürzlich postete die US-Celebrity auf Instagram eine Story, in der wir sie fast nicht erkannt hätten: dunkle Flecken im Gesicht, rötlich-entzündete Stellen an den Beinen. Die Aufklärung: Seit Jahren leidet Kim Kardashian an Schuppenflechte. Dass sie sich damit öffentlich zeigt, ist eine Ausnahme – umso mehr wird sie von ihren Fans für diesen mutigen Schritt gelobt.

Schuppenflechte belastet Haut und Psyche

Schuppenflechte ist eine chronische Krankheit, bei der die Haut sich stellenweise entzündet und juckt. Die rötlichen, mit weißen Schuppen übersäten Stellen fallen mal größer, mal kleiner aus. Mal sind sie gut zu verbergen, mal offensichtlich. Wie im Fall von Kim Kardashian kann Schuppenflechte auch im Gesicht auftreten. Betroffene leiden nicht nur unter dem Juckreiz, die Krankheit belastet viele Patienten auch psychisch. Sie fühlen sich unwohl in ihrer Haut, werden im Alltag ausgegrenzt und ziehen sich zurück. Einige Betroffene isolieren sich aufgrund der Krankheit komplett und geraten in eine Depression. 

Schuppenflechte ist gut behandelbar 

Heilbar ist Schuppenflechte nicht. Mit der passenden Therapie lassen sich die Symptome der Autoimmunkrankheit jedoch eindämmen. Bei leichten Beschwerden verschreiben Ärzte Salben und Cremes, etwa mit Kortison. Kim Kardashian beispielsweise nutzt eine Kräuterpaste. Sind die Beschwerden schwerwiegender, kommen Biologika mit Wirkstoffen wie Secukinumab zum Einsatz. Die biotechnologisch hergestellten Arzneimittel sind wirksamer und besser verträglich als klassische Medikamente mit Methotrexat, Fumarsäureester und Ciclosporin. Vielen Patienten verschafft zudem eine Lichttherapie Besserung. 

Haut als Spiegel der Seele 

Neben Medikamenten hilft ein gesundes Selbstbewusstsein, um mit Schuppenflechte und anderen Hautkrankheiten im Alltag klarzukommen. Es gibt ein Wechselspiel von Haut und Psyche: Bei großem Stress und Ärger kommt es vermehrt zu neuen Schuppenflechteschüben. Betroffene, die sich der Krankheit sowie abwertenden Blicken und Bemerkungen selbstbewusst entgegenstellen, leiden weniger. Selbsthilfegruppen und Psychotherapie ergänzen die medikamentöse Behandlung von Hautkrankheiten deshalb sinnvoll. Je stärker die Liebe zum eigenen Körper, desto geringer die Angriffsfläche.

 
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