Weg mit dem Winterspeck Abnehmen mit Leinöl

Öl aus der Leinpflanze ist sehr gesund und hat mehr Omega-3 als Fisch. Wie nehme ich mit dem Öl aus Leinsamen ab? 
 

Leinöl Abnehmen mit Leinöl © seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / Kramp + Gölling

Der Ursprung von Leinsamen liegt in der Türkei und Ostasien. In Deutschland findet sich in der Lausitz ein berühmtes Anbaugebiet von Flachs, aus dessen Samen das Leinöl gepresst wird. Das Lausitzer Leinöl ist inzwischen sogar eine geschützte Marke. 

Olivenöl war jahrelang aus unseren Küchen nicht wegzudenken. Inzwischen gewinnen aber auch andere Öle an Bedeutung und heimischer Anbau ist vielen Konsumenten wichtig geworden. Neben Rapsöl wird auch kaltgepresstes Leinöl immer häufiger verwendet. Das Öl, dass aus dem reifen Samen der Flachspflanze gewonnen wird, darf aber nicht mit dem Leindotteröl verwechselt werden. Leinöl gewinnt man aus der Pressung von Leinsamen, der Saat von blaublühendem Flachs. Für die Gesundheit hat Leinöl einen großen Stellenwert und sollte in keinem Speiseplan fehlen. Sein Anteil an Omega-3-Fettsäuren ist nicht nur besonders hoch, sondern sein Verhältnis zwischen Omega 6 zu Omega 3 macht es ideal zum Abnehmen und für eine nachhaltig gesunde Ernährung. Je nach Herkunft sind bis zu 70% Omega -3-Fettsäuren in kaltgepresstem Leinöl enthalten. Zum Vergleich: In frischem Lachs liegt dieser Anteil nur bei rund 5%. Omega-3-Fettsäure wird als Alpha-Linolensäure bezeichnet und im Namen findet sich schon der Hinweis auf Lein, denn „linos“ stammt aus dem Griechischen und ist an „Lein“ angelehnt. 

Leinöl das „flüssige Gold“ 

Im Körper wandelt sich die Alpha-Linolensäure in die gesundheitsfördernden Omega-3-Fettsäuren um. Sie sind wertvoll für Ihre Gesundheit, denn sich wirken sich auf den Cholesterinspiegel aus, senken den Blutdruck ab und beugen so Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam vor. Auch die Darmflora wird gestärkt und das Immunsystem nachhaltig gefördert. Sogar auf das Denkvermögen hat das wertvolle Öl einen positiven Einfluss und neueste Studien zeigen einen Ansatz bei der Bekämpfung von Depressionen und Stimmungsschwankungen. Auch mit dem Thema Abnehmen mit Leinöl haben sich in letzter Zeit Forscher und Medizinier beschäftigt und herausgefunden, dass in einer amerikanischen Studie an der Penn State University herausgefunden wurde, dass die regelmäßige Einnahme von Leinöl helfen kann, den Fettanteil im Körper zu reduzieren. Omega-3-Fettsäuren sind die „guten“ Fett, ähnlich wie die in Avocado oder Lachs. Die ungesättigten Fettsäuren sind es, die den Stoffwechsel ankurbeln und damit auch die Fettverbrennung auf Hochtouren laufen lassen. Für die Studie haben die Teilnehmer täglich einen Smoothie zu sich genommen, der mit einem Teelöffel Pflanzenöl unterschiedlicher Art angereichert wurde. Dazu gehörte neben Leinöl auch Rapsöl und Maisöl. Die Gruppe mit dem Leinöl hat überdurchschnittlich viel abgenommen. 

Beim Kauf auf Qualität achten

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe, zu denen auch ein hoher Anteil sekundärer Pflanzenstoffe gehören, nicht verloren gehen, sollten Sie beim Kauf ausschließlich auf kaltgepresstes Leinöl in Bio-Qualität zurückgreifen. Während raffiniertes Öl chemisch gereinigt und erhitzt wird, werden bei der Kaltpressung die Samen ausgepresst und das Öl nur gefiltert. Im Kühlschrank gelagert hält sich das empfindliche Öl nur für maximal 3 Monate und sollte grundsätzlich in einer dunklen Glasflasche aufbewahrt werden. Ein Kauf auf Vorrat wird für Leinöl nicht empfohlen. Ist die Flasche einmal geöffnet sollten Sie das Leinöl innerhalb von 3 Wochen verbrauchen. Besonders frisches Leinöl erhalten Sie bei Ölmühlen, die erst dann Ihr Öl pressen, wenn Sie es dort bestellt haben. Das super frische Leinöl schmeckt angenehm mild bis nussig und ist vor allem in kleinen, aber feinen Ölmühlen zu erhalten. Die Bio-Qualität ist sinnvoll, da in der konventionellen Landwirtschaft Pestizide zum Einsatz kommen. Diese sind fettlöslich und gehen bei der herkömmlichen Kaltpressung ins Öl über. Bei der biologischen Anbauweise sind keine Pestizide erlaubt. Ungefiltert ist das Leinöl besonders gesund, denn es enthält neben Vitaminen auch die sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Lignane. Diese sind immunstärkend und zellschützend, sind aber nur in den ungefilterten Leinölen enthalten. 

Leinöl optimal für Salate, Smoothis oder Kaltspeisen

Sie können das Leinöl nicht erhitzen, da die Kaltpressung es ausschließlich für den Gebrauch in der kalten Küche vorsieht. Als Veredelung von Joghurts, Müslis oder den täglichen Smoothis ist es ideal. Auch zu Salaten und kalten Vorspeisen kann das Leinöl verwendet werden. Da aber zu viel Fett auch bei den gesunden ihrer Art nicht empfehlenswert ist, raten Experten zu einem begrenzten aber regelmäßigen Verzehr von nicht mehr als 100 Gramm pro Tag. Haben Sie ein Leinöl aus dem Supermarkt gekauft, dann kann es bitter schmecken. Verzichten Sie lieber auf die Sparversion und kaufen Sie sich ein hochwertiges, kaltgepresstes und ungefiltertes Leinöl, dass Sie täglich in Ihren Speiseplan integrieren. Auch als Kur kann es angewendet werden. Dafür nehmen Sie zweimal täglich über einen Zeitraum von einem Monat einen Esslöffel Leinöl zu sich. Das kann pur sein oder unter die Speisen gemischt. 

Weitere Ideen für die Verwendung von Leinöl sind:

  • Für Dips und Pestos
  • Zu Pellkartoffeln und Quark
  • Im Müsli
  • Als Dressing
  • Zu herzhaften Salaten
  • Zu Obstsalaten (perfekt in Kombination mit Nüssen)
  • Zu frischen Blattsalaten
  • Zu Gemüse
  • Zum Ölziehen im Mundraum, bei Asthma, Husten, Heiserkeit oder Bronchitis
 
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