Schuh-Tipps: Schluss mit zu engen und zu weiten Schuhen

Schluss mit zu engen und zu weiten Schuhen

Bei den Schuhen im Schaufenster handelt es sich eindeutig um die absoluten Traumschuhe - aber zu 100% passen sie leider nicht. Egal, Zwischengrößen gibt es nicht und so ist der Schuh schnell gekauft. Wir haben Tipps, wie Sie Schuhe enger oder weiter machen können.

Tipps für zu enge und zu weite Schuhe
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Schluss mit zu engen und zu weiten Schuhen

Darum sollten Sie passendes Schuhwerk tragen

Der Schuh ist zu groß oder zu klein? Das ist nicht nur unbequem, sondern kann auch gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Wer dauerhaft nicht passende Schuhe trägt, schädigt seine Füße. Bei zu kleinem Schuhwerk werden die Zehen gestaucht, eine Fußfehlhaltung wie Hallux Valgus, Hammerzehen und Entzündungen wie Arthrose können die Folge sein.
Aber auch zu große Schuhe können Probleme mit sich bringen: So findet der Fuß kein Halt und rutscht beim Abrollen in den Leerraum. Dadurch werden die Zehen genauso gestaucht, wie bei zu kleinen Schuhen. Dies kann ebenfalls Fußdeformationen nach sich ziehen oder sogar den Vorfuß versteifen. Also – lieber einmal mehr anprobieren und auch wirklich zur optimalen Passoform greifen!

Wann passt der Schuh optimal?

Um beim Schuhkauf zum richtigen Modell zu greifen, sollten Sie diese drei Anhaltspunkte beachten:

  1. Die Form des Schuhs: Nehmen Sie dafür einmal das Fußbett heraus und betrachten Sie die Form im Vergleich zu Ihrer eigenen Fußform und Ihrem Fußumfang, indem Sie sie auf den Boden legen und Ihren Fuß darauf stellen. Passt sie in etwa, oder ist der Schuh insgesamt viel zu spitz oder zu weit?
  2. Beide Schuhe anprobieren: Der menschliche Körper ist niemals ganz symmetrisch. Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal passiert, dass der linke Schuh sitzt, aber der rechte drückt? Deshalb immer unbedingt beide Schuhe anziehen und einige Minuten darin herumlaufen.
  3. Kritisch hinterfragen: Fokussieren Sie sich während des Herumlaufens einzeln auf verschiedene Bereiche und hinterfragen Sie, ob der Schuh dort wirklich sitzt. Stoßen Sie vorne an? Bewegt sich die Ferse? Drückt der Schuh auf Ihren Spann? Können Sie gut abrollen?

Passform ändern: Bei welchem Material klappt's?

Die meisten Schuhe aus Leder und textilen Materialien lassen sich gut weiten oder enger machen. Bei Schuhen aus Kunststoff haben Sie schlechte Karten, da diese sich meist wieder in ihre Form zurückziehen. Hier müssen Sie zu zusätzlichen Hilfsmitteln wie Einlagen und Co. greifen.

Das Problem: Der Schuh ist zu groß!

Tipp 1: Lederschuhe mit Hilfe von Nässe und Wärme kleiner machen

Handelt es sich bei dem Material der zu großen Schuhen um Leder, so kann man dieses mit ein paar Hausmitteln schnell enger machen. Dazu braucht man nur Wärme, Wasser, Lederschutz und einen Weichmacher für Leder.

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Als erstes muss der Lederschuh mit dem Lederschutz behandelt werden, damit er zwar wandlungsfähig, aber robust bleibt. Anschließend den Schuh in Wasser tränken, bis er sich komplett vollgesogen hat. Der nasse Schuh kann im Anschluss auf niedrigster Stufe im Trockner trocknen oder mit einem Föhn, bei niedriger Hitze, trocken geföhnt werden. Da sich das nasse Leder unter Einfluss von Wärme zusammenzieht, kommt es zu einer natürlichen Verkleinerung des Schuhs.

Allerdings geht der Wechsel von heiß und kalt sowie nass und trocken nicht spurlos an dem Schuh vorbei - das Leder könnte nach der Behandlung rau und brüchig geworden sein. Um es wieder geschmeidig zu machen, einfach den Leder-Weichmacher anwenden.

Tipp 2: Schuhe aus synthetischem Material passen wieder mit Einlagen

Bei zu großen Schuhen aus synthetischen Materialien kommt man mit Chemie nicht sehr weit aber es gibt einen simplen Trick: Die gute alte Einlegesohle. Es gibt sie aus Frottee für den Sommer, aus Leder für angenehmes Tragen von High Heels oder auch aus Schaumgummi.

Eine weitere, sehr effektive Möglichkeit die Schuhe anzupassen bietet das Fersenpolster, das man ganz einfach in das Innere des Schuhs klebt. Das Polster ist mit Luft oder Gel befüllt und bietet einen rutschfesten Tragekomfort. Einlegesohlen und Fersenpolster findet man meist in gut ausgestatteten Schuhläden und in vielen Online-Shops.

Die wohl kostengünstigste Methode ist auch gleichzeitig die einfallsreichste, denn das einzige Hilfsmittel sind Make-Up-Schwämmchen. Damit der Fuß einen besseren Halt in den Schuhen hat, bringt man das Schwämmchen durch knautschen einfach in die richtige Form und klebt es mit Klebeband in den Schuh - fertig!

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Das Problem: Der Schuh ist zu klein!

Tipp 1: Lederschuhe einfach mit Lederdehnungsspray behandeln

Lederdehnungsspray lautet das Zauberwort! Im Zusammenspiel mit einem Schuhdehner bewirkt das Spray wahre Wunder und auch die Anwendung ist kinderleicht: Der Schuh muss zuerst mit dem Lederdehnungsspray eingesprüht werden. Das Spray kommt in Form von Schaum aus der Dose und muss komplett in den Schuh einziehen, bevor der Schuhdehner eingesetzt werden kann. Beides, Schaum und Schuhdehner, findet man im gut sortierten Schuhgeschäft oder im Internet.

Sitzt der Schuhdehner fest im Schuh, kann an der Gewindestange gedreht werden. Im ersten Durchlauf empfiehlt es sich, ein bis zwei Umdrehungen zu wagen und ca. zwei Stunden abzuwarten, um zu sehen, wie sich das Leder verhält. Je nach Ausdehungsgrad kann die Umdrehungszahl erhöht werden und der Schuhdehner die ganze Nacht über im Schuh bleiben.

Am nächsten Morgen sollte man sich über ein passgenaues Paar Schuhe freuen können!
Hochwertige- oder hochpreisige Schuhe, die nicht aus Leder sind oder in denen andere Materialien als Leder verarbeitet sind, am besten immer zum Schuster bringen. Dieser kann dann die entsprechenden Stellen bearbeiten.

Tipp 2: Ein Gefrierbeutel als günstige Alternative zum Schuhdehner

Um den neuen Schuh zu dehnen, wird der Gefrierbeutel kurzerhand zweckentfremdet. Dafür den Plastikbeutel ganz nach vorn in den Schuh schieben, vorsichtig mit Wasser befüllen und mit einem Klebeband luftdicht verschließen. Den Schuh samt Inhalt nun für ungefähr drei Stunden in die Gefriertruhe oder das Gefrierfach stellen. Gefrorenes Wasser dehnt sich aus und drückt von innen gegen das Schuhleder. Auf diese Weise wird der Schuh bis zu einer halben Größe größer!

Nach drei Stunden Eiszeit im Kühlfach muss das Eis erst wieder schmelzen, bevor der Gefrierbeutel entnommen werden kann. Ist der Schuh nach der Prozedur immer noch zu eng, kann der Vorgang beliebig oft wiederholt werden.

Tipp 3: Schuhe mithilfe von Wärme und dicken Socken dehnen

Dicke Socken: Ziehen Sie sich dicke Socken an und quetschen Sie sich in die Schuhe. Erwärmen Sie nun die Stellen, an denen es drückt, mit einem Föhn (Achtung: Nicht zu lange erhitzen). Bewegen Sie Ihre Füße anschließend für ein paar Minuten in alle Richtungen hin und her.

Tipp 4: Nasses Zeitungspapier zum Weiten von Schuhen

Schnappen Sie sich altes Zeitungspapier, machen Sie dieses nass und knüllen es zusammen. Dann stopfen Sie es als Schuhfüller in die Schuhe, die Sie gerne weiten möchten. Übertreiben Sie es nicht mit der Menge, der Schuh soll schließlich noch seine Form behalten. Vergessen Sie nicht, auch Zeitung als Fersenfutter zu platzieren.
Anschließend lassen Sie das Papier trocknen. Bitte den Schuh nicht auf oder unter die Heizung stellen.

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