10. März 2021
Corona-Impfungen: „In den Ländern wird schon lange gegen die Priorisierung verstoßen“

Corona-Impfungen: „In den Ländern wird schon lange gegen die Priorisierung verstoßen“

Die Bundesländer sind in der Kritik: Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO) sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur: „In den Ländern wird schon lange gegen die Priorisierung verstoßen.“

Immer mehr Länder setzen sich über die Priorisierung der Corona-Impfung hinweg

Laut Mertens würden sich die Länder eigenmächtig über die Priorisierung hinwegsetzen. Es seien bereits viele Personen geimpft worden, die noch nicht an der Reihe gewesen wären – dazu zählen Erzieher, Lehrkräfte oder Polizisten. Das würde besonders Risikogruppen in Gefahr bringen, schwere Covid-19-Verläufe zu erleiden. Gerade gefährdete Personen sollen aber zuerst geschützt werden.

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Weitere Aufweichungen? Ab April Covid-19-Impfungen beim Hausarzt möglich

Mertens befürchtet, dass durch die Impfungen, die ab April durch Hausärzte getätigt werden können, weitere Aufweichungen stattfinden, zumindest aber „eine Priorisierung möglicherweise schwieriger machen“. Mertens sagt aber auch: „Die Priorisierung war und ist nicht das eigentliche Problem, sondern der Mangel an Impfstoff.“ Und er könne natürlich auch verstehen, dass Menschen, die nach Impfreihenfolge noch nicht dran sind, natürlich auch geimpft werden möchten.

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