4. Januar 2021
Fruchtsäurepeeling: Anwendung, Vorteile & Risiken

Fruchtsäurepeeling für eine strahlende Haut

Eine schöne, strahlende und feinporige Haut wünschen wir uns alle - viele Wege führen dabei nach Rom. Um diese zu bekommen, sind regelmäßige Peelings notwendig. Aber welches? Ein Fruchtsäurepeeling mit natürlicher Säure ist besonders effektiv.

Was ist ein Fruchtsäurepeeling?

Fruchtsäurepeelings zählen zu den chemischen Peelings und bestehen häufig aus natürlich gewonnen Alpha-Hydroxysäuren (kurz: AHA oder Fruchtsäuren). Diese Substanzen werden in ihrer natürlichen Form als Milchsäure (alter Käse, saure Milch oder Sauerkraut), Glykolsäure (unreife Weintrauben oder Zuckerrohrsaft), Apfelsäure, Weinsäure oder Zitronensäure angewendet. Ein AHA-Peeling kann aber auch synthetischen Ursprungs sein. Beide Varianten lösen effektiv die Verhornung und sorgen für eine Verbesserung des Hautbildes.

Ist ein Fruchtsäurepeeling für alle Hauttypen geeignet?

Grundsätzlich ist ein Fruchtsäurepeeling für jeden Hauttyp geeignet, also für Menschen mit trockener, fettiger und unreiner, normaler Haut sowie reifer Haut. Vorsicht ist allerdings bei Menschen mit empfindlicher Haut und Couperose geboten. Eine Behandlung sollte nur von einem Dermatologen oder zertifizierten Fachkraft vorgenommen werden: Während der Behandlung weiten sich die Äderchen, was die Hautprobleme verstärken kann. Patienten mit Akne dagegen können von einem Fruchtsäurepeeling profitieren, denn die Behandlung wirkt entzündungshemmend.

Wichtig: Vor einer Anwendung ist ein aufklärendes Patientengespräch und eine Anamnese notwendig, um eventuelle Allergien oder Erkrankungen (z. B. Herpes simplex), die die Behandlung gefährden könnten, auszuschließen.

Angewendet wird ein Fruchtsäurepeeling bei folgenden Hautproblemen:

  • Akne
  • unreine und grobporige Haut
  • lichtbedingte Pigmentflecken
  • Verhornungsstörungen der Haut
  • Altersfältchen
  • glanzlosem, fahlem Hautteint

Fruchtsäurepeelings werden am besten im Zeitraum von Oktober bis Februar vorgenommen, also in den Herbst- und Wintermonaten, da die Haut nach der Behandlung sehr sonnenempfindlich ist. Während der ganzen Behandlungszeit soll man keine Sonnenbäder (direkte Sonne und Solarium) nehmen und Cremes mit Lichtschutzfaktor verwenden. Bei Akne kann sich der Zustand anschließend zeitweise sogar noch verschlimmern, bevor eine Verbesserung eintritt. 

Tabu ist ein Fruchtsäurepeeling bei folgenden Hautproblemen:

  • bei einer akuten Herpes-Infektion
  • bei einer entzündlich veränderten oder sehr empfindlicher Haut
  • außerdem nach Sonnenbädern

Wie funktioniert ein Fruchtsäurepeeling?

Es ist alles eine Frage der Dosierung, wobei starke Dosierungen ausschließlich in der Praxis angewendet werden dürfen. Sie sind nicht für den Hausgebrauch bestimmt, um das Hautbild zu verbessern. Für zu Hause sind stets Produkte in abgeschwächter Form erhältlich. Diverse Produkte sind in Parfumerien, Drogerien oder online erhältlich, ein Amazon-Bestseller ist Paula's Choice Skin Perfecting 2% BHA Liquid Peeling. Professionelle Peelings finden also ausschließlich beim Dermatologen oder der Kosmetikerin statt. 

Achtung: Auch niedrig dosierte Produkte für zu Hause (bis 15 Prozent) können Hautreizungen auslösen. Der Fachmann analysiert die Haut im Vorwege und entscheidet, ob überhaupt und in welcher Konzentration ein Fruchtsäurepeeling angewendet wird. Bitte daher bei eigener Anwendung vorsichtig sein!

Die mittelstarken Fruchtsäuren können bis in die obersten Schichten der Haut eindringen und zu einer verstärkten Zellteilung anregen – als Resultat daraus lösen sich Hornhaut oder Hornschüppchen auf der Haut verstärkt ab, wobei die oberste Hautschicht kontrolliert abgeschält wird. Zum Vorschein kommt das, was wir uns wünschen: Die neue, jüngere Hautschicht. Zwei Wochen vor der Behandlung sollten starke Sonnenstrahlen vermieden werden und rund drei Monate danach.

Der Vorteil von Fruchtsäurepeelings

Weil Fruchtsäurepeelings in die obersten Schichten der Haut eindringen, wird neben dem Hautstoffwechsel auch die Kollagenbildung angeregt. Kollagen wird im Alter abgebaut, regelmäßige Fruchtsäurepeelings können den Teint aber immer wieder auffrischen, weil die Regeneration angeregt wird. Das können mechanische Peelings nicht.

Was ist der Unterschied zwischen einem normalen Peeling und einem Fruchtsäurepeeling?

Das sogenannte mechanische Peeling ist die schwächste Form der Gesichtspeelings. Es wirkt nur oberflächlich. Dabei werden abgestorbene Hautschuppen durch die im Peeling enthaltenen Granulate und Kerne entfernt.

Das Fruchtsäurepeeling wirkt um einiges tiefer, gehört aber noch zu den oberflächlichen chemischen Peelings. Schwach konzentrierte Fruchtsäurepeelings können Sie in der Drogerie erwerben. Ein höher konzentriertes Peeling muss beim Hautarzt durchgeführt werden. Die Konzentration der Fruchtsäure wird dann jeweils auf den Hauttyp abgestimmt.

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