"Maischberger.die Woche": „Die dritte Welle ist nicht mehr aufzuhalten“

"Maischberger.die Woche": „Die dritte Welle ist nicht mehr aufzuhalten“

Bei "Maischberger.die Woche" sprach Moderatorin Sandra Maischberger mit ihren Gästen unter anderem über das AstraZeneca-Desaster und wie es mit dem Impfen weitergehen soll. SPD Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fand aufgrund der steigenden Infektionszahlen deutliche Worte zur aktuellen Lage in der Coronapandemie, whrend Maischberger beim Thema Schulschließung mit CDU-Chef Armin Laschet aneinandergeriet. 

"Maischberger.die Woche": Das AstraZeneca-Impfdebakel

Aufgrund von ungeklärten Fällen von Blutgerinnseln nach der Impfung wurde am Montag die Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca gestoppt. Drei Menschen starben – offiziell gibt es keinen direkten Zusammengang. Der Schaden ist erst mal angerichtet, das Vertrauen der Bürger in den Impfstoff und die Handlungsfähigkeit der Politik dahin: Fehlendes Vertrauen und zu viel Bürokratie beklagten auch die Gäste bei Maischberger.

Autor Ulrich Wickert kritisierte das bürokratische Prozedere bei den Impfungen: „In Amerika können Sie zu Walmart fahren und da kriegen Sie es. Bei uns müssen Sie 15 Formulare unterschreiben, bevor Sie überhaupt erst einmal den ersten Schritt machen können.“ Und weiter: „Ich würde sofort AstraZeneca nehmen, wenn ich es denn endlich bekäme!“. Wickert empfindet es als „die größte Idiotie überhaupt“, dass Hausärzte noch nicht Teil der Impfkampagne sind. „Was fehlt, ist ein Helmut Schmidt“, punktete Wickert und erinnerte an das einzigartige und pragmatische Krisenmanagament des verstorbenen Ex-Bundeskanzlers bei der Hamburger Sturmflut.

Karl Lauterbach: „Die dritte Welle ist da und nicht mehr aufzuhalten“

SPD-Politiker Karl Lauterbach fand angesichts wieder steigender Infektionszahlen in der Coronapandemie deutliche Worte: „Die dritte Welle ist da und nicht mehr aufzuhalten“. Lauterbach sprach beim Impfstoff von AstraZeneca auch von einer „sehr spezifischen Nebenwirkung“. Diese würde man sehr selten beobachten. „Das spricht schon dafür, dass es einen Zusammenhang gibt mit dem Impfstoff.“ Journalistin Alexandra Föderl-Schmid beurteilte den Impfstopp folgendermaßen: „Ich glaube auch, dass man Vertrauen zerstören kann durch diese Impfpause“. In ihrem Heimatland Österreich wird AstraZeneca-Vakzin weiter verimpft „weil die Österreicher gesagt haben: ‚Das Risiko ist höher zu bewerten an Corona zu erkranken.‘“

Schul- und Kitaschließungen: Maischberger geriet mit CDU-Chef Laschet aneinander

Im Einzelgespräch mit CDU-Chef und Ministerpräsident von Nordhrein-Westpfahlen, Armin Laschet, sprach Maischberger das Thema Schulschließung an: Aufgrund der drastisch steigenden bzw. bereits hohen Inzidenzwerte stellten Dortmund, Düren und Duisburg einen Antrag auf Schließung, was seitens des Landes abgelehnt wurde. Armin Laschet verteidigte die Entscheidung und reagierte aufgebracht: „Das geht nicht, dass man als Verwaltungschef per Email, per Twitter, per irgendwas verkündet, ich mache einfach die Kitas zu“, sagte Laschet zum Vorgehen von Duisburg. Zuerst müsse geprüft werden, „was ist die erste Maßnahme, und dann kann auch geschlossen werden. Das ist doch klar.“ Er verwies auf den Beschluss aus der Bund-Länder-Runde, das weitere Maßnahmen ab einer Inzidenz von 100 in Erwägung zu ziehen seien. Außerdem sollen Schulen und Kitas möglichst als letztes geschlossen werden.

Nun regte sich Sandra Maischberger auf und kritisierte den schlechten Wechselunterricht und fehlende Testkonzepte. „Es funktioniert einfach nicht“, echauffierte sie sich. Weiter sagte sie: „Ich reg mich gleich wieder ab“ und nahm wieder eine ruhige Haltung ein. Eine aussagekräftige Antwort blieb Laschet schuldig.

Die Gäste bei "Maischberger.die Woche" am 17.03.2021:

  • Armin Laschet CDU (Parteivorsitzender)
  • Karl Lauterbach SPD (Gesundheitspolitiker)
  • Ilkay Gündoğan (Fußballprofi Manchester City)
  • Ulrich Wickert (Journalist und Autor)
  • Alexandra Föderl-Schmid (Süddeutsche Zeitung)
  • Kristina Dunz (Hauptstadtkorrespondentin)

Video: AstraZeneca – Verunsicherung um Impfstoff

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