16. März 2021
Für Oscar nominiert: Deutscher Film „Kollektiv – Korruption tötet”

Oscar 2021: Nominierungen für deutsche Produktion „Kollektiv – Korruption tötet”

Die Oscarverleihung steht an: In diesem Jahr darf sich eine deutschsprachige Produktion vom MRD Hoffnungen auf zwei Gewinne machen. Die Dokumentation „Kollektiv – Korruption tötet” wurde gleich zweimal für den Oscar nominiert.

© MDR/Alexander Nanau
Bukarest 2015: Bei einem Feuer in einem Club sterben zahlreiche Menschen - an nicht lebendbedrohlichen Verletzungen. Was steckt dahinter? Die Dokumentation wurde zweifach für den Oscar nominiert. 

Dieser deutsche Film erhält zwei Oscar-Nominierungen

Am 25. April steht für die Filmbranche das wichtigste Event des Jahres an: Die Oscar-Preisverleihung! Hierhin gelangen nur die Besten der Besten – häufig handelt es sich um große Produktionen, die abertausende Menschen vor die Bildschirme locken. Doch in diesem Jahr darf sich auch eine deutsche Produktion Hoffnungen machen.

Die Dokumentation „Kollektiv – Korruption tötet”, an der auch der MDR beteiligt war, ist in gleich zwei verschiedenen Kategorien für einen Oscar nominiert. Hoffnungen gibt es auf eine Auszeichnung als „Beste Dokumentation” sowie als „Bester fremdsprachiger Film”, wie die Academy mitteilte.

Wir freuen uns riesig über diese Oscar-Nominierungen! Das ist für die Macherinnen und Macher wie für den MDF und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt eine wirklich herausragende Anerkennung.

reagiert Karola Wille, Intendantin des MDR auf diese Nachricht.

Oscarnominierungen für „Kollektiv – Korruption tötet”: Darum geht’s in dem deutschen Film

In der Dokumentation „Kollektiv – Korruption tötet” decken Journalisten einen echten Skandal auf: Regisseur Alexander Nanau erzählt eine wahre Geschichte über die Gier nach Geld, Macht, Politik und die Rolle der Presse.

Spannend wie ein Thriller deckt der Film die wahren Umstände von einem der größten Medizin- und Vertuschungsskandale Rumäniens der vergangenen Jahre auf. Nach einem Feuer in einem Club in Bukarest im Oktober 2015 sterben zahlreiche Menschen. Das lässt eine rumänische Sportzeitung stutzig werden – sie beginnt zu recherchieren. Und findet Schreckliches heraus: Die Krankenhausausstattung war dermaßen schlecht, dass die Opfer nicht ausreichend behandelt werden konnten. Als die verantwortlichen Politiker den Skandal vertuschen wollten, musste die ganze Regierung abdanken.

Vor allem Angehörige und Opfer kommen in der Dokumentation zu Wort. Der Film zeigt eindeutig, wie groß die Macht der Presse ist – sie deckt entgegen aller Widerstände die Verstrickungen des Symstens auf.

Der Film „Kollektiv – Korruption tötet” steht für mutigen investigativen Journalismus, der Missstände aufdeckt und schonungslos öffentlich macht. Das Beispiel zeigt eindrücklich, wie wichtig freie Medien für demokratische Gesellschaften sind.

erklärt Wille.

HIER können Sie den Film in der MDR-Mediathek schauen >>

Oscar-Preisverleihung 2021

Am 25. April werden in diesem Jahr die Preisträger bekannt gegeben und geehrt. Verliehen wird der Filmpreis jährlich von Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts und Sciences. Neben „Kollektion – Korruption tötet” dürfen sich „Time”, „Crip Camp” und „The Mole Agent” Hoffnungen auf eine Auszeichnung als beste Dokumentation machen.

Die Konkurrenz in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film” lautet: „Better Days”, „Quo vadis, Aida?” und „The Man Who Sold His Skin”.

Sie vertragen noch einen Schubs Weihnachtsstimmung? Dann schauen Sie an diesem Wochenende unbedingt in die ARD-Mediathek.
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