
Der Bridgerton-Stil bringt zeitlose Eleganz ins Wohnzimmer.
Die Welt der Regency-Ära, opulent und voller Eleganz, fasziniert durch die erfolgreiche Netflix-Serie „Bridgerton“ ein Millionenpublikum. Doch die prächtigen Interieurs, die wir aus den Ballsälen und Herrenhäusern der Adelsfamilien kennen, sind mehr als nur historische Kulisse. Sie bieten eine reiche Inspirationsquelle für ein Wohnambiente, das sowohl zeitlosen Charme als auch modernen Komfort vereint. Es geht nicht darum, das Zuhause in ein Museum zu verwandeln, sondern gezielt Elemente aufzugreifen, die Persönlichkeit und Gemütlichkeit ausstrahlen.
So holen wir uns den Bridgerton-Look ins Eigenheim
Der Modern-Heritage-Trend greift genau diesen Gedanken auf und verbindet die Wertschätzung für historische Ästhetik mit dem Bedürfnis nach einem aktuellen, individuellen Wohnstil. Hierbei werden klassische Designmerkmale nicht eins zu eins kopiert, sondern auf eine Weise interpretiert, die sie in unsere heutige Wohnwelt integriert. Wir zeigen Ihnen, wie fünf charakteristische „Bridgerton“-Elemente in ein zeitgemäßes Interieur übersetzt werden können, um ein Wohnzimmer mit einzigartiger Atmosphäre zu schaffen.
#1 Gedämpfte Farbpaletten für behagliche Eleganz
Die Farbgebung spielt eine entscheidende Rolle für die Stimmung eines Raumes. Während in vergangenen Jahren helle Beige- und Off-White-Töne dominierten, erleben wir aktuell eine Rückkehr zu tieferen, gesättigteren Nuancen. Farben wie Burgunderrot, Olive oder ein warmes Ocker strahlen eine besondere Behaglichkeit aus und verleihen dem Raum Tiefe. Diese Tendenz wird auch in der neuesten Staffel der Serie „Bridgerton“ deutlich, wo neben den bekannten Pastelltönen vermehrt kräftige Farbakzente gesetzt werden. Ein tiefes Königsblau kann beispielsweise die mystische Atmosphäre eines Abends imitieren, während ein sattes Grün an die üppigen Gärten erinnert.
Solche Farben eignen sich hervorragend für Akzentwände oder die Farbwahl von Polstermöbeln. Stellen Sie sich ein Sofa in einem edlen Samt-Currygelb vor, das durch Kissen in tiefem Pflaumenton ergänzt wird. Oder wie wäre es mit einer Wand in einem satten Waldgrün, die einen wunderbaren Kontrast zu helleren Möbeln bildet? Die gezielte Anwendung dieser Farben lässt ein Wohnzimmer sofort erwachsener und luxuriöser wirken, ohne dabei aufdringlich zu sein.
#2 Warme Holztöne schaffen Geborgenheit
Dunkle Hölzer wie Walnuss oder Mahagoni galten bereits in der Regency-Zeit als Inbegriff von Eleganz und Beständigkeit. Heute erleben sie wieder eine Renaissance und lösen die Dominanz heller Hölzer ab. Ihr warmer Ton und die ausgeprägte Maserung verleihen jedem Raum eine besondere Tiefe und eine einladende Atmosphäre. Ob in Form von massiven Möbelstücken, edlen Fußböden oder als Holzvertäfelung – dunkle Hölzer sind ein Statement für Qualität und zeitlosen Stil.
In einem modernen Wohnzimmer können dunkle Holzmöbel wunderbar mit hellen Textilien und Metallakzenten kombiniert werden, um eine ausgewogene und doch spannende Optik zu erzielen. Ein antiker Sekretär aus dunklem Holz oder ein robustes Sideboard neben einem schlichten, modernen Sofa schafft eine Brücke zwischen den Epochen. Dabei muss es nicht immer neuwertig sein. Möbel mit einer leichten Patina erzählen Geschichten und fügen sich harmonisch in ein nachhaltiges Wohnkonzept ein.
#3 Die Magie von Theatralischen Vorhängen und Textilien
Vorhänge sind weit mehr als nur Sichtschutz. In der Regency-Ära waren schwere, voluminöse Exemplare ein zentrales Gestaltungselement, das den Reichtum und den Geschmack seiner Bewohner unterstrich. Heute kehren opulente Textilien, Fransen und Quasten zurück und setzen Akzente, die an die glamouröse „Bridgerton“-Mode erinnern. Wie wir bereits berichteten, zeigt die Serie Bridgerton auf Netflix: Mode einen opulenten Stil. Diese Elemente müssen nicht zwingend an Fenstern platziert werden, sondern können auch als dekorative Details auf Möbeln oder Kissen eingesetzt werden.
Denken Sie an Vorhänge aus schwerem Samt oder Brokat, die raffiniert drapiert werden. Oder an Kissen mit kunstvollen Quasten und Stickereien, die einem schlichten Sofa Eleganz verleihen. Eine Tagesdecke mit Fransen-Bordüre kann ebenfalls einen Hauch von Luxus ins Schlafzimmer bringen. Der Schlüssel liegt in der bewussten Auswahl und der Integration in ein Gesamtkonzept, das den Raum nicht überlädt, sondern akzentuiert.
#4 Stuck und Zierleisten als architektonische Highlights
Stuck und Zierleisten waren in der Regency-Zeit ein fester Bestandteil der Inneneinrichtung und verliehen den Räumen eine repräsentative und kunstvolle Ausstrahlung. Im Gegensatz zum Minimalismus vergangener Jahrzehnte, der auf glatte Flächen setzte, feiern diese architektonischen Details heute ein Comeback. Sie strukturieren den Raum und verleihen ihm Charakter, ohne unbedingt historisch exakt sein zu müssen. Für Interessierte gibt es 5 spannende Fakten über die Serie.
Moderne Interpretationen von Stuck und Zierleisten zeichnen sich durch klare Profile aus, die sich harmonisch in zeitgemäße Interieurs einfügen. Sie können an Decken, Wänden oder als Übergang zwischen Wand und Decke angebracht werden. Für einen subtilen Effekt können sie in der gleichen Farbe wie die Wand gestrichen werden, um eine plastische Wirkung zu erzielen. Wer mutiger ist, setzt sie farblich ab, um Akzente zu schaffen, die an den historischen Charme anknüpfen.
#5 Die Romantik der Poetcore-Ästhetik
Die oft gezeigten Bibliotheken und Studierzimmer in „Bridgerton“, geprägt von raumhohen Bücherwänden, Holzvertäfelungen und antiken Möbeln, spiegeln einen Trend wider, der als Poetcore- oder Dark-Academia-Ästhetik bekannt ist. Diese Stilrichtung zelebriert die Liebe zu Literatur, Kunst und Wissen und schafft eine intellektuelle, aber auch gemütliche Atmosphäre. Sie wissen ja, Netflix bestätigt Staffel für weitere Abenteuer. Ein überfülltes Bücherregal ist dabei das Herzstück, ergänzt durch einen Sekretär, auf dem man schreiben oder lesen kann, sowie bequeme Sitzgelegenheiten zum Schmökern.
Ein Wohnzimmer im Poetcore-Stil beinhaltet Bücher als zentrales Dekorationselement, aber auch Bilder mit klassischen Motiven oder antike Globusse und Schreibutensilien. Die Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle: Warme, gedämpfte Lichtquellen wie Tischlampen mit Stoffschirmen oder Kerzenschein unterstützen die intime Atmosphäre. Dieser Stil lädt dazu ein, sich zurückzuziehen, zu verweilen und die eigenen Interessen zu pflegen.
Das macht den Bridgerton-Stil so besonders
Die Regency-Ära, wie sie uns „Bridgerton“ so bildgewaltig vor Augen führt, ist eine Schatzkammer der Inspiration für zeitloses und stilvolles Wohnen. Durch die bewusste Auswahl und moderne Interpretation von gedämpften Farbpaletten, warmen Hölzern, opulenten Textilien, architektonischen Details und einer poetischen Ästhetik lässt sich ein einzigartiges Wohnzimmer gestalten. Es entsteht ein Raum, der nicht nur Schönheit und Eleganz ausstrahlt, sondern auch Geborgenheit und eine ganz persönliche Note verleiht. Es ist die Kunst, die Geschichte zu würdigen, ohne in Nostalgie zu verharren, und das Beste aus beiden Welten zu vereinen.






